B4BSCHWABEN | 12.05.2009
Der Familienatlas der IHK Ulm zeigt die Schwächen und Stärken der Kommunen in der IHK-Region bei der Familienfreundlichkeit auf. „Viele Kommunen könnten sich noch deutlich besser auf die Bedürfnisse von Familien einstellen“, so Otto Sälzle, Hauptgeschäftsführer der IHK Ulm.
Zu diesem Schluss kommt die von der IHK Ulm in Auftrag gegebene Untersuchung des Instituts für Angewandte Wirtschaftsforschung Tübingen (IAW) zur Familienfreundlichkeit der Kommunen in der Region. Die Ergebnisse der einzelnen Kommunen sind in dem 66 Seiten starken „Familienatlas IHK-Region Ulm“ zusammengefasst, der am heutigen Freitag bei einem Pressegespräch vorgestellt wurde.
Familienfreundlichkeit sei ein wesentlicher Standortfaktor für die Wirtschaft. Ob sich Fach- und Führungskräfte mit ihren Familien für die IHK-Region Ulm als Arbeits- und Wohnort entscheiden, hänge immer häufiger davon ab, welche Bedingungen sie hier vorfänden, um Familie und Beruf vereinbaren zu können. „Bis 2020 fehlen uns in der Region 10.000 Akademiker. Diesem voraussehbaren Mangel an besonders qualifizierten Fachkräften müssen Wirtschaft und Politik gegensteuern“, so Sälzle weiter. Die IHK wolle mit ihrem erstmals aufgelegten Familienatlas die Kommunen dabei unterstützen, Nachholbedarf im Bereich der Kinderbetreuung zu erkennen und sich auf die demografischen Herausforderungen vorzubereiten.
„Der Familienatlas ist die erste vergleichende Analyse der Familienfreundlichkeit auf Gemeindeebene in der Region“, sagte Bernd Radtke, Geschäftsführer der IHK Ulm und Mitautor der Studie. Einbezogen wurden alle Gemeinden, die mindestens 3.000 Einwohner haben. Die Studie beleuchtet den Grad der Familienfreundlichkeit anhand von 13 Indikatoren in den drei Themenfeldern „Demografie“, „Beruf und Familie“ sowie „Kinderbetreuung“. Für jeden Bereich erhielten die Gemeinden eine Ampelfarbe, die anzeigt, ob die jeweilige Kommune im grünen Bereich liegt, im gelben Warnbereich oder etwa im roten Alarmbereich.
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