
Facebook & Co. als Triebfeder in der Unternehmenskommunikation?
Was genau Social Media ist und wie Unternehmer es nutzen können, beantworteten die Referenten Stefan Stötter und Jörn Steinhauer im Rahmen des Unternehmerabends, zu dem die IT-Offensive Bayerisch-Schwaben in Kooperation mit der Thalia Buchhandlung geladen hatten.
Mit den Worten „ das soziale Netz kennt keine Grenzen und keine Ordnung“ führte Stefan Stötter die rund 35 interessierten Unternehmer und Unternehmerinnen in das Themengebiet des Abends ein. Neben einer Beschreibung des Web 2.0, des sogenannten Mitmachweb, gab der Senior Consultant der Tefen AG auch einen Ausblick auf den nächsten Schritt im Internet, das Web 3.0. Stötter betonte, dass mit dem Web 3.0 die Online-Präsenz – sei es privat oder geschäftlich - für jeden Unternehmer weiter an Bedeutung gewinnen wird. Denn Kommunikation und Meinungsbildung verlagert sich auch in Zukunft immer mehr in das Internet.
Es gibt sowohl Chancen als auch Risiken
Mit der Begriffsdefintion von Social Media und einer kurzen Einführung in die bekanntesten Plattformen wie Facebook, Twitter, Xing oder YouTube, übernahm Jörn Steinhauer, Netzwerkpartner der Tefen AG, den zweiten Teil des Impulsvortrags. Social Media ist das Schlagwort für die Gesamtheit der Plattformen und Netzwerke im Internet , die eine Interaktion der Nutzer, sei es durch das Verbreiten der eigenen Meinung oder das Teilen persönlicher Erfahrungen, erlauben. Steinhauer, der selbst Xing und Twitter erfolgreich als Kommunikationskanal für sein Unternehmen nutzt, zeigte anhand aktueller Beispiele die Chancen aber auch Risiken auf, die Facebook, Twitter und Co. in der Unternehmenskommunikation großer sowie kleiner und mittelständischer Unternehmen mit sich bringen.
Erfolg durch „echtes“ Auftreten
Als regionales Beispiel dafür, wie Social Media das Ansehen des eigenen Unternehmens positiv beeinflussen kann, führte Steinauer die junge Augsburger Unternehmerin Sina Trinkwalder auf. Sina Trinkwalder nutzt Twitter und einen eigenen Blog, um ihren Alltag und ihr Unternehmen und ihre Produkte zu beschreiben. Durch ihr authentisches, „echtes“ Auftreten und eine offene, keineswegs werbliche Kommunikationsweise, erreicht die junge Unternehmerin mittlerweile knapp 2.800 Interessierte. Diese verbreiten durch Kommentare und eigene Beiträge das positive Image des Unternehmens weiter im Web und darüber hinaus.
„Zuerst analysieren und eine Strategie entwickeln“
Zum Abschluss des Vortrags gab Jörn Steinhauer den Teilnehmern mit auf den Weg in die Social Media Welt, dass es keinen Sinn mache, einfach darauf los zu twittern und mit möglichst vielen Profilen multipräsent zu sein. Vielmehr rät Steinhauer Unternehmern, vorab zu analysieren, wo sich deren Zielgruppe aufhält, eine Strategie zu entwickeln und erst dann aktiv zu werden. „Ich lese aufmerksam mit, verfolge Diskussionen in Gruppen und wenn ich einen interessanten Beitrag zum Thema leisten oder einem Nutzer mit meinem Wissen weiterhelfen kann, melde ich mich zu Wort und erhöhe meine Reputation als Experte. So erweisen sich Facebook, Twitter und Co. als Triebfeder für die eigene Unternehmenskommunikation.“, erklärte der Social Media Experte abschließend.
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