Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)

„FISnet“ erhöht Augsburger Lebens- und Arbeitsbedingungen

Augsburg | 06.05.2015

Das Modellprojekt „FISnet“ wird von Politik, Wissenschaft und Wirtschaft umgesetzt. Foto: Universität Augsburg
Das Modellprojekt „FISnet“ wird von Politik, Wissenschaft und Wirtschaft umgesetzt. Foto: Universität Augsburg

„Gesund und selbstbestimmt ins Alter“ – Wissenschaftler, Unternehmer, Dienstleister und Politiker in Augsburg und Schwaben gestalten die Dienstleistungsregion von morgen. Das regionale Modellprojekt „FISnet – Flexible individualisierte Service-Netzwerke“ soll starten.

von Alexandra Hetmann, Online-Redaktion

„Gesund und selbstbestimmt ins Alter“ – so lautet das Motto des bundesweit geförderten Modellprojekts „FISnet – Flexible individualisierte Service-Netzwerke“. Dieses Verbundprojekt ist mit einer Laufzeit von vier Jahren in der Region Augsburg und Schwaben gestartet. Insgesamt soll das Projekt vom 1. November 2014 bis zum 31. Oktober 2018 realisiert werden. Das Projektvolumen beträgt 6,4 Millionen Euro. 74 Prozent, das heißt 4,8 Millionen Euro davon werden durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert. Projektträger ist das „Projektträger im Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (PT-DLR)“. Dieses setzt verschiedene Projekte für deutsche Ministerien um – wie jetzt das „FISnet“.

Partner von „FISnet“ wollen nachhaltige Modelle für ältere Menschen entwickeln

„Es geht uns insbesondere um Menschen zwischen 55 und 75 Jahren. In dieser Lebensphase treten erhöht Gesundheitsrisiken auf, gleichwohl wollen die Menschen bis ins hohe Alter aktiv und selbstbestimmt leben. Unser Ziel ist es, gemeinsam mit unseren Partnern Lösungen zu entwickeln, die zukünftig besser auf die unterschiedlichen Bedürfnisse und Ansprüche der Menschen in dieser Lebensphase abgestimmt sind“, so Prof. Dr. Werner Schneider, Verbundkoordinator des Projekts an der Universität Augsburg. Im Verbundprojekt haben sich 27 Partner aus Wissenschaft, Wirtschaft, Politik, Verwaltung, Medizin, Bildung und bürgerschaftlichem Engagement zusammengeschlossen. Sie wollen zusammen nachhaltige Modelle entwickeln, die dann auch in anderen Regionen Deutschlands zur Anwendung kommen sollen.

Vielvältiger Nutzen von „FISnet“ für die Zukunft

Stellvertretend auch für die anderen Partner im Projekt betonen die Unternehmensvertretungen den vielfältigen Nutzen des Projekts, den sie in den kommenden Jahren für ihre Organisationen erwarten. Die Volkshochschulen Aichach-Friedberg und Augsburg sowie das Berufsbildungszentrum (BBZ) Augsburg streben eine Erweiterung des Dienstleistungsangebots an. Die Stadtsparkasse Augsburg möchte eine ganzheitliche Kundenberatung in ihr Angebot implementieren. Das eigene Unternehmen als attraktiven Arbeitgeber bis zum Übergang in die Nacherwerbsphase ausgeben, ist das Ziel des Klinikum Augsburgs, von der manroland web systems GmbH, dem Landratsamt Augsburg sowie dem Amt für Grünordnung der Stadt Augsburg. Das Institut für Sozialwissenschaftliche Forschung in München, die INIFES gGmbH aus Stadtbergen sowie die Hochschulen für angewandte Wissenschaften Neu-Ulm und Kempten sind ebenfalls Partner.

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Stadt und Landkreis Augsburg unterstützt aktiv Lebens- und Arbeitsqualität

Angesichts des demographischen Wandels ist es uns ein großes Anliegen, die Lebens- und Arbeitsqualität in unserer Region zu erhalten und nachhaltig zu stärken. Das können wir nur gemeinsam im Verbund erreichen“, so Landrat Martin Sailer. Dr. Stefan Kiefer, Dritter Bürgermeister und Leiter des Referats für Soziales, Jugend und Familie der Stadt Augsburg, ergänzt: „Die Stadt Augsburg beteiligt sich in vielfältiger Weise an diesem Projekt. Wir freuen uns besonders auf die wissenschaftliche Begleitung des auch in der Stadt Augsburg wichtigen Themas des demographischen Wandels. Deshalb möchten wir überall dort mitwirken, wo die Weichenstellungen für die Umsetzung der Modelle gelegt werden müssen. Ich freue mich auf eine gute und intensive Zusammenarbeit mit allen Partnern in den nächsten vier Jahren“.

Zur Entstehung von „FISnet“

Das Modellvorhaben wurde in einem bundesweiten Wettbewerb aus insgesamt 78 Bewerbern neben vier weiteren Projekten und als einziges in Bayern vom BMBF im Rahmen des Förderschwerpunkts „Gesundheits- und Dienstleistungsregionen von morgen“ (GeDiReMo) ausgewählt. Während des Verbundprojekts werden passende präventive Gesundheitsmaßnahmen entwickelt und in Form vernetzter „Dienstleistungspakete“ in den beteiligten Unternehmen und öffentlichen Einrichtungen der Region umgesetzt. Parallel dazu werden innovative Modelle zur Koordination von kooperativen Dienstleistungsnetzwerken entworfen und erprobt. Es ist von großer Bedeutung, den Zeitraum vor und nach dem Erwerbsaustritt gesundheitserhaltend zu gestalten. Hierdurch sollen der durchschnittlich gute Gesundheitszustand und die aktive gesellschaftliche Teilhabe am Ende des Erwerbslebens bis ins hohe Alter für möglichst viele Menschen erhalten bleiben.

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