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Viele Alltagsbereiche des 78 Millionen Einwohner zählenden Landes sowie die iranische Privatwirtschaft müssen bereits heute mit den Folgen der seit Jahren bestehenden Sanktions-Maßnahmen zurechtkommen. Nun drohen dem Land noch härtere Maßnahmen. Auch in Schwaben klagen immer mehr - insbesondere mittelständische - Unternehmen über die zunehmende Belastung. Nachhaltige Export-Behinderungen überschatten die traditionellen Wirtschafts-Beziehungen zu iranischen Geschäftspartnern. „Natürlich muss verhindert werden, dass deutsches Know-how und deutsche Technik zu kriminellen Zwecken beschafft wird“, betont Anis Azouz, Außenwirtschafts-Experte für den Nahen und Mittleren Osten der IHK Schwaben, „aber mittlerweile können unsere Firmen selbst behördlich als einwandfrei geprüfte Exporte kaum noch durchführen, da ihre Bank die Zahlungen aus dem Iran oft nicht mehr entgegen nimmt.“ Hintergrund sind nicht zuletzt die immer komplexeren Verbots- und Prüfvorschriften, die auch die Finanzinstitute aus Angst vor Fehlern zurückschrecken lassen.
Wettbewerbs-Position deutscher Unternehmen geschwächt
Auch Guthaben und Konten der iranischen Zentralbank in Europa sollen eingefroren werden, um etwa die Bezahlung von Öl zu unterbinden. Azouz sieht die aktuelle diplomatische Konfrontation zwischen EU und Iran mit Sorge: „Uns ist keine Gefährdungslage für die Präsenz unserer Firmen vor Ort bekannt. Allerdings wird durch die politischen Auseinandersetzungen die ehemals gute Wettbewerbs-Position der deutschen Hersteller für Konsum- und Industrieprodukte weiter geschwächt – zugunsten konkurrierender Anbieter auf den Weltmärkten. Zunehmend verlieren schwäbischen Unternehmen auch enge Geschäftspartner, die einen großen Teil ihrer Ausbildung in Deutschland absolvierten und somit bestens mit der Sprache und den hiesigen Gepflogenheiten vertraut sind“. www.schwaben.ihk.de