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André Chénier wurde 1896 an der Mailänder Scala uraufgeführt. Gezeichnet vor dem Hintergrund der Französischen Revolution ist „André Chénier“ ein historisches Drama von brillanter Schärfe und eine menschliche Tragödie von erschütternder Intensität. André Chénier ist packend gleichermaßen als leidenschaftliches Liebesdrama und als historischer Krimi. Zentrale Gestalt der Oper ist der gleichnamige französische Dichter André Chénier, der in den Wirren der französischen Revolution vom glühenden Anhänger zum erbarmungslos Verfolgten wird. Am Ende wird André Chénier abgestoßen von den Exzessen der Gewaltherrschaft der Jakobiner, selbst auf der Guillotine endet.
Die Revolution zeichnet sich ab
Zu Beginn der Oper „André Chénier“ scheint die Welt des 18. Jahrhunderts noch in Ordnung: Die Aristokratie tanzt, und der junge Dichter André Chénier verkehrt erfolgreich in den prachtvollen Salons der Familie de Coigny. In die Tochter der Familie de Coigny Maddalena ist André Chénier leidenschaftlich verliebt. Doch die politische Lage ist angespannt, längst beginnt sich der Schein der Revolution am Horizont abzuzeichnen; bald wird er dem sorglosen Leben ein jähes Ende bereiten.
Nur die Liebe und der Tod
Fünf Jahre später tanzt niemand mehr. Paris zittert unter dem Regime Robespierres, die hochfliegenden Revolutionsideale Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit sind einer grausamen Gewaltherrschaft gewichen. Carlo Gérard, einst Diener der Familie Coigny und Chéniers Widersacher um die Liebe Maddalenas, ist zum Rädelsführer der Revolution aufgestiegen. Der Dichter André Chénier wird wegen seiner Kritik an Robespierres Schreckensherrschaft verfolgt. Und so geraten Chénier und Maddalena ins Räderwerk der Geschichte, und das Einzige, was von ihrer Freiheit bleibt, ist die Liebe. Und mit ihr die tragische Entscheidung für den gemeinsamen Tod auf dem Schafott.
Giordanos Musik trägt die Oper André Chénier
Giordanos Musik, getragen von jähzorniger Begeisterung und flammendem Überschwang der Gefühle, gipfelt in einer Hymne an die Brüderlichkeit, an die Liebe – und an die Befreiung durch den Tod. Giordano ließ in seine Musik historische Tänze und Märsche aus der Zeit vor der Französischen Revolution genauso einfließen wie bekannte Revolutionsklänge, darunter das „Ça ira“ und die Marseillaise. Ergreifende Arien und atemberaubende Duette verleihen der Oper ihren einzigartigen Charakter.
Die wichtigsten Personen hinter den Kulissen
Am Pult der Wiener Symphoniker steht bei „André Chénier“ ein weiteres Mal Ulf Schirmer. Ulf Schirmer leitete zuletzt das Spiel auf dem See „Tosca“ und gilt als Mitinitiator und Spezialist für das einzigartige Akustiksystem BOA (Bregenz Open Acoustics). Es inszeniert der Brite Keith Warner, für das Bühnenbild zeichnet David Fielding verantwortlich. Die Kostüme stammen von der Amerikanerin Constance Hoffmann, das Licht von Davy Cunningham. Premiere ist am 20. Juli 2011.
Alle Termine im Überblick
Premiere:
20. Juli 2011 – 21:15 Uhr
Weitere Aufführungen:
22. 23. 24. 26. 27. 29. 30. und 31. Juli 2011 – 21:15 Uhr 2. 4. 5. 6. 7. 9. 11. 12. 13. 14. 17. 18. 19. 20. und 21. August 2011 – 21:00 Uhr
Dauer: ca. zwei Stunden, keine Pause
Preise So – Do: 272/190/112/90/70/48/28 Euro
Preise Fr – Sa: 288/205/132/110/90/70/48 Euro
Einen detaillierten Sitzplan der Seebühne finden Sie auf: www.bregenzerfestspiele.com