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Interview mit Dagmar Fritz- Kramer, Geschäftsführerin von Bau-Fritz

Gesunde Lebens-(T)räume

Dagmar Fritz- Kramer, Geschäftsführerin der Bau-Fritz GmbH & Co. KG in Erkheim, kann sich über die große Nachfrage an ihren wohngesunden Holzhäusern freuen! Im Gespräch mit der erfolgreichen Unternehmerin geht es um Gesundheit und Lebenswertes – Holzhäuser und das Allgäu gehören dazu!

Wie halten Sie sich eigentlich fit bei all dem Trubel?

Dagmar Fritz-Kramer: Der Sport kommt im Moment leider etwas zu kurz, aber mein Garten bietet am Abend und am Wochenende jede Menge Gelegenheit zur Bewegung – und sei es beim Unkrautjäten.

Welche Bedeutung hat das Thema „Gesundheit“ in Ihrem Leben?

Dagmar Fritz-Kramer: Gesundheit hat für mich höchste Priorität. Da unser Allgäu bereits ein hochgesundes Umfeld bietet, folge ich, wo immer es geht, dem Beispiel der Natur.

Wie macht sich das ganz praktisch in Ihrem Familienalltag bemerkbar?

Dagmar Fritz-Kramer: Unser Speiseplan besteht ausschließlich aus Biogemüse und Lebensmitteln aus der Region. Wir bewegen uns, so oft es geht, in der Natur. Außerdem bewohnen wir ein gesundes Baufritz-Haus und haben einen Garten mit heimischen Pflanzen.

Und die Kinder machen bei der gesunden Kost und Lebensführung mit?

Dagmar Fritz-Kramer (lacht): Natürlich, da bleibt ihnen gar nichts anderes übrig. Man kann eine Pizza ja auch mit ökologischen Zutaten backen, und Bewegung macht Kindern in jeder Form Spaß – am liebsten natürlich mit Gummistiefeln im Bach!

Spiegelt sich Ihre private Einstellung zu Gesundheitsfragen in Ihrer Firmenphilosophie bzw. in Ihren Häusern wider?

Dagmar Fritz-Kramer: Eine schwere Erkrankung meiner Mutter hat die Familie vor vielen Jahren nachhaltig geprägt. Die damaligen Erkenntnisse zu Baustoffen, deren Verarbeitung sowie die Verantwortung für unsere Nachkommen sind tief in der Firma und vor allem in den Mitarbeitern verankert.

Käufer von Baufritz Häusern können also, verkürzt gesagt, darauf vertrauen, dass sie künftig in „gesunden vier Wänden“ leben?

Dagmar Fritz-Kramer: Ja. Und durch eine standardisierte Schadstoffprüfung eines unabhängigen Instituts, noch vor dem Einzug geben wir unseren Kunden die notwendige Sicherheit dafür.

Was heißt das konkret, und was macht Ihre Häuser im Detail so „gesund“?

Dagmar Fritz-Kramer: Sämtliche verbauten Materialien – vom Werkstoff Holz über Elektrokabel und jeden Fußbodenbelag usw. – werden von uns auf mögliche Schadstoffe oder Emissionen in die Raumluft überprüft.

Dafür haben wir eine eigene Prüfkammer und ein Labor. Gleichzeitig achten wir bei jedem Detail darauf, dass keine Schäume, Kleber oder sonstige am Bau üblichen Materialien verwendet werden, die in der Bauphase oder danach Emissionen abgeben. 25 Baubiologen sorgen dafür, dass die Planung des Hauses nach baubiologischen Kriterien erfolgt. Dazu gehört sogar eine Grundstücksanalyse, wenn es der Kunde wünscht, oder die fachgerechte Planung eines allergikergerechten Hauses.

Wie sieht es mit der Umweltbilanz der von Ihnen gebauten Häuser aus?

Dagmar Fritz-Kramer: Der Rohstoff Holz ist einer der wenigen Baustoffe, der nachwächst, dabei noch schädliches CO2 aufnimmt und dann – falls nachhaltig verbaut – rückstandslos in die Natur zurücksinken kann. Gleichzeitig ist ein Holzhaus grundsätzlich ein Niedrigenergiehaus – mit passender Technik auch ein Passivhaus. Der Verbrauch der Nutzung ist unglaublich gering.

Bei ständig steigenden Lebenshaltungskosten wäre ein Haus, das im Unterhalt wenig kostet, doch ein Traum. Erfüllen Holzhäuser diesen Traum?

Dagmar Fritz-Kramer: Holzhäuser erfüllen heute schon die Energieeinsparanforderungen, denen sich andere Bausysteme erst noch stellen müssen. Außerdem ist eine Naturholzfassade mit unserer Silbergraulasur völlig wartungs- und pflegefrei.

Welche weiteren Vorzüge hat die Entscheidung für ein Holzhaus?

Dagmar Fritz-Kramer: Durch den sommerlichen Hitzeschutz unserer Hobelspänedämmung ist das Raumklima gerade in der heißen Jahreszeit unvergleichlich. Aber auch im Winter bietet ein Holzhaus spürbare Wohlfühlatmosphäre.

Kann man bei Ihnen auch individuelle Wünsche bei der Hausplanung einbringen oder bieten Sie ausschließlich Standardprodukte an?

Dagmar Fritz-Kramer: Jedes Baufritz-Haus wird individuell vom Architekten für den Kunden geplant. Standard ist bei uns jedoch in jedem Fall die Baubiologie, die in jeder Planung eine tragende Rolle spielt. Die gesetzlichen Grenzen für die Belastung durch Emissionen von Baustoffen sind wesentlich höher als die Vorgaben des baubiologischen Institutes in Neubeuern. Wir fühlen uns diesen baubiologischen Werten verpflichtet. Gleichzeitig berücksichtigt eine baubiologische Planung die Themen Elektrosmog im und ums Haus sowie auch Themen wie Radonbelastung oder magnetische Felder.

Baufritz Häuser gelten als hochpreisig – stimmt das und woran liegt das?

Dagmar Fritz-Kramer: Im Vergleich zu einem Ziegelbau mit Styropordämmung und eingeschäumten Kunststofffenstern bestimmt. Baubiologische Materialien, sorgfältig im Detail verbaut, kosten sicher mehr – den Mehrnutzen mag jeder selbst beurteilen.

Bei der heute geforderten beruflichen und regionalen Flexibilität – könnten Sie sich vorstellen, irgendwann ein mobiles Haus auf den Markt zu bringen?

Dagmar Fritz-Kramer: Solche Konzeptionen geistern immer wieder durchs Haus. Leider ist uns jedoch noch kein überzeugendes Konzept gelungen.

Und wie sieht es mit den künftig immer wichtiger werdenden Generationenhaus- oder Senioren- WG-Projekten aus?

Dagmar Fritz-Kramer: Wir planen im Moment eine Seniorenresidenz in England – mal sehen, ob’s was wird. Ein paar solcher Mehrgenerationen- und seniorengerechten Häuser, zum Beispiel mit eigenem Aufzug, haben wir schon realisiert.

Apropos „Generationen“: Inwiefern ist Ihr Vater noch in das Unternehmensgeschehen eingebunden?

Dagmar Fritz-Kramer: Er leitet bis Ende dieses Jahres noch einen Teil der Forschung und Entwicklung, scheidet jedoch zum Jahresende ganz aus.

Fällt es ihm schwer loszulassen?

Dagmar Fritz-Kramer: Nein, er möchte ja noch ein bisschen was von seiner Rente genießen.

Sie sprechen mit Allgäuer Akzent – welche Bedeutung hat für Sie, die Sie ja ein europaweit tätiges Unternehmen führen, das Allgäu?

Dagmar Fritz-Kramer: Es prägte und prägt mich weiterhin. Ich bin stolz, zu diesem tüfteligen, kreativen, naturverbundenen Völkchen zu gehören.