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5. Bundeskongress Wärmepumpen auf der Renexpo Augsburg

Augsburg | 30.09.2009

Wärmepumpentagung Wärmepumpentagung

Vom Einfamilienhaus bis zur Fußballarena: „5. Bundeskongress Wärmepumpen in der Anwendung“ auf der Renexpo in Augsburg Wärmepumpen nutzen für das Heizen und die Warmwasser-Bereitung zu rund 75 Prozent den größten, allgemein zugänglichen regenerativen Energieträger: die in Luft, Erdreich oder dem Grundwasser gespeicherte Umweltwärme.

Mit einem Teil Antriebsenergie erschließt die Wärmepumpe rund drei Teile Umweltenergie – das ergibt 100 Prozent Wärme. Aufgrund dieser hohen Effizienz und der Nutzung erneuerbarer Energien ist das Thema Wärmepumpe seit Jahren auf der Renexpo, der Fachmesse für regenerative Energien, präsent.

Am Freitag fand dort der „5. Bundeskongress Wärmepumpen in der Anwendung“ statt. Die Teilnehmer – Architekten, Bauingenieure und Handwerker sowie Vertreter von Behörden – interessierten sich für Anlagenbeispiele sowie für die veränderten rechtlichen Rahmenbedingungen. So hat der Gesetzgeber die Anforderungen hinsichtlich der Energieeffizienz von Gebäuden zum 1. Oktober erheblich verschärft. Das Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz schreibt außerdem einen Mindestanteil von erneuerbaren Energien bei der Gebäudeheizung vor. Regelungen, die den Marktanteil der Wärmepumpe weiter steigern dürften.

Heute beträgt der Anteil dieses innovativen Heizsystems rund 30 Prozent bei Neubauten, in manchen Baugebieten entscheidet sich sogar schon jeder zweite Häuslebauer für eine Wärmepumpe, wie Paul Waning, Vorstandsmitglied der Lechwerke AG und Vorstandsvorsitzender des Bundesverbands Wärmepumpe, berichtete.

Weitere Vorträge befassten sich unter anderem mit Beispielen aus der Praxis, etwa der impuls arena: Zwei Großwärmepumpen versorgen das Fußballstadion mit Wärme und Kälte. Aufgrund dieses innovativen Konzepts ist die impuls arena bei der Versorgung mit Wärme und Kälte vielleicht das erste CO2-neutrale Sportstadion der Welt.

Weitere Vorträge befassten sich mit Fragen der Zertifizierung und Weiterbildung von Handwerksbetrieben, bei der Errichtung von energieeffizienten Gebäuden sowie deren Finanzierung und Förderung.