Augsburg | 22.06.2009
Bis zum 26. Juli soll das Stadion komplett fertig sein. Bis dahin gibt es aber noch viel zu tun. Was das ist, hat Projektleiter Rudolf Reisch gestern bei einer Stadionführung erklärt.
Insgesamt waren es am Sonntag 10 Führungen á 50 Interessierter, die schon einmal vorab einen Blick riskieren durften. Die begrenzten Plätze waren über das Internet so schnell reserviert, dass nächste Woche direkt ein Nachfolgetermin stattfindet.
Die Tribünenstühle sind fast komplett montiert, die Toiletten sind gefliest, die Kabel für Lautsprecheranlagen sind verlegt und der Rasen wurde sogar schon einmal gedüngt und zweimal gemäht.
Wie er sich anfühlt, das blieb auch den rund 500 Neugierigen bei den ersten Stadionführungen gestern unbeantwortet. Niemand durfte das Allerheiligste betreten. Der Rasen muss sich erst noch aklimatisieren- da geht der Bauprojektleiter Rudolf Reisch kein Risiko ein.
Leuchtende Augen bei großen und kleinen FCA- Fans. Die Führung beginnt in der Nordkurve- der zukünftige Fanblock der Gastgeber. Hier werden sofort die besten Plätze ausgesucht- damit man beim ersten Spiel des FCA nicht so lange suchen muss.
"Wir haben das Stadion so konzipiert, dass man von jedem Platz aus die Eckfahnen sieht. Schlechte Plätze gibt es also gar nicht," erklärt Diplom- Ingenieur Rudolf Reisch und fügt hinzu: "Steiler hätten wir die Tribünen gar nicht mehr bauen dürfen- auch das garantiert eine gute Sicht und vor allem die Nähe zum Spielfeld und der Mannschaft."
Auch die Sicherheit, der barrierefreie Zugang zur Tribüne für Rollstuhlfahrer, oder die Alustabfassade waren Themen, wonach die Fans gefragt haben. "Das Konzept der geplanten Fassade aus Alustäben ist die absolut beste Lösung. Die zunächst geplante Glasfassade wäre vielleicht schick, aber viel zu teuer geworden", so Reisch. "Die Fassade der Allianz Arena in München zum Beispiel war so teuer, wie unser ganzes Stadion insgesamt."
Das Wetter während der Führungen war zwar trocken, aber auch bei diesem Thema hakten die Besucher noch einmal nach. "Kein Problem, selbst bei extremen Regenfällen wird das Wasser nicht auf dem Platz stehen bleiben. Der Spielfeldmittelpunkt ist rund 30 Zentimeter höher, als beispielsweise an der Torlinie", so der Projektleiter.
Unzählige Fotos schießen die "Stadionpioniere" noch fürs Familienalbum- dann geht es wieder zum Baustellenausgang- es wartet schon die nächste Gruppe auf ihre Führung.
"Das Stadion ist absolut toll geworden. Jetzt muss noch die Mannschaft eine gute Saison spielen- dann ist alles perfekt," schwärmt ein Besucher, als er die Baustelle in Richtung seines Auto verlässt.
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