
Holen Sie sich B4BSCHWABEN.de auf Ihr Smartphone.
Klicken Sie auf das Symbol zum „Teilen” in der Toolbar von Safari. Finden Sie die Option „Zum Home-Bildschirm”. Mit einem Klick auf „Hinzufügen” ist die Installation abgeschlossen! Schon ist die Website als App auf Ihrem iOS-Gerät installiert.
Nicht nur ältere Radsemester begeistern sich für die Extraportion Rückenwind aus der Steckdose. Ob morgens auf dem Weg ins Büro oder auf großer Tour zwischen Alpenvorland und Donau-Ries. Mit einem E-Bike liegt man voll im Trend und gelangt flott und doch ganz entspannt ans Ziel.
Eine steife Brise bläst von vorne ins Gesicht, die Straße schlängelt sich stramm bergauf, der Schweiß rinnt einem in Strömen über den Rücken. Und plötzlich rollt von hinten ein anderer Pedalritter fröhlich pfeifend heran und freundlich grüßend vorbei. Was auf den ersten Blick wie Zauberei wirkt, entpuppt sich bei genauerem Hinsehen als Triumph der Technik. Einer Technik, die immer mehr Anhänger findet. Einmal ausprobiert, gehen nur wenige wieder aus dem Sattel ihres E-Bikes. Folgerichtig haben mit elektrischer Antriebskraft unterstützte Fahrrä- der, auch Pedelecs genannt, in den vergangenen Jahren einen wahren Boom ausgelöst. Wurden 2007 in Deutschland lediglich 70.000 E-Bikes ver- kauft, so waren es 2010 bereits 200.000.
In diesem Jahr könnte die Zahl sogar bis auf 300.000 klettern. Nach Expertenmeinung wird bald jedes siebte Fahrrad mit elektrischem Kraftverstärker über die Radwege und Landstraßen der Republik rollen. Ein Grund dafür: die mittlerweile ausgereifte Technik – die leistungsfähigen Akkus reichen bis zu 100 Kilometer. Ein anderer: die zunehmende Bandbreite an unterschiedlichen Modellen und Ausführungen.
Vom komfortablen Citybike über das sportive Touren- und Trekkingrad bis hin zum stylischen Mountainbike wird heute die gesamte Palette angeboten. Auch in puncto Design und Lifestyle haben die E-Bikes mächtig aufgeholt. Dies rückt sie zunehmend ins Blickfeld einer jüngeren Zielgruppe.
E-Bike erobert das Donau-Ries
Beliebte Fahrradregionen wie das Donau-Ries haben den neuen Radtrend mittlerweile für sich entdeckt. Seit Mai 2011 ist der landschaftlich reizvolle Landstrich entlang der Donau, der Romantischen Straße und des Ries-Kraters nun offzielle E-Bike- Region. Und befindet sich damit in bester Gesell- schaft so beliebter Radurlaubsdestinationen wie dem Naturpark Altmühltal oder dem Bayerischen Wald. „Gerade dort, wo am Rande des Kraters die Landschaft hügelig wird, so manche Steigung auf die rund 90.000 Radler pro Jahr aus nah und fern wartet, können die E-Bikes ihre Muskeln spielen lassen“, unterstreicht Günther Zwerger, Geschäftsführer Ferienland Donau-Ries und selbst begeisterter Radfahrer die Vorzüge der neuen Generation von Fahrrädern. Ob auf dem jüngst erö/neten Radweg „Von Krater zu Krater“ oder über die Monheimer Alb: Der auf Knopfdruck abrufbare Rückenwind an Bord sorgt für ein ganz neues Fahrraderlebnis und ein paar zusätzliche Körner in den Beinen. „Da bleibt umso mehr Muße, auch bei langen Etappen quasi im Vorbeirollen die herrliche Na- turlandschaft zu genießen“, fügt er hinzu. Ermöglicht hat dies unter anderem die Lechwerke AG, die im Rahmen ihrer E-Mobility-Initiative als Kooperations- partner mit im Sattel sitzt.
LEW sei Dank: Eine REgion macht e-mobil
So soll nicht nur die Attraktivität der Region als Ziel für Radurlauber gesteigert werden, sondern ganz bewusst ein Bekenntnis zum Thema Elektromobilität abgegeben werden. „Wir als Energieversorger möchten Kommunen und Un- ternehmen beim Start in die Elektromobilität, die zu einer nachhaltigen CO2- Minderung beitragen wird, bedarfsgerecht unterstützen“, verdeutlicht Eckart Wruck, Projektleiter E-Mobility bei LEW. „Mit den E-Bikes wird das Thema für Jedermann zugänglich und hautnah erlebbar. So haben die Lechwerke in ihrem Einzugsgebiet seit Sommer 2010 neun Ladesäulen für Elektroautos in Be- trieb genommen. Das Engagement von LEW ermöglicht es außerdem Kom- munen und Tourismusverbänden, hochwertige E-Bikes ganz unkompliziert vor Ort zu testen. „Über unser „All-Inklusive-Paket“ können Gemeinden die E- Bikes für einen monatlichen Pauschalbetrag anmieten und dann im Anschluss an alle interessierten Radbegeisterten weitervermieten“, so Eckart Wruck. Die Nachfrage ist so groß, dass künftig auch in weiteren Städten, Kommunen und Gemeinden in Bayerisch-Schwaben Leih-E-Bikes an den Start gehen werden.
13 Mal "Umsteigen" aufs E-Bike
In der Region Donau-Ries gibt es derzeit insgesamt 13 Verleih- und Akku- wechselstationen. Der Mietpreis für ein Rad beträgt pro Tag zwischen 18 und 20 Euro. Ein Akkuwechsel unterwegs ist für fünf Euro möglich. In der Regel reicht eine Ladung für eine Strecke von 60 bis 80 Kilometern, abhängig natürlich vom Nutzungsgrad des elektronischen Unterstützungsmodus. Zusätzlich wurden in den LEW-Kundenforen in Donauwörth, Augsburg und Landsberg eigene Vermietstationen eingerichtet, an denen die LEW City E-Bikes oder die tourentauglichen E-Bikes vom Typ Berner Bergziege auf ihren Einsatz warten. Mit LEWtours bietet der Energieversorger gemeinsam mit dem Reiseunternehmen ATCTOURISTIC und der Firma Fahrräder Durz darüber hinaus mehrtägige, organisierte E-Bike- Pauschalreisen an.
Doppelter Spaß, halbe Kraft
Keine Frage: Die Extraportion Kraft aus der Steckdose ermöglicht einem breiten Personenkreis ein Raderlebnis mitten hinein in die Natur. Ganz egal, ob sie oder er endlich wieder mit den anderen Mitgliedern der Radelclique Tritt halten oder einfach den Aktionsradius erhöhen und auch einmal eine längere bergige Königsetappe problemlos meistern möchte. Spielt man ernsthaft mit dem Ge- danken, sich ein E-Bike anzuscha/en, dann gilt es auf einige Dinge zu achten. „Die Technik an sich ist kinderleicht zu bedienen“, erklärt Alexander Durz, Inhaber von Fahrräder und Gartengeräte Durz und seines Zeichens Fachmann für E-Bikes. „Für die Ak- tivierung der elektrischen Antriebskraft muss ledig- lich eine Taste gedrückt werden. Über eine weite- re Taste lässt sich dann der Grad an elektronischer Unterstützung regeln.“ Je höher dieser ist, umso schneller geht natürlich der Akku zur Neige. Bis dieser wieder vollständig aufgeladen ist, vergehen rund drei Stunden. Er kann aber auch kürzer an die Ladestation angedockt werden.
Durch die Stadt cruisen oder raus in die Natur
Vor dem Kauf muss sich der angehende E-Pedaleur über den bevorzugten Einsatzzweck klar werden: Soll es lieber das City E-Bike sein, das ideal für die Stadt und für kürzere Strecken auf Feld- und Wald- wegen ist? Mit seinem niedrigen Einstieg eignet es sich hervorragend auch für ältere Menschen.
Oder macht doch eher das sportive Touren-E-Bike Sinn, mit dem es auf die Langstrecke geht – oder das alternativ dafür sorgt, dass der tägliche Weg zur Arbeit während der Rush-Hour schnell und doch entspannt ohne nachfolgende Dusch-Hour absolviert werden kann? Wer es ganz individuell möch- te: Das Bergziege Baukasten-Konzept von Durz er- möglicht es jedem Käufer, sein Fahrrad individuell mit den fachkundigen Mitarbeitern zu planen und so ein E-Bike zu erhalten, welches in allen Belangen auf den Fahrer und dessen spezifische Bedürf- nisse maßgeschneidert ist.
Verkauf und Service aus einer Hand
Nicht nur aufgrund des höheren Preises – ein qualitativ hochwertiges E-Bike kostet je nach Ausführung zwischen 1500 und 2500 Euro – sollte man sich vorab unbedingt von einem echten Fachmann beraten lassen und verschiedene Räder Probe fahren. Was häufig vergessen wird: Schon beim Kauf sollte an den in der Folge regelmäßig benötigten Service gedacht werden. Nicht jeder, der einen herkömmlichen Fahrradservice durchführen kann, ist auch in der Lage, ein E-Bike fachgerecht zu warten oder zu reparieren. Aus diesem Grund zahlt es sich aus, sich einen Händler zu suchen, der E-Bikes nicht nur vertreibt, sondern bei dem man auch in puncto Service und Wartung in den besten Händen ist. So bleibt der Rückenwind aus der Steckdose auf lange Sicht ein willkommener Helfer. Und sorgt so maßgeblich dafür, dass für den Radbegeisterten im Sattel auch übermorgen noch gilt: doppelter Spaß bei halber Kraft.