Logistik | 15.11.2010
Die Gerüchte nehmen kein Ende. Es kursieren Meldungen über einen möglichen Zusammenschluss von MAN SE und Scania AB. Die MAN äußert sich jetzt dazu.
„Wie allseits bekannt, streben MAN und Scania eine engere industrielle Zusammenarbeit an, um erhebliches Synergiepotenzial zu heben. Beide Unternehmen MAN und Scania führen in dieser Hinsicht Gespräche. Das Ziel beider Parteien MAN und Scania ist es, Mehrwert für ihre Aktionäre, Mitarbeiter und Kunden zu schaffen. Das ist auch die Basis für die freundschaftlich geführten gemeinsamen Gespräche von MAN und Scania.
Erhalt des operativen Geschäfts
Beide Seiten sind gleichzeitig bestrebt, das operative Geschäft und die spezifischen Markenwerte der jeweiligen Unternehmen MAN und Scania zu erhalten. Dieses Verständnis bildet auch die Grundlage für jede mögliche Option, die von MAN weiter verfolgt werden würde. „Zum gegenwärtigen frühen Zeitpunkt ist weder ein Ergebnis der Diskussionen absehbar noch eine Entscheidung gefallen.“, so die MAN Konzernleitung.
VW Tochter
Einem Bericht des Spiegel zufolge soll die Firma Scania aus Schweden den Münchner MAN-Konzern übernehmen. Scania ist eine Tochter von VW. VW hält an Scania knapp 46 % des Kapitals und zugleich 71 Prozent der Stimmrechte. MAN ist an Volkswagen mit 30 % beteiligt, wie die Augsburger Allgemeine berichtet. Schon lange wird über einen möglichen Zusammenschluss zwischen Scania und MAN spekuliert.
Widerstand von der IG Metall
Die IG Metall zeigt deutlichen Widerstand gegen die Gerüchte – Übernahme MAN durch Scania. „Wir lehnen eine Übernahme der MAN durch Scania klar ab“, so der bayerische Gewerkschaftschef Jürgen Wechsler“, laut Augsburger Allgemeine. Der Konzern muss mit beiden Bereichen MAN-Nutzfahrzeuge und MAN-Diesel & Turbo erhalten bleiben, wie Wechsler betonte.
Zusammenarbeit vorstellbar
MAN und Scania prüfen seit Anfang des Jahres eine engere Zusammenarbeit. Die Gerüchte zu einer möglichen Übernahme durch Scania wurden die Berufung des VW-Managers Jochen Heizmann zum Chef des Vorstandsressorts „Nutzfahrzeuge“ zum 1. Oktober geschürt. Vorstellbar ist die Errichtung einer neuen Lastwagenholding unter dem Dach von VW, die von Scania und MAN aufgebaut wird. MAN Chef Georg Pachta-Reyhofen äußerte sich den Gerüchten gegenüber stets abweisend. Eine Veränderung der Besitzverhältnisse bei MAN sei nicht geplant.
Über Scania:
Hersteller von Nutzfahrzeugen, Bussen, Schiffs- und Industriemotoren in Schweden und einer der größten Hersteller schwerer .Scania ist ein globales Unternehmen, das in Europa, Lateinamerika, Asien, Afrika und Australien tätig ist. Die Vertriebs- und Serviceorganisation von Scania ist in mehr als 100 Ländern präsent. Zusätzlich zu Verkauf und Service bietet Scania auf den meisten Märkten Finanzdienstleistungen an. Scania arbeitet in rund 100 Ländern und verfügt über 34.000 Mitarbeiter. Davon arbeiten 2.400 in Forschung und Entwicklung - vor allem in Schweden, in der Nähe des Unternehmens Produktionseinheiten. Scania Corporate Einkauf wird durch lokale Beschaffung Büros in Polen, der Tschechischen Republik, den Vereinigten Staaten und China ergänzt. Die Produktion erfolgt in Europa und Lateinamerika. Darüber hinaus rund 20.000 Menschen arbeiten in unabhängiger Vertriebs-und Scania-Service-Organisation.
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