Carbon Composites e.V.

CCeV-Mitgliederversammlung: „Zukunft durch Faserverbund“

Augsburg | 15.03.2010

CCeV Mitgliederversammlung
CCeV Mitgliederversammlung

Über 100 Mitglieder und Gäste trafen sich im neuen SGL Group Forum zur jährlichen Mitgliederversammlung des Carbon Composites e.V. (CCeV). Gastrednerin Miriam Gruß versprach den Vertretern der Zukunftstechnologie Faserverbund politische Unterstützung.

„Der neue Werkstoff gibt einer ganzen Generation von Ingenieuren viel zu tun“, meint Gastrednerin Miriam Gruß, MdB, und lobte den CCeV als eine „Plattform, auf der sich alles trifft, was Rang und Namen hat in Sachen Carbon“. CCeV versteht sich als Kompetenznetzwerk zur Förderung der Anwendung von Faserverbundtechnologien. Ziel der Vereinigung ist es insbesondere, durch gemeinsame Aktivitäten und Projekte die Konkurrenzfähigkeit seiner Mitglieder bei der Fertigung von Komponenten aus carbonfaserverstärktem Kunststoff zu stärken. Carbonkomponenten werden zwar heute bereits in Flugzeugen, Autos und im Sport eingesetzt, der Markt des Faserverbund-Leichtbaus ist aber noch längst nicht so weit erschlossen, wie dies möglich wäre.

Politische Unterstützung

Traditionell trafen sich die Mitglieder des CCeV am Gründungstag, dem 12. März, zu ihrer Jahresversammlung. Zu den tragenden Säulen des Vereins, der nach drei Jahren gut 90 Mitglieder verzeichnen kann, gehören Unternehmen wie Audi, Eurocopter, Kuka, SGL und Voith sowie Forschungseinrichtungen wie die Universitäten Karlsruhe, Stuttgart, Augsburg und München. Vorsitzender des CCeV ist Hans Lonsinger, Vorsitzender der Geschäftsführung der Premium Aerotec GmbH, der auch die Gäste im SGL Group Forum begrüßte. Gastrednerin Gruß verspricht den Mitgliedern des Vereins politische Unterstützung.

Entwicklung neuer Produkte für den Faserverbund-Leichtbau

Dass die Politik schon jetzt auf Seiten des Zukunftswerkstoffs ist, zeigt der Fortschritt des Technologiezentrums Augsburg: In zwei bis drei Jahren will der CCeV im AUGSBURG Innovationspark ein Anwendungszentrum mit Technikum, Laboren und Büros schaffen, in dem sich Projektteams, Arbeitsgemeinschaften sowie große und kleine Firmen einmieten können, um in unmittelbarer Nähe der dort entstehenden Forschungsinstitute von DLR und Fraunhofer Gesellschaft neue Dienstleistungen, Produkte und Produktionstechniken für den Faserverbund-Leichtbau zu entwickeln.

Neue entwickeltes Zukunftsprofil

Bis zu 400 Mitarbeiter werden im Technologiezentrum Platz haben. Laut einer Umfrage des Vereins soll es bereits Interessenten für die Hälfte der geplanten Flächen geben. Zudem hat Prof. Dr. Klaus Kellner von der Hochschule Augsburg gemeinsam mit dem Verein ein Zukunftsprofil entwickelt, das das Ziel, den Faserverbund-Leichtbau voran zu bringen, optimal unterstützen soll – getreu dem Markenversprechen des Vereins: Zukunft durch Faserverbund.
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