
Diversity Management Augsburg
In den Räumlichkeiten der Handwerkskammer für Schwaben suchen zahlreiche Vertreter aus Förderprogrammen und Wirtschaft nach Lösungen, um dem Fachkräftebedarf durch Arbeitnehmer mit Vielfalt zu begegnen. Verschiedene Arbeitsgruppen sollen regionale Konzepte entwickeln und Vorurteile abbauen.
Ein „brandheißes Thema“ nennt es Hans Peter Rauch, Vizepräsident der HWK Schwaben. Der Begriff steht für den Umgang mit Vielfalt innerhalb gesellschaftlicher Gruppen, im Speziellen aber für eine „bunte Mischung“ der Belegschaft. Förderbedürftig gelten neben Bürgern mit Migrationshintergrund, auch Menschen mit Behinderung, Ältere und Alleinerziehende. Besonders die Nachwuchsförderung liegt Rauch am Herzen. „Wir müssen traditionelle Wege verlassen, um an unseren Nachwuchs heranzukommen. Solche Bewerber dürfen nicht vorzeitig ausgeschlossen werden.“
Randstad GmbH bei „Search inside!“
Ein konkretes Beispiel gibt Eric Agbo, Geschäftsführer der InnoVision Concepts UG und Projektleiter des „Search inside!“ Projekts. Im Mittelpunkt steht dabei die Kooperation mit der Randstad GmbH, bei der unter anderem durch optimierte Einstellungs- und Personalbögen und durch Unterstützung bei der Anerkennung ausländischer Abschlüsse das ökonomische Potenzial der Vielfalt in Unternehmen genutzt werden soll.
Integration beginnt am Arbeitsplatz
Reiner Erben, Geschäftsführer der Integrationsprojekte „Tür an Tür“ bringt es bei dem Thema Kompetenzfeststellungsverfahren auf den Punkt: „Auch wenn die Qualifikationen eines Bewerbers nicht 1:1 passen, müssen eben Kompetenzen, zu den bereits erworbenen Zertifikaten, ergänzt werden. Ein Anerkennungsgesetz scheint dabei nötiger, als je zuvor.
Projekte setzen Zeichen
Michael Behling und Jochen Kundinger, beide von der Förderagentur Augsburg, stellen die Projekte „Berufschancen mit Kind, Berufschancen für Alle“, sowie „Austausch-Augsburg-Ausland“ vor. Ersteres kümmert sich um die Reintegration von Alleinerziehenden ins Berufsleben, wohingegen „Austausch-Augsburg-Ausland“ versucht, Jugendlichen und Jungakademikern den Einstieg in den Arbeitsmarkt durch Auslandspraktika zu erleichtern.
Thema muss stärker diskutiert werden
Ein fertiges Konzept werden die Teilnehmer nicht finden können. Dennoch sehen alle die Veranstaltung als wichtiges Mittel, um mehr auf das Thema aufmerksam zu machen. Die Dringlichkeit sei vielen noch nicht bewusst, so Matthias Garte, Koordinator der Fachstelle Integration bei der Stadt Augsburg. In Arbeitsgruppen sollen Ansätze, die in der Bundesrepublik bereits Anwendung finden, auf die Region zugeschneidert werden.
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