Aichach-Friedberg | 20.12.2010
Bisher gehörte der Milchwerkkamin zum Aichacher Stadtbild. Es waren 2,1 Kilogramm Sprengstoff nötig um das Traditionsbauwerk zu sprengen.
Seit den 60er Jahren gehörte der Milchwerkkamin zum Stadtbild von Aichach. Am Samstag den 18.12.2010 beendete ein lauter Knall die Geschichte des Milchwerkkamins. Die Sprengmeister benötigten 2,1 Kilogramm Spezialsprengstoff um den Milchwerkkamin zum fallen zu bringen. Dieses Schauspiel wollten sich viele nicht entgehen lassen. Die Polizei schätzte, dass rund 1000 Schaulustige die Sprengung des Milchwerkkamins gesehen haben.
Ein Stückchen Ziegel als Erinnerung
Um 14 Uhr war es dann soweit. Die Sprengung des Milchwerkkamins konnte beginnen. Es dauerte nicht lange bis das Traditionsbauwerk, der Milchwerkkamin, nach der Sprengung in Trümmern lag. Von dem Ziegelbauwerk blieb nur ein Haufen Schutt übrig. Die Sprengmeister waren zufrieden. Es gab keinerlei Zwischenfälle bei der Sprengung. Alles lief wie geplant. Kurze Zeit nach der Sprengung des Milchkaminwerks machten sich die ersten Zuschauer auf zum übriggebliebenen Ziegelhaufen. Jeder wollte ein Stück des Milchkaminwerks ergattern um eine Erinnerung an das Traditionsbauwerk zu haben.
Polizei, Feuerwehr und Rotes Kreuz im Einsatz
Rund um die Sprengung gab es viel zu tun. Bereits 45 Minuten vor der Sprengung sperrte die Polizei aus Aichach das Gelände rund um den Milchwerkkamin ab. Neben der Polizei waren auch die Feuerwehr und das Rote Kreuz im Einsatz. Für Sicherheit rund um das Gelände des ehemaligen Milchwerks war also gesorgt.
Ein einmaliges Erlebnis das in Erinnerung bleibt
Während die Polizei das Gelände absperrte, fanden sich bereits die ersten Zuschauer ein. Alle waren gekommen um dieses Ereignis live zu erleben. Die Interessen waren verschieden. Manche wollten wissen, ob der Milchwerkkamin in die richtige Richtung fällt, andere wollten das letzte Mal ihren Milchwerkkamin sehen. Mit der Sprengung des Milchwerkkamins geht eine Ära zu Ende. Das Milchwerk gehörte nicht nur als Bauwerk, sondern auch als Unternehmen zu Aichach. Doch die Erinnerung an das Milchwerk wird bleiben. Das Gelände auf dem das ehemalige Milchwerk stand, soll den Namen Milchwerkgelände behalten. Und auch der Milchwerkkamin wird nicht in der Versenkung verschwinden. Ein Teil davon soll im Stadtmuseum aufbewahrt werden, damit die Geschichte um das Milchwerk nicht doch irgendwann verblasst.
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