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Suzuki Snowcamp

Expertentipps Automobiles Suzuki auf allen Vieren

Suzuki Snowcamp, Foto: Suzuki
Suzuki Snowcamp, Foto: Suzuki

Anfang Dezember in Obertauern. Der Schnee lässt auf sich warten. Ein Grauen für die Hoteliers und Liftbetreiber. Schweißtreibend für die Organisatoren des Suzuki Snowcamp. Denn ohne Schnee und Eis kann der japanischen Autohersteller den Motor-Journalisten und Kunden des Hauses nicht beweisen, wie gut die verschiedenen Allradantriebe in den Neuwagen von Suzuki sind. Doch Frau Holle hatte Erbarmen und ließ es rechtzeitig leise rieseln. Sonne und blauer Himmel ergänzten das Snowcamp zusammen mit den professionell präparierten Strecken perfekt. Von Dietmar Stanka

Alle guten Dinge sind fünf …

… zumindest bei den Autos von Suzuki. Jimny, Swift, Grand Vitara, SX4 und Kizashi werden mit Allradantrieb angeboten und das noch dazu mit vier verschiedenen Konzepten. Los geht es mit dem elementarsten Fahrzeug, sozusagen dem archaischen Urtyp der Japaner.

Jimny

1970 erblickte der erste Jimny mit Allradantrieb das Licht der Welt. Heute ist er einer der letzten Vertreter seiner Art. Faktisch komfortlos. Knautschzonen Fehlanzeige und dabei hochbeinig wie ein zu groß geratener Dackel. Daher wohl auch gerne von Jägern gewählt, da auch robust, wendig und preiswert. Den Jimny gibt es als Dreitürer mit einem 1,3-Liter-Benziner mit 63 kW (86 PS), der in der Basis 14.990 Euro kostet. Der Allradantrieb ist manuell zuschaltbar, in der Regel wird nur die Hinterachse angetrieben.

Durch eine spezielle Synchronisierung im Verteilergetriebe kann während der Fahrt über eine sogenannte Klauenkupplung von Stufe 2H nach 4H geschaltet werden. Das funktioniert per Knopfdruck und bis zu einer Geschwindigkeit von 100 km/h. Dabei werden die beiden Achsen starr miteinander verbunden und es kommt zu einer festen Drehmomentverteilung von jeweils 50 Prozent auf die Vorder- und die Hinterachse (4WD). Zudem kann das Antriebsdrehmoment über eine Geländereduzierung (4WD-L) nochmals erhöht werden, womit auch in schwerem Gelände ein Vorwärtskommen gesichert ist.

Swift

Seit Herbst 2010 erfreut uns der gründlich überarbeitete Swift. Als Allradler wird er nur mit fünf Türen und dem 1,2-Liter-Benziner mit 69kW (94 PS) angeboten. Der Preis für den 4×4-Swift liegt bei 14.490 Euro. Alle vier Räder werden permanent angetrieben. Technische Basis ist eine Viskokupplung, die aus zwei Sätzen ringförmiger Metallscheiben (Lamellen) besteht, die in einem Ölbad rotieren. Einfach, fast schon genial und wartungsarm.

Gegenüber seinem kleinen Bruder Jimny ist der Grand Vitara ein richtiger Luxus-Geländewagen. Drei- oder fünftürig ist er mit einem 1,6-Liter und 78 kW (106 PS), einem 2,4-Liter-Aggregat der im Dreitürer 122 kW (166 PS) beziehungsweise im Fünftürer 124 kW (169 PS) leistet, zu haben. Alternativ gibt es den 1,9-Liter-Common-Rail-Turbodiesel mit 95 kW (129 PS). Die Preise beginnen bei 19.990 Euro (Benziner) und 23.790 Euro (Diesel).

Grand Vitara

Der Grand Vitara verfügt über einen permanenten Allradantrieb mit sperrbarem Mitteldifferenzial. Der Fahrer hat die Möglichkeit, per Knopfdruck die Kraftverteilung zu wechseln. Vorteil: Dieses Allradantriebssystem lässt bei schnellen Kurvenfahrten Drehzahlunterschiede an den einzelnen Rädern zu. Über einen Drehknopf in der Mittelkonsole stehen dem Fahrer eine Mittendifferenzialsperre und eine Geländereduzierung zur Verfügung.

Im standardmäßig aktiven 4H-Modus wird der Vortrieb zu 47 Prozent an die Vorderachse und zu 53 Prozent an die Hinterachse geschickt. Dies sorgt für Fahrsicherheit auf der Straße und optimale Traktion in leichtem Gelände. Zusätzlich kann das Mittendifferenzial elektrisch und bei jeder Geschwindigkeit gesperrt werden (4H-Lock). Die beiden Achsen sind dann fest miteinander verbunden und das Drehmoment wird 50:50 an beide Achsen verteilt.

SX4 und Kizashi

i-AWD. Das „i“ steht für intelligent und beschreibt die Technik, die in SX4 und Kizashi verbaut ist. So ist 2WD-Modus (Frontantrieb) beispielsweise für sommerliche Autobahnfahrten auf trockenem Asphalt gedacht. Im Auto-Modus (i-AWD) ebenfalls nur mit Frontantrieb gefahren. Sobald aber das elektronische System über die ABS-Radsensoren Schlupf an der Vorderachse erkennt, schaltet es im Bruchteil einer Sekunde die Hinterachse stufenlos hinzu.

Der stärkste SX4 hat den 2,0-Liter-Dieselmotor mit 99 kW (135 PS) unter der Haube. Neben dem Diesel bietet Suzuki für den SX4 auch einen 88 kW/120 PS starken 1,6-Liter-Benzinmotor an. Den Suzuki SX4 i-AWD gibt es in den Ausstattungslinien „Club“ und „Comfort“. Die Preise beginnen bei 15.990 Euro. Der 4×4-Kizashi ist in serienmäßiger Vollausstattung für 29.990 Euro zu haben. Für den Antrieb sorgt ein 2,4-Liter-Benzinmotor mit 131 kW (178 PS).