Aichach-Friedberg | 14.09.2010

Endlich: A8-Ausbau kann beginnen
Die Spitze der IHK-Regionalversammlung Aichach-Friedberg hat die Forderung nach einer B-300-Nordumfahrung für Friedberg bekräftigt. Die massive Ablehnung einer Umgehungs-straße durch CSU-Politiker aus Friedberg und Augsburg sei nicht nachvollziehbar.
Auch die vorgeschlagene Verlagerung des Verkehrs auf die Autobahn A 8 entschärfe nicht die Situation an der B 300 in Friedberg selbst, erklärte der Regionalvorsitzende und IHK-Vizepräsident Herbert Scheel.
Nordumfahrung von Friedberg
Scheel und sein Vize Karl Moser verwiesen auf den Beschluss der IHK-Regional-versammlung vom Juli für eine Nordumfahrung Friedbergs und eine möglichst direkte Verknüpfung der B 300 mit der Schleifenstraße in Augsburg. Damals hatten die Unternehmer die Politiker aufgerufen, sich noch stärker für das Projekt einzusetzen und insbesondere dafür zu sorgen, dass die B 300 in Friedberg wieder in den „vordringlichen Bedarf“ des Bundesverkehrswegeplans aufgenommen wird.
B 300 ist wichtige Zubringerstraße
Scheel und Moser stellen fest, die B 300 diene innerhalb des Landkreises zwischen Aichach und Friedberg sowie des Südostens auch als wichtige Zubringerstraße. Diese Fahrten sowie der Quell- und Zielverkehr südlich der A 8 ließen sich aber kaum von der B 300 auf die Autobahn verlagern. Der Vorschlag der CSU-Stadtratsfraktion Friedberg sowie von CSU-Politikern aus Augsburg-Lechhausen und von Friedberger Bürgerinitiativen, die Autobahn A 8 als „große Nordumfahrung“ zu nutzen, werde deshalb nicht den erhofften Effekt bringen. Die Mehrzahl der ortskundigen Autofahrer werde weiter die B 300 nutzen und sich nicht von einer geänderten Beschilderung auf die Autobahn bringen lassen.
Der Verkehr auf der B 300 in Friedberg werde sich nach Fertigstellung der AIC 25neu nicht mehr in größerem Umfang verringern lassen. Insofern bestehe die Gefahr, dass die „Abstufung“ der Bundesstraße eine eher symbolpolitische Aktion ohne nennenswerte Entlastung der Bevölkerung werde.
Politisch „pikant“ sei überdies, dass Augsburger CSU-Politiker relativ unverblümt die Verringerung der Kapazität der Friedberger Straße durch den Bau der Straßenbahnlinie 6 nun als Begründung für ihren Vorstoß gegen eine Nordumfahrung für Friedberg heranzögen, während sie früher Warnungen vor einer drohenden Reduzierung der Leistungsfähigkeit dieser Straße stets zurückgewiesen hätten.
IHK will die Nordumgehung
Die IHK-Regionalversammlung Aichach-Friedberg unterstützt ausdrücklich die bisherigen Planungen des Staatlichen Bauamtes Augsburg hinsichtlich der Trassierung der Nordumgehung und der Einhaltung der notwendigen Abstände und der Schallpegel gemäß der vorliegenden Unterlagen.
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