Aichach-Friedberg | 21.12.2010
Die frisch eröffnete Linie 6 hat immer noch mit Startproblemen zu kämpfen. Die Stadtwerke haben die anfänglichen Kinderkrankheiten langsam im Griff.
Der heftige Schneefall führt häufig zu Verspätungen. Bis die Ampeln auf der Strecke nach Hochzoll abgestimmt sind dauert es laut Augsburger Allgemeine noch ein paar Wochen. Das Problem am Königsplatz lässt sich noch nicht so schnell lösen. Der verzögerte Umbau des Königsplatzes macht hier der Linie 6 zu schaffen.
Viele Verzögerungen
Die Stadtwerke hatten den Fahrplan so gelegt, dass die Linien 3 und 6 sich immer um zwei Minuten verpassen. Dadurch sollte eine Überlastung vermieden werden. Leider können sich die Trams 3 und 6 nicht so exakt an diese Vorgaben halten. Deshalb kommt es oft zu Verzögerungen.
Zu lange Taktung
Die neue Linie 6 und auch die Busverbindung 102 nach Kissing und Mering, steht bei den Fahrgästen enorm in der Kritik. Wie die Augsburger Allgemeine mehrfach berichtete, erleben die Fahrgäste den Zustand aktuell als enorme Verschlechterung. Die längere Taktung des Buses führt zu langen Wartezeiten und einer schlechten Anschlussverbindung.
Härtetest bestanden
Den Härtetest am vergangenen Samstag: FCA Spiel und Weihnachtseinkäufe hat die Straßenbahn gut überstanden. Nur ein Unfall warf die Linie 6 am Samstagabend aus dem Konzept. Die Stadtwerke-Mitarbeiter schoben einige Zusatzschichten um den Andrang am vergangenen Samstag zu bewältigen.
Das Warten in der "Prärie" ist unzumutbar
Zugige Haltestelle: Laut Augsburger Allgemeine stößt das Umsteigen in Friedberg-West auf Kritik der Fahrgäste. Am Park-and-ride-Platz in Friedberg-West herrschen eisige Temperaturen. Aus der Linie 6 steigen Pendler aus und warten auf den Stadtbus, der sich nach Friedberg befördern soll. Doch das kann dauern. Denn ein direkter Anschluss mit der Linie 200 klappt nur vereinzelt.
Auch Informationen sind Mangelware
Auf der Digitalanzeige leuchten nur die Abfahrtszeiten der Linie 6 auf. Wann die Bus Linie 200 eintrifft oder geschweige denn abfährt bleibt ein Rätsel. Bei diesem Chaos ist es reine Glückssache, ob es mit dem Umsteigen klappt. Zwar kommt der Bus in der Hauptverkehrszeit alle 15 Minuten. Tagsüber zwischen 8 und 15 Uhr jedoch nur jede halbe Stunde. „Ich dachte, wir hätten direkten Anschluss, doch der Bus ist uns gerade vor der Nase weggefahren“, kritisiert eine Carola Lorenz. Jetzt muss sie warten, bis der nächste kommt. Es sei ärgerlich, wenn der Stadtbus nicht auf die Pendler aus der Anschlussbahn warte, findet Lorenz: „Mit dem 36er Bus war's besser.“
Fahrgäste bemängeln unzureichenden Schutz vor Kälte an der Haltestelle
Laut Augsburger Allgemeine dient nur ein Glasdach ohne durchgehende Seitenwände als Unterstand. Die Fahrgäste, die auf den 200er Bus zur Innenstadt warten müssten, sind den winterlichen Temperaturen auf dem offenen P-&-R-Platz schutzlos ausgesetzt.
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