IHK Schwaben

IHK-Vizepräsidenten ziehen positive Bilanz

Aichach-Friedberg | 20.12.2011

IHK Schwaben, Foto: B4BSCHWABEN
IHK Schwaben, Foto: B4BSCHWABEN

Obwohl Steigerungen der Kosten einigen Unternehmen zu schaffen machen, kann man mit den wirtschaftlichen Entwicklungen zufrieden sein. Die Wirtschaftsvertreter der IHK ziehen daher eine insgesamt positive Bilanz für 2011.

Die Vorsitzenden der IHK-Regionalversammlungen Augsburg Stadt, Augsburg-Land und Aichach-Friedberg geben einen Rück- und Ausblick für den Wirtschaftsraum Augsburg. Es äußerten sich Ernst Holme, Ulrich Humbaur und Herbert Scheel. Zudem beurteilten Vizepräsidenten der IHK Schwaben die Entwicklungen im Wirtschaftsraum Augsburg. „Über alle Branchen hinweg können wir zufrieden sein. Die Geschäftslage wird als überwiegend positiv eingestuft“, so Ulrich Humbaur. „Doch die Dynamik des Wachstums hat, wie leider zu erwarten war, etwas nachgelassen“, ergänzt Scheel. „Die hohen Kosten-Steigerungen machen den Unternehmen zu schaffen. Das gilt für Waren, Betriebsmittel und Personal.“

Der AUGSBURG Innovationspark bündelt Innovationskraft

Zentrales Thema der drei IHK-Regionalversammlungen im Wirtschaftsraum Augsburg war der AUGSBURG Innovationspark. Holme: „Wir können nicht billiger produzieren als unsere Wettbewerber in Asien. Also müssen wir besser, innovativer sein. Der AUGSBURG Innovationspark ist der Ort, an dem wir unsere Innovationskraft optimal bündeln können.“ Vier von zehn Arbeitsplätzen im Wirtschaftsraum Augsburg, so auch im Landkreis Aichach-Friedberg, hängen an der Produktion. Trotz der enormen Bedeutung dieser Branche sieht Scheel den Nutzen des AUGSBURG Innovationsparks nicht ausschließlich bei der produktions-orientierten Wirtschaft. „Wir reden heute nicht mehr von einzelnen Produkten, sondern von hybriden Wertschöpfungs-Ketten. An diesen partizipieren verschiedene Branchen. Hierzu gehören sowohl unternehmensnahe Dienstleistungen, Finanzwirtschaft als auch die Logistik. Indem wir die Innovationskraft unseres Produktions-Standortes stärken, stärken wir die Wettbewerbs-Fähigkeit unserer ganzen Region.

IHK-Jahresthema 2011: Energie zu bezahlbaren Preisen

Im Januar 2011 hatte das Präsidium der IHK Schwaben das Thema „Energie zu bezahlbaren Preisen für die bayerisch-schwäbische Wirtschaft“ zum Jahresmotto bestimmt. Die IHK versucht konstruktiv die Energiewende zu begleiten. Gleichzeitig weist die IHK auf Risiken wie steigende Strompreise und Versorgungs-Sicherheit hin. Nach den Personal- sind die Energie- und hier insbesondere die Stromkosten in der Regel der zweitgrößte Kostenfaktor produzierender Unternehmen. Eine Umfrage der IHK Schwaben lieferte im Juli 2011 ein ernüchterndes Ergebnis: Eine Stromkosten-Steigerung von 20% wird bei 33% der befragten Unternehmen ein Überdenken des momentanen Standorts für die Produktion auslösen. Durch eine Stromkosten-Steigerung wird die Wettbewerbs-Fähigkeit stark eingeschränkt. Energieeffizienz-Maßnahmen können Unternehmen helfen, die benötigte Strommenge und damit die Kosten zu reduzieren. Die IHK Schwaben steht Unternehmen hier beratend zur Seite. Unter anderem als Regionalpartner der KfW bei der Vermittlung des Förderprogrammes „Sonderfond Energieeffizienz“.

IHK-Jahresthema 2012: Handel im Wandel

Das Jahresthema 2012 der IHK Schwaben lautet „Handel im Wandel“. Das bekannte, alte Sprichwort ist von größter Aktualität. Hierzu gehört die unaufhaltsame Entwicklung im Bereich E-Commerce. Auch die stark frequentierten Social Media-Plattformen im Internet werden behandelt. Beide Veränderungen wirken sich auf das Verbraucher-Verhalten aus. Die IHK Schwaben wird hierzu Informations-Veranstaltungen anbieten. Außerdem gibt sie Hilfestellungen für Unternehmen, auch im Landkreis Aichach-Friedberg.

Politische Rahmen-Bedingungen sind ein zentrales Thema

Wichtig sind den IHK-Regionalvorsitzenden politische Rahmen-Bedingungen. Diese machen das Gesamtinteresse der Wirtschaft und damit die Grundlage eines leistungsfähigen Staates sichtbar. Humbaur: „Dazu zählen auch infrastrukturelle Maßnahmen. Hier sind wir mit dem Baubeginn der A8 Richtung Westen und dem Stuttgart 21-Volksentscheid zwei wesentliche Schritte weitergekommen.“ Holme nennt als weiteres IHK-Ziel die Stärkung der Interessen der Familien-Unternehmen, auch im Landkreis Aichach-Friedberg. Auch die Optimierung der Rahmen-Bedingungen für diese ist ihm ein wichtiges Anliegen.

„Weihnachtsbotschaft“ der IHK-Vertreter

Abschließend merken die IHK-Vertreter in ihrer „Weihnachtsbotschaft“ an: Wir werden auch weiterhin zukunftsweisende Themen aufgreifen. Gleichzeitig werden wir Konzepte für eine erfolgreiche Weiterentwicklung unseres Wirtschaftsraumes umsetzen. Die IHKs schließen mit den besten Wünschen für ein gutes neues Jahr, für Gesundheit und wirtschaftlichen Erfolg.

www.schwaben.ihk.de

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