Urlaub & Freizeit | 10.11.2011

Zehn gute Gründe für Ulm und Neu-Ulm
WOW!-Redakteurin Nadja Ruranski lebt zwar nicht in Ulm oder um Ulm, aber um Ulm herum. Die gebürtige Schwäbin aus der Donau- Doppelstadt (Bayerische Seite!) ist stolz auf ihren Dialekt und kennt mindestens zehn gute Gründe für einen Besuch in ihrer Heimat.
1. Das Ulmer Münster
Mit 161,53 Metern der höchste Kirchturm der Welt und das Wahrzeichen der Stadt. Wer die 768 Stufen im Hauptturm hinaufsteigt, wird mit einem Blick über die ehemals freie Reichsstadt belohnt. Im Innern erwartet die Besucher ein besonderer Anblick: das berühmteste Chorgestühl der deutschen Gotik.
2. Das Rathaus
Besucher erkennen das Gebäude an seiner opulenten Bemalung. Ebenfalls ein Hingucker: die astronomische Uhr, ein Meisterwerk der Uhrmacherkunst. Im Treppenhaus kann man den Nachbau des Fluggerätes von Albrecht Ludwig Berblinger, des legendären „Schneiders von Ulm“, bewundern. Beliebter Treffpunkt ist der angrenzende Brunnen. Um diesen herum genießen die Gäste in einem der Cafés neben Gaumenfreuden das bunte Treiben.
3. Die Altstadt
Zu einer Reise in die Vergangenheit lädt ein Abstecher ins Fischerviertel ein. Idyllisch an der Mündung von Blau und Donau gelegen, gibt es liebevoll restaurierte Fachwerkhäuser. Mit ihren verwinkelten Gassen vermittelt die Altstadt einen Eindruck mittelalterlichen Lebens. Die Lochmühle, das Gerberhaus oder das Zunfthaus der Schiffsleute werden heute gastronomisch genutzt. Ein Bummel ist Pflicht.
4. Das schiefe Haus
Heute ist das Gebäude aus dem 14. Jahrhundert ein Hotel, das als schiefstes der Welt gilt. Die acht mit viel Fingerspitzengefühl in das alte Haus gebauten, modern eingerichteten Zimmer haben Niveauunterschiede bis zu 40 Zentimeter, weshalb ans Kopfende der Hotelbetten Wasserwaagen eingebaut wurden, um dem Gast zu demonstrieren, dass er waagerecht liegt.
5. Die Stadtmauer
Als Bollwerk gegen feindliche Armeen errichtet, ist die Stadtmauer heute ein Promenadenweg, der entlang der Donau von der Bastion Lauseck am Fischerund Gerberviertel, vorbei am Metzgerturm und am Schiffsanleger sowie am Rosengarten bis zur Friedrichsau, der grünen Lunge Ulms, führt. Entlang der Stadtmauer laden Cafés zum Verweilen ein.
6. Nabada
Ist schwäbisch für „Hinunterbaden“ und meint einen traditionellen Wasserumzug, der jedes Jahr am Schwörmontag stattfindet. Hunderte „Nabader“ befinden sich in der Donau, um auf selbst gebastelten Booten die Donau hinabzutreiben. Das Publikum feuert das Spektakel an: „Ulmer Spatza, Wasserratza, hoi, hoi, hoi.“
7. Die Friedrichsau
Die Parkanlage entlang der Donau bietet viel Platz zum Erholen. Mehrere Biergärten und Gaststätten bieten das ganze Jahr über Einkehrmöglichkeiten. Im Tiergarten Ulm mit Aquarium und Tropenhaus sind in fast 100 Einzelanlagen Tiere zu besichtigen. Von der Friedrichsau aus kann man auch kleine Schiffsrundfahrten auf der Donau unternehmen.
8. Kunsthalle Weishaupt
Eröffnet 2007, stellt der Kunstsammler und Unternehmer Siegfried Weishaupt hier seine gesammelten Werke der Öffentlichkeit vor. In der Sammlung tauchen Namen wie Mark Rothko, Andy Warhol oder Roy Lichtenstein auf.
9. Der Wasserturm
Der 1898 erbaute ehemalige Wasserturm ist mit seinen barock anmutenden Formen zu einem Wahrzeichen der Stadt Neu-Ulm geworden. Als Fundament dienen ehemalige Pulvermagazine der Bundesfestung.
10. Glacis Stadtpark
Kinder können auf einem Spielplatz mit Wasserspielen toben, und auch Erwachsene kommen hier auf ihre Kosten. Umgeben von Wasser liegt eine Bühne, auf der im Sommer viele Veranstaltungen stattfinden. Zudem befinden sich im Neu-Ulmer Glacis die Mauern der ehemaligen Bundesfestung. Ob nun Ulm oder Neu-Ulm, die Geschichte in der Donau-Doppelstadt ist überall spürbar und nicht nur einen Besuch wert.
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