Augsburg | 27.09.2009
Seit Mitte August, pünktlich zum Saison-Start in der 2. Bundesliga, verrichten acht Zu- und Abluftgeräte der Baureihe AT4 von AL-KO ihren Dienst in den zahlreichen Räumlichkeiten der neuen Augsburger Impuls Arena.
Die raumlufttechnischen Anlagen gehören zu den Herzstücken des Stadions und versorgen 630 Räume mit gefilterter und thermisch aufbereiteter Außenluft. Nicht nur die großen Spielerkabinen, auch die Business Lounge inklusive Cateringbereich sowie die Logen und viele weitere Räume werden belüftet und temperiert.
„Im Fokus der Projektleitung des FC Augsburg, vertreten durch das Ingenieurbüro Reisch aus Augsburg, stand vor allem das Thema Minimierung der Betriebskosten für die Augsburger Stadionbetreibergesellschaft“, so Benno Brandmayr vom Ingenieurbüro Reisch. Somit musste an die Energierückgewinnung vom Abluft- in den Zuluftkanal gedacht werden. „Bereits im Vorfeld simulierten wir den Einsatz der Anlage mit Hilfe einer Wirtschaftlichkeits-Berechnung (Simulation der Life-Cycle-Costs), um das System optimal an die Wünsche der Stadionbetreiber anzupassen“, erklärt Daniel Fischhaber, Marketingleiter der AL-KO Luft- und Klimatechnik. Und so kommt in der Arena nun eine hocheffiziente Energierückgewinnungstechnik durch sogenannte Rotationswärmetauscher zum Einsatz, welche die noch nutzbare Wärme- oder Kälteenergie aus dem Abluftstrang dem Zuluftstrang zuführen. Auf diese Weise können erhebliche Energiekosten zur thermischen Konditionierung der Zuluft eingespart werden. Die Geräte sind für eine Gesamtluftleistung von 284.500 Kubikmeter Luftmenge pro Stunde ausgelegt.
Doch das ingenieurstechnische Konzept ist weitreichender. So wird eine Netzersatzanlage - betrieben mit regenerativen Energieträgern wie Bio-Diesel - eingesetzt, um Strom zu erzeugen. Auch die thermische Energie des Erdreichs wird genutzt. Geothermische Rohrnetze heben das energetische Potential tieferer Erdschichten – die Temperaturdifferenz zur Oberfläche ist das Potential, um regenerative thermische Energie zu gewinnen - und versorgen die raumluft- und heiztechnischen Anlagen des Stadions. Dem zugrunde liegt ein Energiecontracting-Konzept zwischen dem Energieversorger und der Betreibergesellschaft der Impuls-Arena. Alle technischen Anlagen wurden daher durch den Energieversorger gestellt, auch die Wartung wird übernommen. Durch die nachhaltige Energieeinsparung werden die technischen Anlagen refinanziert und schließlich wird das Contracting-Konzept für den Energieversorger als auch für den Stadionbetreiber zur gewinnbringenden Situation. Alles in allem ein vorbildliches Energiekonzept in der Region Augsburg von großem öffentlichen Interesse und nicht minder großem Anteil an der CO2- Emissionsreduzierung in der Region Augsburg.
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