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Folge 25: Dr. Jürgen Süß, Cofely Refrigeration GmbH

Folge 25: Dr. Jürgen Süß

Dr. Jürgen Süß ist der neue Geschäftsführer von Cofely Refrigeration aus Lindau. B4B SCHWABEN hat er exklusiv verraten, warum Kälte die Wirtschaft ankurbelt und warum er froh darüber ist, dass in Deutschland der Regen senkrecht fällt.

Name: Jürgen Süß
Alter: 45
Position:
Technischer Geschäftsführer
Unternehmen: Cofely Refrigeration GmbH
Hobbies: Segeln, ausgedehnte Spaziergänge mit Familie und Hund

Erst im Februar wurden Sie zum technischen Geschäftsführer des Tochter-Unternehmens Cofely Refrigeration ernannt. Welche Ziele haben Sie sich zusammen mit Andreas Eyd als neue Doppelspitze gesteckt?

Kältetechnologie – dahinter stehen heute veränderte Markt- und Kundenanforderungen. In den nächsten Jahren sind deshalb vermehrt umweltverträgliche, aber besonders energieeffiziente Kältekonzepte gefordert. Unser Ziel ist es deshalb, das Portfolio von Cofely Refrigeration diesen Kunden- und Marktbedürfnissen entsprechend weiterzuentwickeln und zu erweitern. Dabei können wir uns auf wichtige Säulen stützen: bewährte, innovative Technologien und Produkte aus der eigenen Entwicklung, die umfassende Know-how-Tiefe in unserem Werk in Lindau, aber auch die Expertise der Cofely Deutschland und die Zugehörigkeit zur GDF Suez-Gruppe.

Welche Bereiche werden Sie künftig betreuen?

Als technischer Geschäftsführer bin ich in erster Linie für die Entwicklung von Produkten und deren Produktion verantwortlich. Darüber hinaus leite ich auch die Abteilungen Messen/Steuern/Regeln (MSR), Qualität und Umwelt sowie Arbeitssicherheit bei Cofely Refrigeration.

Sie blicken zurück auf jahrelange Erfahrung in Sachen Kältetechnik und über 20 Patente. Was fasziniert Sie so an dieser Branche?

Kälte, besonders energieeffiziente und umweltverträgliche Kälte, stellt hohe Ansprüche an die Technologie. Und entsprechend reizvoll ist das Thema für mich. Kältetechnik ist in meinen Augen eine wunderbare Kombination aus klassischem Maschinenbau und der Thermodynamik, in der noch großes Entwicklungspotenzial steckt.  

Was ist Ihr persönliches Rezept für Erfolg im Berufsleben?

Mein persönliches Erfolgsrezept im Berufsleben: Offen und natürlich sein, sich nicht verstellen und dabei klare Ziele kommunizieren. Beruflicher Erfolg heißt für mich auch, Verbindlichkeit zu leben. Also dem Gesagten immer auch Taten folgen zu lassen.

Sie waren über 12 Jahre bei Danfoss in Dänemark tätig. Was ist der wohl größte Unterschied zwischen dem Leben und Arbeiten in Dänemark und diesem in Deutschland?

Das Wetter – in Deutschland ist es wärmer, es gibt kaum Wind und der Regen fällt endlich senkrecht.

Bitte beenden Sie folgenden Satz: Wenn ich einen Wunsch frei hätte, dann…

 ….würde ich den Wunsch äußern und hoffen, dass er in Erfüllung geht.

Wo sehen Sie sich mit 70 Jahren?

Mit meiner Familie an einem schönen Ort, an dem ich meine Weisheit (die ich mir mit dem Alter hoffentlich angeeignet habe) weitergeben kann. So oder so ähnlich stelle ich mir mein Leben in diesem Alter vor. Eines kann ich heute aber schon mit Sicherheit sagen: Mit 70 werde ich nicht mehr arbeiten.

Ganz spontan in 15 Sekunden: 3 tolle Persönlichkeiten aus der Region?

Bitte stellen Sie mir die Frage noch einmal in 6 Monaten. Dann kenne ich die Region und deren Persönlichkeiten sicherlich sehr viel besser als heute.

Was denken Sie: Welche Entwicklungen wird Bayerisch-Schwaben in den nächsten 5 bis 10 Jahren durchlaufen?

Die Region ist wirtschaftlich stark und ich denke, dass sie in den kommenden Jahren noch an Stärke dazu gewinnen wird. Die Region ist „arbeitssicher“ und das wird sie auch bleiben.

Welches Land wollten Sie schon immer einmal bereisen und warum?

Die Salomoninseln – sie sind ein weißer Fleck auf meiner Reiselandkarte und haben beeindruckend paradiesische Ähnlichkeit – zumindest stelle ich mir das Paradies so ähnlich vor.

Darf ich Ihnen in der Lindauer Gegend ein Traumhaus mit direkter Seelage schenken?

Antwort: Ja – bitte!