Augsburg | 02.02.2012

Indien, Quelle: (c) ferkelraggae - Fotolia.com
Am Ende war es der französische Konkurrent, der das Rennen um den Milliardenauftrag aus Indien machte. Dies bedeutet, dass der europäischen Rüstungskonzern EADS mit seinem Eurofighter bei der indischen Luftwaffe das Nachsehen hatte.
Der deutsch-französische Rüstungskonzern EADS hatte sich Hoffnungen gemacht, den Großauftrag von 126 neuen Kampfflugzeugen zu bekommen, so Spiegel online. Der französische Konkurrent Dassault bestätigte jedoch gestern, dass das Kampfflugzeug vom Typ Rafale von der indischen Luftwaffe gewählt worden sei und nicht der Eurofighter von EADS. Die Entscheidung für die Rafales sei wegen der Gesamtkosten im Hinblick auf ihre Lebensdauer gefallen. Aus Indien verlautete, dass die Franzosen das günstigere Angebot unterbreitet hätten. Bis zur endgültigen Vertragsunterzeichnung kann es allerdings noch etwas dauern. Das indische Verteidigungsministerium sprach von einem Zeitraum von sechs Monaten.
Sarkozy und Merkel buhlten um Auftrag
Auch Nicolas Sarkozy und Angela Merkel buhlten ihrerseits für den Auftrag aus Indien, schreibt Spiegel online. Die deutsche Bundeskanzlerin hatte bei einem Besuch in Indien sehr deutlich für den Eurofighter von EADS geworben. Frankreichs Staatspräsident legt sich für Dassault bei den Indern ins Zeug, so Spiegel online.
Rafale setzt sich durch
Wie Spiegel online schreibt, will Indien seine Luftwaffe modernisieren. In die Endrunde für den Auftrag mit einem Volumen von zehn Milliarden Dollar kamen der EDAS-Eurofighter vom Typ Typhoon und das französische Kampfflugzeug Rafale. Laut Informationen des Spiegels, ist es der für Rafale die erste Auslandsbestellung.
Über EADS
EADS ist ein europäisches Gemeinschaftsunternehmen. Der französische Staats und der französische Industriekonzern Lagadère sind die größten Anteilseigner. Deutschland ist mit 25 Prozent über die Förderbank KfW und Daimler Chart vertreten.
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