Karstadt

Bei Karstadt läuft es wieder

Augsburg | 20.12.2011

Augsburg erlässt Karstadt Steuern
Stadt Augsburg unterstützt Karstadt

Während die Nachricht der manroland Insolvenz die Augsburger Region in Angst und Schrecken versetzt hat, geht es einem anderen „Patienten“ wieder besser. Karstadt konnte seinen Gewinn nach einem Bericht der „Wirtschaftswoche“ deutlich steigern.

So plant die Warenhauskette Karstadt seinen Umsatz innerhalb von fünf Jahren um eine knappe halbe Milliarde zu erhöhen. Im gleichen Zeitraum soll der Gewinn bei Karstadt verdoppelt werden. Dies sind ehrgeizige Ziele, denn Karstadt musste 2010 Insolvenz anmelden. Der rettende Investor und heutige Karstadt-Eigner war Nicolas Berggruen. Er konnte sich mit seinem Insolvenzplan unter anderem gegen den Karstadt-Konkurrenten Metro durchsetzten. Wenig später billigte das Amtsgericht Essen die Übernahme durch Berggruen.

Auch in Augsburg wurde gebangt

Aufatmen konnten damals auch die rund 200 Mitarbeiter am Karstadt-Standort Augsburg. Auch die Stadt Augsburg eilte zu Hilfe und erließ der Warenhauskette die Gewerbesteuer. Umso erfreulicher sind die Nachrichten, dass es Karstadt wieder besser geht. Das operative Ergebnis stieg zum abgelaufenen Geschäftsjahr Ende September auf 103 Millionen Euro. Der Umsatz bei Karstadt beläuft sich n-tv nach zufolge auf 3,23 Milliarden Euro.

„Sportliche“ Ziele für die nächsten Jahre

Wie n-tv schreibt, erwartet Karstadt in den kommenden fünf Jahren Umsatz-Steigerungen von insgesamt knapp einer halben Milliarde Euro auf 3,71 Milliarden Euro. Der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen  solle bis 2016 ebenfalls kräftig zulegen auf rund 272 Millionen Euro. Karstadt wollte sich zu diesen, in einem Unternehmensbericht dargestellten, ehrgeizigen Mittelfrist-Zielen allerdings nicht äußern. Im Bericht hieß es lediglich, unter den Karstadt-Aufsichtsräten finde man die Zahlen ab 2013 „sportlich“.

Übernahme von Kaufhof?

Für 2012 rechnet die Warenhauskette Karstadt der „WirtschaftsWoche“ zufolge mit einem Umsatzplus von 1,5 Prozent auf 3,275 Milliarden Euro und einem operativen Ergebnis-Rückgang auf 91 Millionen Euro. Als Begründung für den Rückgang nannte Karstadt, die steigenden Personalkosten und steigende Investitionen, schreibt n-tv. So laufe Mitte des kommenden Jahres der Sanierungs-Tarifvertrag aus. Außerdem sollen die Mieten steigen. Berggruen blickt bereits nach vorne. So soll er an einer Übernahme von Kaufhof, von dem sich der Karstadt-Rivale Metro trennen will, interessiert sein.

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