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„Arbeitsmarkt in Bayern erstaunlich gut in Schuss“

Augsburg | 01.04.2010

Bertram Brossardt
Bertram Brossardt

Die Bundesagentur verkündet eine positive Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt. Trotzdem sieht die vbw noch keinen Anlass für eine vorzeitige Entwarnung.

„Der bayerische Arbeitsmarkt ist erstaunlich gut in Schuss“, so Bertram Brossardt, Hauptgeschäftsführer der vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. Angesichts der Betroffenheit Bayerns durch die Wirtschaftskrise sei dies beachtlich. „Die gute Entwicklung ist ganz wesentlich den Anstrengungen der bayerischen Unternehmen zu verdanken, die viele qualifizierte Mitarbeiter gehalten haben und deshalb gut gerüstet für den Start nach der Krise sind“, kommentierte Brossardt den Rückgang um 14.000 Arbeitslose in Bayern, den die Bundesagentur für Arbeit bekanntgegeben hat.

Vorsichtiger Optimismus

Viele Indikatoren, so Brossardt, ließen hoffnungsvoll in die Zukunft blicken: „Der Anstieg des Beschäftigungsindex der Bundesagentur liegt nun wieder auf dem Niveau vom Frühjahr 2006, der Startphase des vergangenen wirtschaftlichen Aufschwungs. Die Zahl der offenen Stellen in Bayern ist innerhalb eines Monats um 3.500 auf 56.500 gestiegen, was zeigt, dass die Unternehmen mit vorsichtigem Optimismus in die Zukunft blicken und deshalb verstärkt nach Arbeitskräften suchen.“ Erfreut äußert er sich darüber, dass auch die Chancen von Älteren und Jugendlichen auf eine Stelle gestiegen seien. Die Arbeitslosigkeit der 50- bis 65-Jährigen sei beispielsweise mit einem Rückgang von 6,4 Prozent weiterhin einer der niedrigsten Werte in Deutschland.

"Politik darf nicht nachlassen"

Trotzdem sei es noch zu früh, Entwarnung zu geben. Der positive Trend am Arbeitsmarkt muss sich zunächst verfestigen. „Die Unternehmen müssen sich jetzt mit ihren Produkten und Wertschöpfungsketten auf die veränderte internationale Nachfragestruktur einstellen. Jetzt wird über die Arbeitsplätze der Zukunft entschieden“, so Brossardt weiter. Daher dürfe die Politik nicht nachlassen, weiterhin alle Gestaltungsmöglichkeiten zur Sicherung von Wettbewerbsfähigkeit und Arbeitsplätzen auszuschöpfen. „Es muss jetzt die Entscheidung getroffen werden, die Lohnzusatzkosten langfristig stabil unter 40 Prozent zu halten“, sagte er. Außerdem müsse den Unternehmen in einer Aufschwungphase der Zugang zu Kreditmitteln erleichtert und das Steuerrecht weiter entbürokratisiert werden.
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