
8. Forum Zukunft Schwaben: Jürgen Schmid über die Fachkräftesicherung in Schwaben
Geschäftiges Treiben herrschte heute Morgen 9.30 Uhr in den Räumlichkeiten der IHK Schwaben. Das 8. Forum Zukunft Schwaben stand ganz unter dem Thema „Fachkräftesicherung – Der Weg in Schwabens Zukunft“.
Alle wichtigen Persönlichkeiten aus Wirtschaft, dem Bildungssektor und der Landespolitik waren der Einladung der IHK Schwaben und der HWK gefolgt: von Dr. Kurt Gribl über Prof. Gerd Finkbeiner (manroland AG), bis hin zu Martin Zeil (Bayerischer Staatsminister für Wirtschaft, Infrastruktur, Verkehr und Technologie).
„Es geht wieder aufwärts!“
Darüber waren sich alle Referenten einig. Dr. Andreas Kopton (Präsident der IHK Schwaben) eröffnete das Forum und betonte, dass auch in der Krise das Thema Fachkräftesicherung immer im Fokus des Interesses stand. Besonders die Aspekte Vereinbarkeit von Familie und Beruf, der demographische Wandel und Integration standen im Mittelpunkt seiner Ausführungen. Aber auch die Hochschulpolitik wurde eingehend erläutert. Kopton betonte, dass besonders die „Entwicklung von Konzepten, die eine Anrechenbarkeit und Durchlässigkeit von beruflicher und akademischer Bildung zu lassen“, der Unterstützung der Landesregierung bedarf.
Jürgen Schmid, Präsident der HWK, räumte mit den Vorurteilen auf, die im Zuge der Diskussion um den Fachkräftemangel immer wieder auftauchen. Weder Frauen, noch ältere Menschen seien ein Problem. Schmid: „Wir beklagen den Verlust von Wissen und Erfahrung, wenn ältere Menschen aus dem Beruf ausscheiden, aber wir unternehmen reichlich wenig und uns fehlen einfach die Phantasie und der Mut, wie wir dies ändern können.“
„Wachstumsbremse Fachkräftemangel lösen“
Dieser Herausforderung möchte sich Martin Zeil stellen. Bayern habe sich als besonders starker Wirtschaftsstandort erwiesen: In den letzten Jahren hat sich die Wirtschaftsleistung um 33 % gesteigert. Überdies hat sich auch Schwaben als besonders krisenfest erwiesen. Die Weichen für den Aufschwung sind dank der Unternehmer/Innen und Handwerker/Innen gestellt – sie haben qualifiziertes Stammpersonal erhalten. Jetzt gilt es die Weichen weiter auszubauen.
Bayerns Wirtschaftsminister Zeil fordert eine enge Verzahnung von Bildungssystem und Wirtschaft, ein besseres Ressourcen-Management und Integration: „Eine Gesellschaft darf keine Parallelgesellschaft dulden! Sie muss aber gleichzeitig bei Integrationsverweigerung einschreiten. Ernsthaftes und beharrliches Handeln sollten die Maxime sein und die nicht die schnelle Schlagzeile von morgen und übermorgen“, so Zeil weiter.
„Standort Schwaben sollte Wettbewerb um die besten Köpfe gewinnen“
Eine Studie der Hochschule Augsburg hat gezeigt: Für 45% der Unternehmer hat das Thema Fachkräftesicherung einen hohen Stellenwert. Allerdings haben über 65% der befragten Unternehmen keinen Ansprechpartner an der Universität. Wichtige Ziele sind deshalb: Humanressourcen zielgenau nutzen, duale Ausbildungsangebote erweitern sowie die Qualifizierungs- und Bildungsexpansion zu entwickeln.
Weitere Eindrücke vom Zukunftsforum erhalten Sie
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