Expertentipps | 17.05.2010
Thomas Hillebrand kommentiert: Noch vor zehn Jahren gab es den (mehr oder weniger) regelmäßigen Stammtisch im Wirtshaus. Jeder erzählte von seinen Erlebnissen über Handwerker, Produkte, Arztbesuche und das eigene Unternehmen.
Mitunter waren auch kritische Bemerkungen dabei, die den Einen oder Anderen in seiner künftigen Entscheidungsfindung beeinflusste. Ärzte wurden gemieden, weil die Wartezeiten zu groß waren – Installateure nicht beauftragt, weil sie bei einem Bekannten einen nassen Keller hinterlassen hatten usw.
Heute gibt es im Internet für Alles Bewertungsportale, bei denen man für Dienstleistungen und Produkte eine Bewertung mit Kommentar abgeben kann. Ein bekanntes Beispiel ist der Internethandelskonzern AMAZON. Für jedes Produkt lässt sich eine sogenannte Rezession abgeben. Das Gleiche gilt für Ärztebewertungsportale, Hotel- und Handwerkerbewertungen.
Was ist nun der Unterschied zwischen einem Stammtisch vor zehn Jahren im Wirtshaus und den sogenannten Stammtischen 2.0 ?
Bei den Stammtischen im Wirtshaus war es ein überschaubarer Personenkreis und die Information breitete sich nur beschränkt aus. Je länger es diese Information gab, umso mehr nahm sie an Relevanz ab und wurde nach einer gewissen Zeit vergessen.
Anders im Web 2.0. Das Internet vergisst nicht und weit aus mehr Menschen können auf die Bewertungen negativ reagieren. Hinzu kommt, dass immer mehr Menschen sich vor dem Kauf eines Produktes oder einer Dienstleistung im Internet informieren. Die Glaubwürdigkeit des Internets steigt gegenüber herkömmlichenBewertungszeitschriften (z.B.Stiftung Warentest, ADAC etc.).
Fazit: Jedes Unternehmen (Konzern, Mittelständler, Freiberufler oder Handwerkerle) sollte sich aus eigenem „Überlebenstrieb“ dafür interessieren, was über das Unternehmen kommuniziert wird. Kurz: Die Online-Reputation entscheidet in Zukunft immer mehr über das Fortbestehen eines Unternehmens. Auch sollte sich jedes Unternehmen an der Kommunikation im Internet beteiligen. Das schafft Vertrauen und sichert ihr Unternehmen.
Vorschau: Nächster Beitrag: Twitter, Facebook, Xing & Co – Was bringen die Portale für mein Unternehmen.