101 Köpfe | 16.06.2010

Landrat Martin Sailer, Foto: Landratsamt Augsburg
Landrat Martin Sailer darüber, was ihn zur Politik bewogen hat, Vor- und Nachteile Bayerisch Schwabens, und sein ganz persönliches Glück.
Name: Martin Sailer
Alter: 40 Jahre
Position: Landrat
Unternehmen: Landkreis Augsburg
Hobbies: Fußball, Tennis, Lesen
Was hat sie bewogen, in die Politik zu gehen?
Ich habe mich schon sehr früh für die Politik interessiert. Dazu hat sicherlich auch mein Elternhaus beigetragen. Ausschlaggebend war dann, dass seinerzeit im damaligen Gemeinderat kein jüngeres Mitglied vertreten war. Und: es gibt kaum etwas Erfüllenderes, als sich für und mit Menschen zu engagieren.
Sie haben einmal den ehemaligen Bundespräsidenten Theodor Heuss zitiert, der gesagt hatte, gute Demokratie lebe von guten Beispielen. Welche guten Beispiele fallen Ihnen da ein?
Demokratie ist immer nur so gut, wie Menschen bereit sind sich in und für sie zu engagieren. Nehmen Sie die Entwicklung der Bundesrepublik seit dem Zweiten Weltkrieg. Eine Erfolgsgeschichte der Demokratie.
Sie haben auch Erfahrung mit Unternehmensberatung. Was raten Sie den bayerisch-schwäbischen Unternehmen in der derzeitigen Krise?
Zunächst eine gesunde Portion Optimismus. Aber wichtig erscheint mir immer der Blick auf die Kosten und Kostenentwicklung sowie eine gesunde Eigenkapitalstruktur.
FCA oder AEV?
Ganz klar FCA. Seit 2005 Dauerkartenbesitzer. Aber Kompliment dem AEV zu einer ganz tollen Saison und der Vizemeisterschaft!
Ihr Wehrdienst im Heeresmusikkorps 10 in Ulm, Ihre Schirmherrschaft über das „Konzert junger Talente“ in der Schwabmünchen… – alles Anhaltspunkte für Ihre Musikalität?
Ich hatte das Glück, schon sehr früh ein Instrument lernen zu dürfen. Das kann ich nur jedem jungen Menschen wünschen. Es erweitert den persönlichen Horizont. Und beim Spiel in einem Orchester oder einer Musikkapelle lernt man Gleichgesinnte, Land und Leute kennen.
Bitte beenden Sie den Satz: Ein guter Landrat sollte…
aufmerksam zuhören und entscheiden können.
Was hat im Landkreis Augsburg derzeit die höchste Priorität?
Ganz klar die Bildung. Wir wollen in den kommenden Jahren rund 70 Mio Euro in die Sanierung und Erweiterung unserer weiterführenden Schulen (Realschulen, Beruflichen Schulen) investieren und in Diedorf ein weiteres Gymnasium errichten.
Ganz spontan in 15 Sekunden: drei tolle Persönlichkeiten aus Bayerisch Schwaben? Warum?
Ein Blick in die Region: drei Vor- und drei Nachteile der Region Bayerisch Schwaben?
Ein Blick in die Glaskugel:
Was bedeutet Glück für Sie?
Glück bedeutet für mich Gesundheit, Zufriedenheit und Zeit mit und für die Familie.

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