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1. Kurzärmelige Hemden – erlaubt oder tabu?
Hein: Im Business nach Etikette eigentlich tabu.
Mahler: Das ist tabu.
Schütz: Das Kurzarmhemd ist ein Freizeithemd, für Businessanlässe ist es wirklich ein Tabu!
Imig: Erlaubt.
2. Farbige oder gemusterte Hemden – tabu oder erlaubt? Und wenn erlaubt: welche Farben, welche Muster?
Hein: Diese sind erlaubt. Je seriöser der Kunde, desto weniger würde ich mit Farbe spielen. Wichtig dabei, wenn man etwas von demjenigen will, wie zum Beispiel Kredite von Banken oder Bewerbungsgespräche, sollte man die Farbe Rot meiden. Die Trendfarben der Hemden sind Aqua, Flieder und unterschiedliche Beerentöne. Die Muster der Hemden sollten so gewählt sein, dass zum Beispiel der Streifen des Hemdes breiter ist als der Streifen des Anzuges und wiederum die Krawatte breiter gestreift als das Businesshemd. Es ist also möglich, Streifen auf Streifen zu tragen.
Mahler: Kleine Karos und dezente Farben sind für den Businessbereich passend.
Schütz: Stückgefärbte Hemden in kräftigen Farben sind ein absolutes Tabu, gemusterte oder gestreifte Hemden können auch in kräftigen Farben getragen werden – allerdings weißgrundig und mit klassischem Muster.
Imig: Alle farbigen Hemden – von dezent bis zu intensiver Farbigkeit – sind erlaubt. Wichtig dabei: Es müssen Cityhemden sein, keine Freizeithemdentypen.
3. Ab welcher Temperatur darf das Sakko abgelegt, darf auf die Krawatte verzichtet werden?
Hein: Auch da steht wieder der Beruf im Vordergrund. Je seriöser der Kunde, desto mehr ist die Krawatte ein Muss. Wenn das Hemd uni ist, so istso ist eine Krawatte Pflicht. Wenn das Hemd gestreift oder kariert ist, kann auf die Krawatte verzichtet werden. Als Alternative könnte man momentan einen Trendschal kombinieren. Das Sakko sollte beim Kunden immer getragen werden.
Mahler: Das kommt ganz auf die Situation und deren Bedeutung an. Wichtig ist auch, was das Gegenüber macht oder vorschlägt.
Schütz: Es gibt keine Temperaturangabe, die bestimmt, wann das Sakko oder die Krawatte abgelegt werden dürfen. Der Anlass macht es aus: je offzieller, desto korrekter der Kleidungsstil.
Imig: Das liegt in der Entscheidung des Herrn – es gibt einfach auch Schmerzgrenzen!
4. Weste statt Sakko – eine erlaubte Alternative?
Hein: Das wäre bei einem nicht so eleganten Auftritt eine Alternative.
Mahler: Nein, das ist keine Alternative.
Schütz: In Sachen „fashion“ selbstverständlich. Der Vorstandsvorsitzende eines Konzerns sollte dann doch besser beim Sakko bleiben.
Imig: Ja, das geht.
5. Als Sonnenschutz: Hut, Cap oder Strohhut?
Hein: Im Business ein modernerer Hut. Im Sportswear-Bereich auf jeden Fall Cap oder Strohhut.
Mahler: Strohhut.
Schütz: Hut: Bei einer geschäftlichen bzw. offziellen Veranstaltung. Cap: In der Freizeit, beispielsweise beim Golfen oder Cabriofahren. Strohhut: Strandurlaub oder in Nizza mit einem legeren Leinenanzug.
Imig: Strohhut.
6. Mit welcher Form und Farbe seines Sommeranzugs ist der Herr ganz im Trend?
Hein: Die Konfektion ist eher ruhig in den Farben. Die Farbe bringen Hemd und Krawatte ins Spiel. Marine und Grautöne werden stärker. Die Farben Schoko und Sand liegen auch immer mehr im Trend. Sehr stark im Trend ist der Marine-Blazer – er zählt allerdings nicht als Anzug.
Mahler: Zwei-Knopf-Anzug und schlanke Form sowie die Farben helles Grau, Schlamm und Blau.
Schütz: Ein helles Grau, ein mittleres Blau in Zwei-Knopf-Form sowie Hose ohne Bundfalte am besten in einer leichten Schurwollqualität.
Imig: Körpernaher Schnitt („slim fit“) und heller Farbweg.
7. Sandalen sind verboten. Aber sind geflochtene, geschlossene Schuhe erlaubt?
Hein: Nein, würde ich gerne darauf verzichten.
Mahler: Nein, sie sind altmodisch.
Schütz: Sandalen sind dem Anlass entsprechend nicht verboten (Wellness, Schwimmbad, urlaub). Die geflochtenen, geschlossenen Schuhe sind modisch überhaupt nicht aktuell!
Imig: Ja, kann man tragen.
8. Socken oder (Knie)Strümpfe?
Hein: Geht beides, das nackte Bein darf nicht zum Vorschein kommen.
Mahler: Socken.
Schütz: Kniestrümpfe.
Imig: Socken.
9. Was ist von kurzen Hosen zu halten, ggf. im Trachtenstil?
Hein: Im Businessbereich geht kurze Hose gar nicht. Mahler: Für die Freizeit: Bermuda oder kurze Lederhose und Tracht.
Schütz: Kurze Hosen passen einfach nicht in die Stadt, sie gehören in den Urlaub! Im Trachtenstil ist eine kurze Hose (in Bayern) beispielsweise bei Frühlings- oder Maifesten absolut passend.
Imig: Im Beruf nur bei Musikern im Bierzelt.
10. Fürs „Drunter“: Klassisches Unterhemd oder weißes T-Shirt?
Hein: Geht beides. Beim Unterhemd sieht man, wenn das Sakko getragen wird, eventuell den Ausschnitt. Beim T-Shirt ist dies nicht erkennbar, aber auch nur dann, wenn das Sakko an bleibt.
Mahler: Unterhemd.
Schütz: Beides ist korrekt. Wichtig ist nur, dass man einen weiteren Rund- oder V-Ausschnitt wählt, da man beim Tragen des Hemdes ohne Krawatte Unterhemd bzw. das T-Shirt nicht sieht.
Imig: Ein klassisches Unterhemd ist vorzuziehen, da der körpernahe Schnitt für besseres Körper- klima sorgt und Schweißflecken am Hemd verhindert.