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Seit Anfang März ist der up! nun auch als Viertürer zu bestellen, die ersten Kundenauslieferungen beginnen im Mai. Mehr Türen, mehr Geld? Ja, den Aufschlag von 475 Euro muss jeder berappen, der den flotten Volkswagen mit vier Türen ausstatten will.
Fahreigenschaften
Von Düsseldorf führte uns Ende März die Fahrt über Autobahnen, Landstraßen in das Stadtgebiet von Köln. Sozusagen der ideale Einsatzort für Fahrzeuge dieser Couleur. Wieselflink in der Stadt, zügig außerorts und reichlich flott auf den Straßen mit den blauen Schildern.
Wir schnappten uns einen „white up!“ mit 55 kW (75 PS), dessen Name nicht nur die Außenfarbe sondern auch die der Felgen und Teilen des Interieurs bezeichnet. Reichlich ausgestattet, unter anderem mit Leichtmetallfelgen, dem mobilen Navigationssystem „maps + more“, Nebelscheinwerfern, Klimaanlage und einem Radio-CD-System mit MP3-Funktion, kostet dieser up! 14.775 Euro. Identisch ausgestattet bietet Volkswagen zusätzlich den „black up!“ an, der sich, Nomen est Omen, in Schwarz gekleidet hat. Neben diesen beiden herausragenden Varianten stehen zusätzlich das Basismodell „take up!“, „move up!“ sowie der „high up!“ zur Wahl.
Erster Eindruck: Ein Kleinstwagen mit einem Liter Hubraum und gerade einmal 75 PS muss beileibe keine Spaßbremse sein. Auf den kurzen frei befahrbaren Stück Autobahn erreichte der up! locker die 160 km/h, bei längerem Anlauf knabberte er sich sogar an die angegebenen 171 km/h Höchstgeschwindigkeit ran. Chapeau, denn mit solchen Fahrleistungen gesegnet, ist der up! problemlos langstreckentauglich. Dass sich die Geräuschentwicklung dabei in angenehmen Grenzen hält, erhöht den Fahrspaß erheblich.
Apropos Motoren. Die Dreizylinder sind im Moment mit den bereits erwähnten Leistungsstufen zu ordern. Im Lauf des Jahres folgt ein Erdgasmotor, der die guten Verbrauchs- und CO2-Werte der klassischen Benziner nochmals drastisch nach unten senken soll. 79 Gramm CO2 und einen Durchschnittsverbrauch von 2,9 Litern verspricht Volkswagen für den 50 kW (68 PS) starken up!. Fest in der Planung steht für das Jahr 2013 ein up! mit Elektroantrieb.
Ausstattungsdetails
So nett wie sich der up! von außen zeigt, so freundlich setzt er seinen Auftritt im Innenraum fort. Typisch Volkswagen die logische Bedienung und die qualitativ hochwertigen Materialien. Schön auch, dass sich der up! wie auch der Beetle vom Rest seiner Modellbrüder und –schwestern im Innenraumdesign unterscheidet. Kein Einheitsbrei aus dem Konzernregal, dafür nochmals großes Lob.
Das beim high up! sowie beim white und black up! serienmäßige Multifunktionssystem maps+more kostet für die anderen Versionen 355 Euro. Das gemeinsam mit Navigon entwickelte System kann ein bisschen mehr, als nur navigieren. Zusätzlich kann das Mobiltelefon per Bluetooth damit verbunden werden, Fahrzeuginformationen abgerufen werden sowie per micro-SD-Kartenleser die Einheit als Mediaplayer verwendet werden.
So richtig großzügig zeigt sich Volkswagen mit maps+more für die Varianten take up! und move up! leider nicht. Es muss in jedem Fall für weitere 355 Euro das Radio-CD-System RDC 215 dazu bestellt werden, weil nur dann die Ansagen und das Freisprechen über die Bordlautsprecher zu Verfügung steht. Für weitere 120 Euro mehr gibt es insgesamt sechs anstatt nur zwei Lautsprecher.
Fazit
Der up! ist auch oder vor allem mit vier Türen ein echt cooler Typ. Zudem auch größer gewachsene Menschen zumindest für einige Zeit auch hinten recht bequem sitzen können. Aus Marketingsicht ein kluger Schachzug sind die Angebote einer günstigen Finanzierung (3,9 %), Versicherung (29,90 mtl. bei SF1 und mind. 23 Jahren, 59,90 unter 23 inkl. Vollkasko) und Wartungspaket im up!grade Paket. Ein gutes Werkzeug, um sich Kunden zu angeln und den up! insgesamt populärer zu machen. (ds)
Technische Daten: Volkswagen white up! Viertürer