LfA Förderbank drehte Geldhahn weiter auf

B4BSCHWABEN | 08.04.2005

Die LfA Förderbank Bayern konnte ihre Position als Partner des bayerischen Mittelstandes im Geschäftsjahr 2004 weiter festigen. Vor dem Hintergrund einer leichten Konjunktur-belebung mit zunehmender Investitionsbereitschaft der Unternehmen sind die Zusagen in nahezu allen Geschäftsfeldern spürbar gestiegen.

Die Darlehenszusagen an rund 4.800 Unternehmen liegen mit fast 1,8 Mrd. € rund 500 Mio. € über dem Vorjahreswert und haben in Bayern dazu beigetragen 10.000 Arbeitsplätze zu schaffen und weitere 140.000 zu sichern. Insbesondere das Bayerische Mittelstandskreditprogramm - das Leitprogramm bayerischer Mittelstandsförderung - mit seinen zinsgünstigen Darlehen und langen Laufzeiten lag voll in diesem positiven Trend und konnte bei den Zusagen einen Anstieg von 40 % zum Geschäftsjahr 2003 verzeichnen.

Besonders erfreulich ist nach wie vor das Gründergeschehen, das im Schnitt über die letzten sechs Jahre ein durchschnittliches jährliches Wachstum von rund 4,5 % aufweist. Entgegen dem über mehrere Jahre bundesweit zu beobachtenden Rückgang der Darlehenszusagen in der Mittelstands-förderung konnte die bayerische Förderbank die Gründerdarlehen seit 1999 kontinuierlich ausweiten: Von 150 Mio. € auf nunmehr fast 200 Mio. €. "Diese Zahlen belegen: In Bayern herrscht ein anhaltend günstiges Gründer-klima", stellt Vorstandsvorsitzender Rudolf W .Schmitt erfreut fest."

Der Gesamtkreditbestand hat sich aufgrund des anhaltend niedrigen Zins-niveaus und damit einhergehender hoher außerplanmäßiger Tilgungen verringert. Das Kreditvolumen ist mit Ablauf 2004 auf 7,5 Mrd. € leicht gesunken. Am gesamten Kreditvolumen haben die Konsortialdarlehen einen Anteil von rund 30 %, gefolgt von zinsverbilligten Krediten mit 29 %, zinsgünstigen Darlehen mit 26 % und Globaldarlehen mit 15%.

Unverändert stark blieb das Interesse der Geschäftsbanken an der LfA Förderbank Bayern als Risikopartner. Mit Haftungsfreistellungen, Ausfallbürgschaften und Garantien übernahm die Bank im vergangenen Jahr neuerlich Risiken in Höhe von 289 Mio. €. (Vorjahr 358 Mio. €) Der Bruttobestand des Avalgeschäfts erhöhte sich weiter und liegt nun bei 1,05 Mrd. €.

Die Ertragslage ist trotz unverändert konservativer Risikovorsorge für die LfA zufriedenstellend. Der Bilanzgewinn beträgt 42,3 Mio. €; er wird zum größeren Teil erneut für die attraktive Ausgestaltung von Förderprogrammen der LfA verwendet.

Für das laufende Geschäftsjahr werden zusätzliche Impulse aus dem neuen Margensystem erwartet. Statt der bisherigen Einheitsmargen gibt es seit dem 1. April eine individuelle Zinsgestaltung. Damit erhält jeder Unternehmer die Konditionen, die seiner individuellen Risikosituation entsprechen. Das neue System soll für die Geschäftsbanken ein zusätzlicher Anreiz sein, vermehrt Förderkredite an den Mittelstand durchzuleiten.

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