Erhardt+Leimer

Ein Familienunternehmen auf Erfolgskurs

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1.300 Mitarbeiter, Niederlassungen in 13 Ländern, weltweit führender Anbieter von Automatisierungssystemen an laufenden Bahnen – das ist auf den ersten Blick nicht das, was man von einem Familienunternehmen erwartet. Doch genau dies ist beim Stadtbergener Technologie-Unternehmen Erhardt+Leimer der Fall. Seit der Gründung vor über 90 Jahren ist das Unternehmen in Familienbesitz und wird aktuell von der Tochter und dem Enkel des Gründers geführt.

Der Aufstieg vom kleinen Handwerksbetrieb zu einem weltweit führenden Spezialisten hängt für beide E+L Geschäftsführer entscheidend damit zusammen, dass man ein Familienunternehmen ist. Mit ihren Sensor-, Regelungs- und Inspektionssystemen bewegen sich die Stadtbergener in klar definierten Nischen. Wer hier erfolgreich sein und bleiben will, muss Chancen nutzen und gezielt ausbauen. Hierbei ist ein Familienunternehmen gegenüber großen Konzernen oft im Vorteil. Geschäftsführer Dr. Michael Proeller sieht bei Erhardt+Leimer vor allem drei Erfolgsfaktoren. „Wir haben kurze Entscheidungswege, eine über viele Jahre gewachsene Kultur bei zentralen Kompetenzen wie Kundennähe und Innovationskraft sowie Mitarbeiter, die sich mit ihrem Unternehmen identifizieren. Das macht unsere Stärke aus.“

Immer einen Schritt voraus

Ein Blick auf die Firmengeschichte zeigt, dass schnelle Entscheidungen, Kundennähe, Innovation und treue Mitarbeiter nur die eine Seite der Erfolgsgeschichte sind. Ebenso entscheidend gewesen ist die Weitsicht der jeweiligen Geschäftsführer und ihre Bereitschaft immer wieder Neues zu wagen. Ursprünglich war das Unternehmen als Vertrieb und Service für Signalanlagen und Industrieuhren gegründet worden. Frühzeitig erkannten die Firmengründer die Chancen, die sich aus der zunehmenden Automatisierung von Fließbändern und Bahnen ergaben und begannen sich gezielt darauf zu spezialisieren. Mit Erfolg. Ein 1949 entwickeltes Warenführungsgerät zur Regelung des Bahnlaufs in der Textilindustrie legte den Grundstein für das weitere Wachstum. Ähnlich sah es beim Thema Internationalisierung aus. Bevor andere nur daran dachten, trieb Hannelore Leimer Ender der 70er Jahre die Internationalisierung des Unternehmens gezielt voran. Wie sich heute zeigt, war dies eine Entscheidung mit Weitsicht. Aktuell ist Erhardt+Leimer in 13 Ländern mit Niederlassungen vertreten und macht dort einen Großteil seines Umsatzes.

Weiteres Wachstum vorprogrammiert

Besonders in Asien laufen die Geschäfte des Stadtbergener Spezialisten hervorragend. Im letzten Jahr wurden hier ca. 35% des gesamten Umsatzes erzielt. Anfang dieses Jahres hat man eine neue Expansionsstrategie für den asiatischen Raum entwickelt, mit dem der Umsatzanteil auf 50% gesteigert werden soll. Nach mehreren Großaufträgen aus Japan und China ist man auf dem besten Weg, diese ehrgeizigen Ziele zu erreichen. Aber auch in anderen Ländern ist Erhardt+Leimer bestens aufgestellt. So entschied sich zum Beispiel der größte Textilhersteller Brasiliens seine Maschinen mit Produkten von Erhardt+Leimer auszurüsten. Hier konnten sich die Stadtbergener gegen zwei einheimische Konkurrenten durchsetzen.

Auf der Welt zuhause, in Schwaben daheim

50% Umsatz in Asien, Großaufträge aus Brasilien, Produktionsstätten in Indien, Amerika, Brasilien, Taiwan und China – in manchen Unternehmen würden diese Fakten den Arbeitnehmer die Sorgenfalten ins Gesicht treiben. Nicht so bei Erhardt+Leimer. Als Familienunternehmen ist man fest in der Region verwurzelt. Erhardt+Leimer und die beiden Tochterfirmen, E+L Elektroanlagen und E+L Automatisierungstechnik, sind seit Jahrzehnten ein geschätzter und verlässlicher Partner der heimischen Industrie. Komplexe Steuerungen, intelligente Automatisierungstechnik und Kompetenz jeder Art in Elektro- und Datentechnik bilden die Basis für seit Jahrzehnten gewachsene Kundenbeziehungen. Unter dem Motto „Think global, act local“ war die Internationalisierung von Anfang an ein Weg, die Arbeitsplätze in der Region zu sichern und auch hier zu wachsen. Ein Weg, der erfolgreich beschritten wurde. Seit Jahren steigt die Zahl der Mitarbeiter in Stadtbergen kontiunierlich. Und auch als Ausbildungsbetrieb gehört Erhardt+Leimer zu den größten und auch erfolgreichsten Ausbildern der Region. Sichtbares Beispiel für das Wachstum vor Ort ist die Erweiterung der Produktionsflächen. Weil das Stammhaus in Stadtbergen inzwischen sprichwörtlich aus allen Nähten Platz wird ein Teil der Belegschaft bald in die ehemaligen Böwe-Hallen an der Rumplerstraße umziehen.

Die Zukunft im Blick

Sich auf den Lorbeeren ausruhen, möchte man sich bei Erhardt+Leimer nicht. Unter der Leitung von Michael Proeller hat man bereits neue Nischen identifiziert, wo die Produkte von Erhardt+Leimer erfolgreich eingesetzt werden können. Man darf gespannt sein, in welchen Branchen das Unternehmen demnächst von sich reden macht.

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Video "Frau Leimer und Herr Dr. Proeller im Interview"

Hannelore Leimer erklärt warum Erhardt+Leimer ein Nachkriegskind ist. Von Dr. Michael Proeller verrät uns außerdem welche Nische das Unternehmen für sich entdeckt hat und was Erhardt+Leimer eigentlich mit Windeln zu tun hat.

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