Das „Projekt Augsburg City“ hat begonnen. B4B SCHWABEN informiert aktuell über Hintergründe und Termine der Umbaumaßnahmen am Königsplatz, Hauptbahnhof und in der Innenstadt.
Augsburg | 04.03.2011
Nach der Eröffnung der Straßenbahnlinie 6, dem Baubeginn am Kö und dem laufenden Verfahren für den Hauptbahnhof, wurde nun auch die Planungen für die Linie 5 wieder aufgenommen.
„Mit Blick auf die rasche Entwicklung der Konversionsflächen im Westen Augsburgs, ist die Linie 5 für die Erschließung dieser Stadtteile von erheblicher Bedeutung.“ Dies erklärte Stadtwerke-Geschäftsführer Norbert Walter. Die neue Straßenbahnlinie 5 ist eines der fünf Teilprojekte der Mobilitätsdrehscheibe und somit von entscheidender Bedeutung für Augsburg.
Haltestelle unter die Erde verlegt
In der neuen unterirdischen Haltestelle unter den Bahnsteigen des Hauptbahnhofs wird die Linie 6 in westlicher Richtung zur Linie 5. Straßenbahnlinie 5 und führt dann über die Ackermannstraße bis zum Klinikum. Die Planungen für das Gesamtprojekt Mobilitätsdrehscheibe in Augsburg mit den Teilprojekten Hauptbahnhof, Königsplatz, Linie 6, Linie 5 und Verlängerung der Linie 1 wurden 2006 bei den Genehmigungsbehörden eingereicht und für förderfähig befunden.
Ideenwettbewerb
Die damalige Vorplanung zur Linie 5 in Augsburg wird nun von den Stadtwerken aktualisiert. Ziel ist es, die Maßnahme mit anderen städtebaulichen Planungen Augsburgs zu verzahnen. Unschlüssig ist man jedoch noch bezüglich des westlichen Ausgangs des Bahnhofstunnels am Sebastian-Buchegger-Platz. Von Seiten der Stadt wird daher noch ein Ideenwettbewerb ausgeschrieben werden. Eine Wendeschleife für die Straßenbahnen in diesem Bereich wurde aus städtebaulichen Gründen verworfen.
Drei Auswahlmöglichkeiten
Dafür werden derzeit verschiedene Varianten für eine Wende-Möglichkeit der Straßenbahnen im Bereich des Bahnhofs untersucht. Außerdem muss der Trassen-Verlauf im Teilstück von der Kreuzung Rosenau- / Pferseer Straße bis zur Ackermannstraße endgültig entschieden werden. Drei Varianten werden dabei planerisch vorbereitet: Der direkte Weg über die Rosenaustraße, die Trasse östlich der Wertach über die Holzbachstraße oder über die Luitpold-Brücke am westlichen Wertach-Ufer über die Hessenbachstraße, für die sich der Stadtrat noch vor 2008 ausgesprochen hat.
Deadline Sankt-Nimmerleins-Tag? Nein, danke!
Den Forderungen, Linie 5 und den Hauptbahnhof in einem einzigen Planfeststellungsverfahren abzuwickeln, nachzugehen, wäre nicht sinnvoll gewesen. „Die jeweiligen Teilprojekte der Mobilitätsdrehscheibe sind zu komplex. Wir hätten uns durch immer neue Diskussionen bis auf den Sankt-Nimmerleins-Tag völlig blockiert“, so Walter. „Außerdem sind die Teilprojekte durch die vorbereitenden Untersuchungen und Planungen aufeinander abgestimmt und müssen aus verkehrstechnischen und finanziellen Gründen stufenweise realisiert werden.“
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