Forstgemeinschaft Friedberg

Staatsminister Brunner in Friedberg

Aichach-Friedberg | 23.11.2010

Staatsminister Helmut Brunner
Staatsminister Helmut Brunner

Staatsminister Helmut Brunner gratulierte der Forstbetriebs-Gemeinschaft Friedberg e.V. zum 40 jährigen Jubiläum in Dasing.

Brunner gratulierte der Forstbetriebs-Gemeinschaft Friedberg im Namen der Bayerischen Staatsregierung. Brunner betonte wie wichtig die Arbeit der Forstbetrieb sei. „Partner und Dienstleister für die Waldbesitzer, Bindeglied zu den Sägen und immer öfter auch Ansprechpartner für die Bevölkerung“, so charakterisierte Brunner die Forstbetriebe.

Wertschöpfung

„Unsere Wälder prägen das Gesicht des Freistaats“, so Brunner. Bayerns Gesellschaft profitiert von den vielfältigen Schutz- und Erholungsfunktionen der Wälder. Sie bieten Rückzugsräume für Tiere und Pflanzen und sind ein umweltfreundlicher Rohstoff. Die Grundlage für die Wertschöpfung und neue Arbeitsplätze. Wie Brunner hervorhob, ist der Wald in Bayern nicht nur ein Teil einer attraktiven Landschaft, sondern ein entscheidender Standort-Faktor!

Forst, Holz- und Papierbranche

Die Forst-, Holz- und Papierbranche zählt zu den fünf wichtigsten Wirtschaftszweigen. Natürlich ist die Finanz- und Wirtschaftskrise auch an der bayerischen Forst- und Holzwirtschaft nicht spurlos vorübergegangen, wie Brunner anmerkte. Mit einem Gesamtumsatz von rund 37 Milliarden Euro und rund 190 000 Beschäftigten ist und bleibt sie aber nach wie vor eine Schlüsselbranche – gerade im ländlichen Raum.

Leistungen der Waldbesitzer

Die Bewirtschaftung der Wälder schafft die Grundlage und Voraussetzung für eine leistungsfähige Forst- und Holzwirtschaft und für stabile und gesunde Wälder. Über die Hälfte unserer Wälder liegt in den Händen privater Eigentümer – und das oft seit Generationen.

Klimawandel

Auch wenn es unterschiedliche Meinungen zur Geschwindigkeit und Intensität des Klimawandels gibt: „Alle Experten sind sich einig, dass der Wald einer der Hauptbetroffenen ist“, betonte Brunner. Dabei können wir auch aus der Finanzkrise lernen: Diejenigen, die bei ihrem Vermögen auf „emischte Karten" gesetzt haben, wurden meist nicht so hart getroffen. Nicht zuletzt sind Mischbestände auch finanziell interessant. Auch unsere heimischen Holzarten unter-liegen immer wieder Modetrends. Wer auf deshalb auf Vielfalt beim Waldbau setzt, kann auch vielfältige Qualitätshölzer anbieten. Ein „ohlsortiertes Waren-lager" im Wald ist aktueller denn je.

Förderung vom Staat

Mit Hilfe finanzieller Förderung ist es in den letzten zwei Jahren schon gelungen, den Umbau von 14 000 Hektar aktiv anzustoßen. Die Investitionen der Waldbesitzer und des Freistaats Bayern in die Misch-wälder der Zukunft sind beträchtlich.

Nachhaltige Forstwirtschaft

Nachhaltige Forstwirtschaft setzt auf Multifunktionalität. „Naturnahe Forstwirtschaft, wie wir sie betreiben, verbindet in vorbildlicher Weise ökonomische, soziale und eben auch ökologische Belange“, so Brunner. Immer mehr Waldbesitzern fehlt die nötige Zeit, die entsprechende Ausrüstung oder das wald-bauliche Wissen, um ihre Wälder ohne fremde Hilfe zu bewirtschaften.

Forstliche Zusammenschlüsse

Hier kommt unseren Zusammenschlüssen – wie der FBG Friedberg – eine wachsende Bedeutung zu. Ihnen muss es gelingen, möglichst viele Waldbesitzer, die nicht mehr im Stande sind, sich um ihre Flächen zu kümmern, für Waldpflege- und Nutzungsverträge zu gewinnen. Insgesamt hat der Freistaat 2009 und 2010 dafür rund sechs Millionen Euro bereitgestellt. „Unsere Forstwirtschaft und der Wald brauchen Menschen mit Mut und Vertrauen in die eigene Leistungsfähigkeit, Innovationskraft und die Bereitschaft sich fortzubilden. Die Mitglieder der FBG Friedberg, haben das erkannt“ freute sich Brunner.

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