Augsburg | 09.12.2010
Der Ausbau der A 8 zwischen Augsburg und München ist bereits vor Vertragstermin fertig. Bundesverkehrsminister Ramsauer eröffnete die A8 in einer feierlichen Verkehrsfreigabe.
„Endlich ist die mit einem Verkehrsaufkommen von bis zu 100.000 Fahrzeugen pro Tag hoch belastete A 8 zwischen Augsburg und München sechsstreifig befahrbar und somit verkehrssicher und leistungsfähig“, darüber freuen sich Bayerns Innenminister Joachim Herrmann und Bundesverkehrsminister Dr. Peter Ramsauer. Gemeinsam haben sie gestern die Neubaustrecke feierlich eröffnet. Innenminister Herrmann forderte gleichzeitig: „Jetzt muss der Ausbau der A 8 schnellstmöglich zwischen Augsburg und Günzburg fortgesetzt werden. Baurecht dafür besteht auf voller Länge. Deshalb könnte man 2011 mit dem Bauen beginnen.“
Schnelle Fertigstellung
Öffentlich-Private Partnerschaften sind ein Erfolg, wie Ramsauer betonte. „Der Ausbau ist schneller fertig geworden, als vertraglich vereinbart war. Davon profitieren alle Verkehrsteilnehmer und die gesamte Wirtschaftsregion“, freute sich Ramsauer.
Leistungsfähige Verkehrsader
Vor allem Berufspendler, die sich bisher auf vier Spuren dahinquälten, kommen nun schneller ans Ziel. Mit dem Ausbau der A 8 bei Augsburg wird diese dicht befahrene Strecke fit für die Zukunft gemacht. Die A 8 ist und bleibt damit eine bedeutende, leistungsfähige Verkehrsader in Bayern, betonte Ramsauer.
Privater Partner
Der rund 37 Kilometer lange sechsstreifige Ausbau der A8 bei Augsburg wurde im Rahmen einer öffentlich-privaten Partnerschaft (ÖPP) realisiert. Privater Betreiber ist die autobahnplus A 8 GmbH. Der Ausbauabschnitt der A8 ist Teil der circa 52 Kilometer langen Konzessionsstrecke. Diese wird für 30 Jahre vom privaten Betreiber bewirtschaftet. Der private Partner ist damit nicht nur für den Bau und die Finanzierung der A8 zuständig, sondern er übernimmt auch den Betrieb und die Wartung der Strecke.
Neue Lärmschutzwände
Um seine Investitionen und Leistungen zu refinanzieren, erhält er die Einnahmen aus der Lkw-Maut. Der Ausbau der A 8 ist eines von vier Pilotprojekten, die der Bund in Öffentlich- privater Partnerschaft durch private Betreiber umsetzen lässt. Vom Spatenstich bis zur heutigen Verkehrsfreigabe der A8 sind nur dreieinhalb Jahre vergangen. „Das ist eine absolut rekordverdächtige Bauzeit!“, so Ramsauer. Die Konzesssionsstrecke der A8 umfasst rund 100 Unterführungen und Brücken sowie zahlreiche Parkplätze – auch für Lkw. Rund 20 Kilometer neue Lärmschutzwände und – wälle wurden errichtet.
Flüsterasphalt der A8
In Teilbereichen wurde Flüsterasphalt auf der A8 verwendet, der die Lärmbelastung deutlich mindert. Ramsauer: „Knappe Finanzmittel im Bundeshaushalt erfordern deren effizienten Einsatz. Deshalb werden wir auch in Zukunft mutig neue Pfade beschreiten. Mit den Öffentlich-Privaten Partnerschaften haben wir einen vielversprechenden Weg eingeschlagen.“
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