Aichach-Friedberg | 16.11.2010

Foto: Google Maps, Augsburg Friedberg
Die Frage ob die ausgebaute Autobahn A8 als Nordumgehung für Friedberg genutzt werden kann wurde jetzt abgeblockt. Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer erteilt dem Vorschlag eine klare Absage.
Der Bund äußert sich mit Ramsauer ablehnend zur Nutzung der Autobahn A8 als Nordumfahrung für Friedberg. Diese Variante stellt keine brauchbare Alternative zur Entlastung von Friedberg dar. So äußerte sich Ramsauer in seinem Antwortschreiben an CSU-Landtagsabgeordneten Reinhard Pachner und Johannes Hintersberger.
CSU ist für die A8 Nordumgehung
Laut Augsburger Allgemeine wollen die CSU Landtagsabgeordneten Ramsauer noch persönlich überzeugen. Ramsauer wird zur Verkehrsfreigabe der A8 im Dezember in die Region kommen. Friedberg und Augsburgs CSU sehen in dem Projekt Nordumfahrung Friedberg eine „machbare und schnell umsetzbare Lösung“, wie die Augsburger Allgemeine berichtet. Die B300 soll probeweise zwischen Dasing und Augsburg-West auf die Autobahn umgelegt werden. Die B300 wird dann von Augsburg-West über die B17 zur bestehenden B300 in Richtung Westen fortgeführt. Dies könnte eine Abstufung der B300 zur Staats- und Kreisstraße zwischen Dasing und Augsburg zur folge haben. Zudem könnten Verkehrsbeschränkungen an der B300 in diesem Beriech angebracht werden.
Entlastung der Innenstadt
Die CSU sieht in der Umlegung der B300 auf die A8 eine schnelle Möglichkeit die Innenstädte von Friedberg und Augsburg zu entlasten. Die Einsparung von Millionen und die Schonung einer hochwertigen Landschaft stehen als Vorteile im Raum. Ramsauer sieht jedoch in der Friedberger Nordumgehung einen wichtigen Bestandteil des Verkehrskonzepts der Region. Die B300 hat eine eigenständige Bedeutung für den Fremdenverkehr, wie Ramsauer betont. Eine Abstufung der B300 ist vom Bund daher nicht vorgesehen. Die Staatssekretäre Jan Mücke, Enak Ferlemann liegen mit Ramsauer auf einer Wellenlinie.
Nachhaltigkeit steht in Frage
Die Stadt Augsburg hingegen möchte die Bewohner von Hochzoll oder Lechhausen nicht mit einer Fortführung der B300 nach Westen belasten. Alternativ könnte der Verkehr von Dasing in Richtung Friedberg, über die Nordumgehung zur AIC 25 und dann wieder zurück auf die Autobahn gelenkt werden. Johannes Hintersberger, sieht in dieser Lösung jedoch weder die Nachhaltigkeit gewährleistet noch einen sinnvollen Aspekt.
Nachteil für das Augsburger Stadtgebiet?
Die Zustimmung zur Nordumgehung basiert, wie der Friedberger Stadtrat Thomas Kleist betonte, auf einer Fortführung der B300 durch das Augsburger Stadtgebiet. Diese Grundlage ist jedoch nicht mehr aktuell. Die CSU aus Augsburg und Friedberg will sich mit dem Schreiben von Ramsauer nicht zufrieden geben. Pachner kündigte der Augsburger Allgemeinen an, noch einmal auf den Minister Ramsauer zugehen zu wollen. Der Besuch von Ramsauer wird genutzt um vor Ort noch einmal eine Meinung einzuholen. Fraktionschef Kleist zeigt sich weiterhin optimistisch.
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