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Die Top-Nachrichten aus Augsburg

B4B Schwaben
Persönlichkeit: Dr. Heiko Frank

Persönlichkeit: Dr. Heiko Frank

Ein Tag an der Seite eines Vorstandsvorsitzenden. Dr. Heiko Frank, Chef der Tefen AG Deutschland, einer internationalen Beratungsgesellschaft mit Deutschland-Sitz in Augsburg, besucht die Unternehmerkonferenz der Bayerischen Sparkassen in Nürnberg. Exklusiv für WOW hat er seinen Tag auf dem iPad protokolliert.

Morgens:


  • Sonniger Tag – da macht alles mehr Spaß: 5:50 Uhr aufstehen, Laufschuhe an und mit Hund Smarty 40 Minuten joggen.  
  • Fahrt zum Augsburger Bahnhof von Friedberg Stadt – geschlagene 37 Minuten, die Augsburger schaffen es, mich von der Stadt in Zukunft fernzuhalten – ich habe das Gefühl, ich werde nie zum Bahnhof kommen. Trotz alledem schaffe ich den Zug nach Nürnberg gerade noch. Abfahrt um 7:43 Uhr – die DB kann doch pünktlich sein ...  
  • Ruhe im Zug: Cappuccino bestellen, Unterlagen des Kongresses nehmen und Programm studieren. Auch ein Managementberater sollte sich ständig weiterbilden und weiterentwickeln. Zu der Konferenz gehe ich schon seit einigen Jah- ren. Dank der Augsburger Sparkassen, die mich eingeladen haben, bin ich auf die Konferenz aufmerksam geworden.  
  • So werde ich heute sicherlich auch Mitarbeiter meiner Hausbanken Stadt- und Kreissparkasse treffen. Darauf freue ich mich bereits.  
  • Mehr als 33 Fachvorträge in vier Etappen bis um 18:30 Uhr werden angeboten. Ich habe mich für die Themen „Risiko- und Liquiditätsmanagement“, „Top-Platzierungen bei Google“, „Smartphone – die neuen mobilen Möglichkeiten“ und „Qualitätsoffensive im Vertrieb“ angemeldet.  
  • Lektüre wichtiger Unterlagen: Unsere Bilanz war soweit im Februar 2011 erledigt, dann kamen die Wirtschaftsprüfer ... Als Tochterunternehmen einer börsennotierten Firma machen wir alle gesetzlichen und regulatorischen Prozeduren mit. Der Abschlussbericht liegt nun in Gänze vor. 50 Seiten muss ich morgen Mittag zur Freigabe fertig haben.

Vormittags:

  • Platz gewechselt im Zug. Ein Geschäftsmann telefoniert unentwegt und ich muss mir alles mit anhören – weghören geht ja nicht ... Mittlerweile kenne ich seine Firma, seine heutigen Themen und Arbeitsinhalte, die ihn treiben ... Hat der Mann mal etwas von Geheimhaltung und Datenschutz gehört?
  • Bericht des Wi-Prüfers gelesen. Bis auf Kleinigkeiten alles korrekt. Deadline Freitag halte ich.
  • Mitarbeiter sendet mir per E-Mail das Strategiekonzept zu, das wir für ein Energieunter nehmen zurzeit entwickeln: Als erster Wurf in Ordnung, aber noch nicht abgabereif. Werde im Taxi noch mit ihm telefonieren müssen und sende vorab bereits eine E-Mail an ihn – Zug- fahren ist gut, man kann wirklich konzentriert arbeiten.
  • Wow! 1.200 Teilnehmer im Congress Center. Gerade getroffen: Herrn Schönfeld, Vorstand Kreissparkasse. Gespräch mit stellvertretendem Vorstand Herrn Zettl. Und Herrn Glückstein von Alphasystems IT.  
  • Die Konferenz geht los: Dr. Holger Bahr, Chefvolkswirt der DekaBank, stellt pointiert elf Thesen für weiteren Aufschwung vor – guter Vortrag – kann man den downloaden? Wäre was für meine Mitarbeiter!  
  • 10:30 Uhr. Zweiter Konferenzsprecher Boris Grundl stellt einfaches Führen vor … wenn es denn so leicht wäre … Er empfiehlt „Erstellen einer ,Not-to do-Liste‘ für das Thema Führen“. 
  • Er stellt den Unterschied zwischen „intellektuell erschlossen“ und „emotional gewollt vor“. Emotional ist daher wichtiger –das persönliche Bekenntnis zur Spitzenleistung ist wichtiger als das Bekenntnis zu mehr Gehalt – sagt er. „Man will ja auch nicht einen durchschnittlichen Platz in einem durchschnittlichen Restaurant mit durchschnittlichem Essen ...“  
  • Merken: „Nicht Erzähltes reicht, sondern das Erreichte zählt!“ oder „Nicht kennen, sondern können, ist entscheidend!“  
  • Mein Merksatz beim Vortrag: „Gib den anderen die Chance zu wachsen, sich zu entwickeln und dann wirst auch du wachsen.“  
  • Fachvortrag Smartphone – Katastrophe: Ich lerne, was iPhone, Android und Apps sind. Das war doch gestern ... Mehrwert tendenziell null.  
  • Unterhalte mich im Vortrag mit Herrn Schimpfle, GF Aiti-Park. Beide gähnen wir ...

Mittags:

  • Getroffen und ausgetauscht mit: Dr. Eschle – Vorstand Stadtsparkasse, der mich auch zu die- ser Konferenz eingeladen hatte. Später treffe ich Thomas Weber, kaufmännischer Leiter von Aerotec Peißenberg, und Dr. Hörmann von der Steuerkanzlei aus Augsburg.  
  • Ehemaligen Mitarbeiter Markus Prophet getroffen. Seit einigen Jahren ist er betriebswirtschaft- licher Berater bei der HWK Schwaben.  
  • Viele Experten aus der Sparkassengruppe und Herrn Reger, Bayern Mezzanine Kapital, getroffen.  
  • Einige ältere Partner getroffen, die ich schon länger nicht mehr gesehen habe: Herrn Wenzel, ehemalig RKW, Herrn Fischer, seit fünf Monaten Vorstandsmitglied der Sparkasse Memmingen- Mindelheim-Lindau. Treffen in MM vereinbart.

Nachmittags:

  • Pausen sind sehr gut: Cappuccino und gute Gespräche, Austausch von Wahrnehmungen, was in unterschiedlichen Märkten passiert und in welchen Unternehmensbereichen die größten Probleme liegen – offensichtlich wird das Thema „Personal gewinnen und halten“ stark an Bedeutung gewinnen. Volle Auftragsbücher, aber wenig geeignete Mitarbeiter …  
  • Neuen Kontakt hergestellt zu einem GF einer Rohrleitungsbau-Firma über einen Netzwerk- partner von uns.   Vortrag „Qualität im Vertrieb“ ist okay. Vernünftige Liste an Tools, die der Vortragende anbietet, allerdings (zu) umfänglich.  
  • Gefühlt halb Augsburg/Schwaben ist da. Unter- halte mich mit Andres Santiago, GF von vmm.  
  • Treffe einen Partner, der für ein Unternehmen einen Berater für die weitere Unternehmensfinanzierung sucht. Termin und Austausch von Erstinformationen vereinbart.  
  • Weitere 36 E-Mails aufgelaufen. Muss mir 15 bis 20 Minuten in einer Ecke Zeit nehmen, um die wesentlichen Themen zu beantworten. Gott sei Dank (k)eine schlechte Nachricht dabei; bei einer Wettbewerbspräsentation für ein Social- Media-Konzept in Stuttgart ist unsere Werbeagentur creationell nur Zweite geworden. Aber auch Zweiter ist kein Auftrag – schade. Dann nächstes Mal …
  • Letzter Keynote-Speaker-Vortrag: Dominik Neidhart, Mediziner und Segler – er war im Team der Alinghi, die die begehrteste Trophäe im Segeln gewonnen hat – den America‘s Cup: Er überträgt den Erfolg des Segelns auf den Erfolg in der Wirtschaft. Er arbeitet Erfolgsfaktoren wie starke Gemeinschaft, Disziplin, „Immer besser werden“, klare Strukturen und Prozesse heraus und unterlegt das Ganze mit Seglergeschichten und tollen Videos – gefällt mir super, aber ich bin ja auch ein Segler.

Abends:

  • Zurück zum Bahnhof. Habe mich bei der Konferenz mit Herrn Glückstein von Alphasystems verabredet, damit wir gemeinsam mit dem Zug zurückfahren.  
  • Am Bahnhof angekommen – das Vorurteil schlägt erbarmungslos zu: Zug ist abgesagt. Der ICE wird umgeleitet. 20 Minuten neuen Zug raussuchen und eine Stunde später losfahren.  
  • Mit Gesprächspartner fällt das Warten leichter. Wir tauschen uns über die Konferenz aus, kommen gegen 21:30 Uhr bei Regen in Augsburg an.  
  • Wir vereinbaren, dass wir nächstes Jahr wieder zur Konferenz gehen – aber ob wir nächstes Mal auch mit den Zug fahren, haben wir noch nicht festgelegt …