Bezirk Schwaben

Bezirksmuseen-Jahresprogramm 2012

Augsburg | 01.02.2012

Bezirkstagspräsident Jürgen Reichert freut sich über das neue Jahresprogramm, Foto: Bezirk Schwaben
Bezirkstagspräsident Jürgen Reichert freut sich über das neue Jahresprogramm, Foto: Bezirk Schwaben

Gehen Sie auch 2012 wieder auf Entdeckungsreise um die reiche Kulturgeschichte Bayerisch-Schwabens zu erleben. Vielseitige Sonderausstellungen werden vom Ries bis ins Allgäu präsentiert.

Die Ausstellungs-Inszenierungen sind wie immer von wissenschaftlichen Vorträgen, thematisch eingebetteten Festen und einem museums-pädagogischen Angebot für Kinder, Erwachsene und Senioren begleitet. Damit wird ein breites Publikum, vom Kenner über Schulklassen zu Familien, gleichermaßen angesprochen. „Kultur in Schwaben ist ohne die Leistungen des Bezirks in dieser Größe und Vielfalt nicht darstellbar. Wir schaffen mit unseren bürgernah aufgestellten Museen des Bezirks Schwaben Orte, an denen Heimat erfahren werden kann“, so Bezirkstagspräsident Jürgen Reichert. Hier finden Sie einen kurzen Überblick über einige Sonderausstellungen.

Begegnung mit den Römern in Höchstädt

Im barocken Schloss Höchstädt im Landkreis Dillingen a. d. Donau folgen die Besucher ab dem 3. April 2012 dem Verlauf einer nachgebauten „Via Romana“, der Verbindungslinie für Militär, Handel, Kulturtransfer und Religion in der ehemaligen Provinz Raetien. Zahlreiche Exponate und Inszenierungen machen Geschichte und Kultur der Römer „begreifbar“. Das dritte Höchstädter Schlossfestival hat mit seinen klassischen Meisterkonzerten, Literaturlesungen und einer Kinderoper am ersten Juliwochenende, bei trockenem Wetter als Open Air, mittlerweile Kultstatus.

Katholiken und Protestanten im Ries

Im Rieser Bauernmuseum Maihingen berichtet ab dem 21. März 2012 die Sonderausstellung „Rosenkranz und Lutherbibel“ von den Unterschieden und Gemeinsamkeiten zwischen den christlichen Konfessionen im Ries. Hier lebten über Jahrhunderte Katholiken und Protestanten in unmittelbarer Nachbarschaft. Bei Heirat, Kleidung oder in Erziehungsfragen grenzte man sich ab, Spannungen waren keine Seltenheit. Die Ausstellung veranschaulicht den religiösen Alltag mit Objekten wie Andachts-, Haussegen und Schutzengelbildern, Herrgottswinkel, Konfirmations-Andenken, Versehgarnituren oder Rosenkranz und Lutherbibel.

Sagengestalten aus dem Alpenraum in Oberschönenfeld erleben

Ungeheure Sagengestalten aus dem Alpenraum geistern im Herbst 2012 um das Gelände der 800 Jahre alten Klosteranlage, auf deren Grund auch das Volkskundemuseum Oberschönenfeld untergebracht ist. Gold schürfende Venediger-Männchen, von Gletschern überrollte Almen, weiße Gämsen und „salige“ Fräuleins zeugen vom schweren Alltag der Gebirgler und ihrem Verhältnis zur als magisch empfundenen Umgebung. Die vom Alpinen Museum München übernommene Schau ist ergänzt um weitere Sagen aus Schwaben.

Ausstellung für Souvenir-Liebhaber

Der beginnende Massentourismus in den 1950er Jahren kreiert jede Menge „Souvenirs“ aus aller Welt. Die darauf spezialisierte Freizeit-Industrie kurbelt mit allerlei modischem Zubehör die Wirtschaft an. Die Ausstellung „Reiseandenken – was vom Urlaub übrig bleibt“, die ab 25. März 2012 im Schwäbischen Volkskundemuseum Oberschönenfeld bei Augsburg zu sehen sein wird, zeigt den Weg des „Mitbringsels“ von der Produktion über den Ladentisch bis zum Urlauber.

„Très chic im Schnee“ in Illerbeuren

Der Tourismus der Wirtschaftswunderjahre brachte die Freizeitler auch in entlegene Bergregionen. Der Wintersport generiert eine eigene Bekleidungs-Industrie. Keilhose und Wollkleid, Anorak, Moonboots, Overalls und Gletscherbrillen erzählen von den modischen Anfängen am Steilhang. Das Schwäbische Bauernhofmuseum Illerbeuren betitelt seine Schau über den Zeitgeschmack beim winterlichen Zeitvertreib charmant mit „Très Chic im Schnee“. Start ist im Herbst 2012.

„Tierglocken aus aller Welt“

Ab 1. April 2012 werden „Tierglocken aus aller Welt“ aus einer Ulmer Privatsammlung gezeigt. Mehr als 400 Exemplare aus rund 3000 jähriger Tierglockengeschichte sind zu sehen. Die älteste Funktion, Tiere mit Glocken auszustatten, ist wohl die keltische. Der wichtigste Gebrauch der Glocke jedoch ist ihre Signalwirkung.

Das neu erschienene Jahresprogramm 2012 der Museen des Bezirks Schwaben kann kostenfrei bestellt werden unter Telefon 0821 3101 – 386 und oeffentlichkeitsarbeit(at)bezirk-schwaben.de.

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