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Henning Wirth, CERIX - Bosch Start-up GmbH. Foto: Bernd Jaufmann / B4B WIRTSCHAFTSLEBEN SCHWABEN
Henning Wirth, CERIX - Bosch Start-up GmbH: „Ich würde die Besucher auf eine Alpe mitnehmen. Dort könnten sie hautnah erleben, was nachhaltiges Wirtschaften ausmacht, das seit Generationen das Allgäu prägt: knappe Randbedingungen mit nur fünf Monaten Zeit, um das gesetzte Ziel zu erreichen; das unmittelbare ‚sich Kümmern‘ um die anvertrauten Lebewesen; das Haushalten mit den Ressourcen; und das Glücksgefühl, den Applaus bei der Teilnahme am Viehscheid zum Abschluss.“
Gabriel Göser, Allgäu GmbH. Foto: Bernd Jaufmann / B4B WIRTSCHAFTSLEBEN SCHWABEN
Gabriel Göser, Allgäu GmbH: „Aus meiner Sicht vermittelt eine Skitour genau den richtigen Eindruck davon, wie wertvoll die Natur ist, in der wir leben und arbeiten. Danach gehen wir dann in ein ganz normales Gasthaus mit ganz normalen Gästen und gutem Essen.“
Johannes Lauterbach, Robert Bosch GmbH. Foto: Bernd Jaufmann / B4B WIRTSCHAFTSLEBEN SCHWABEN
Johannes Lauterbach, Robert Bosch GmbH: „Bei uns in der Ausbildung in Blaichach bekommen die Besucher zu sehen, wie das ist, wenn in einer Region seit Generationen Handwerk und Industrie zuhause sind – und was aus dem Miteinander entsteht. Wir sind im Konzern der einzige Betrieb, in dem die Auszubildenden noch das Schmieden von der Pike auf lernen – und der hochmoderne Roboter steht direkt daneben. Das sieht man nirgendwo sonst.“
Janik von Lerchenfeld, Sesitec von Lerchenfeld GmbH. Foto: Bernd Jaufmann / B4B WIRTSCHAFTSLEBEN SCHWABEN
Janik von Lerchenfeld: „Wenn man sich mal zwei Hightech-Produkte anschaut, dort den Tesla und hier den Rasenmäher von Bosch, dann lassen sich gewaltige Unterschiede erkennen. Unter anderem der, dass der Rasenmäher nicht jede zweite Nacht ein Update braucht, um auf seinem Weg zum zuverlässigen Produkte einen Schritt weiter zu kommen. Im Allgäu könnten gerade Besucher aus dem Silicon Valley sehen, wie Innovation und Qualität zusammengehen. Danach gehen wir auf ein Bier zum Zötler.“
Rebecca Weingarten, B4B WIRTSCHAFTSLEBEN SCHWABEN. Foto: Bernd Jaufmann / B4B WIRTSCHAFTSLEBEN SCHWABEN
Rebecca Weingarten, B4B WIRTSCHAFTSLEBEN SCHWABEN: „Bei einer ausgedehnten Wanderung quer durchs Land möchte ich meine Begleiter erleben lassen, wie einzigartig und schön die Natur im Allgäu ist.“
Franke Hoppe, KNÖLL Finanzierungsberatung für Familienunternehmen. Foto: Bernd Jaufmann / B4B WIRTSCHAFTSLEBEN SCHWABEN
Franke Hoppe, KNÖLL Finanzierungsberatung für Familienunternehmen: „Wir würden bei Baufritz in Erkheim vorbeischauen, wenn möglich mit einer Führung durchs Unternehmen mit der Chefin. Da spürt man den Unterschied, den ein Familienunternehmen ausmacht und wie ganz anders sich eine Firma entwickelt, wenn nicht alles geldgetrieben ist.“
Michael Piesbergen, pi-punkt.design. Foto: Bernd Jaufmann / B4B WIRTSCHAFTSLEBEN SCHWABEN
Michael Piesbergen, pi-punkt.design: „Als ich zum ersten Mal aus Niedersachsen hierher gereist bin und am Allgäuer Tor auf der A7 über den Buckel gefahren bin, war ich vollkommen überwältigt von dem Ausblick, der sich dort bietet. Darum würde ich jeden Besucher dorthin nach Schrattenbach mitnehmen.“
Karin Wurth, Business Coach und Beraterin. Foto: Bernd Jaufmann / B4B WIRTSCHAFTSLEBEN SCHWABEN
Karin Wurth, Business Coach und Beraterin: „Im Gunzesrieder Tal könnten unsere Besucher mit eigenen Augen sehen, dass es sich mit der Digitalisierung genauso verhält wie mir der Landschaftsgestaltung: Die mächtigen, aber sich immer noch verändernden Strukturen der Nagelfluhkette, die unbändige Kraft der kleinen Ach, die ihre Spuren hinterlässt. Dort erkennt man, wie aus einer Natur- eine Kulturlandschaft wird und wie beides miteinander verknüpft ist. Zum Abschluss geht’s dann auf die Derbalpe zu einer herzhaften Brotzeit mit Käse- und Hirschwurstplatte.“
Gertrud Knoll, Schloss Immenstadt. Foto: Bernd Jaufmann / B4B WIRTSCHAFTSLEBEN SCHWABEN
Gertrud Knoll, Schloss Immenstadt: „Ich werde sie sicher nicht unserem Bergbauernhof mitnehmen, mit seinem endlosen Panorama von der Zugspitze bis zum Säntis. Sonst bleiben die alle und gehen nicht mehr weg. Stattdessen zeige ich ihnen im Stadtschloss Immenstadt, wie man Altes bewahrt und gleichzeitig Neues gestaltet. Und was es bedeutet, nachhaltig zu arbeiten, um über Jahrhunderte hinweg zu bestehen.“
Tosca Kühn, FFI GmbH. Foto: Bernd Jaufmann / B4B WIRTSCHAFTSLEBEN SCHWABEN
Tosca Kühn, FFI GmbH: „Viele Dörfer hier kämpfen um ihr Gasthaus. Im Dorfhaus in Thalkirchdorf sieht man, wie eine Person mit einem klaren Ziel, einem festen Willen und viel Tatkraft aus diesem Kampf eine schöpferische Leistung gemacht hat. Denn vom ursprünglichen Gedanken des ‚Erhaltens‘ hat sich dieses Projekt weiterentwickelt, was dem ganzen Ort neuen Halt gibt – und Besuchern ein besonderes Erlebnis verschafft, zum Beispiel in der Käseschule. In der Wirtschaft begegnet man den Bauern vom Ort und dem Stammtisch. Da hat jemand das Allgäu gestärkt und gleich auch noch etwas Neues geschaffen.“
Sabine Ritter, Allgäu GmbH. Foto: Bernd Jaufmann / B4B WIRTSCHAFTSLEBEN SCHWABEN
Sabine Ritter, Allgäu GmbH: „Ich lade die Besucher in einen Bus, in dem schon Gründer aus dem Allgäu sitzen. Dann fahren wir zu einem Ausflug aufs Nebelhorn, übernachten – im Winter –in einem Iglu. Bei 360°-Blick und Kässpätzle begeistern wir uns dann gemeinsam daran, wie man aus wenig viel machen kann.“
Andres Santiago, vmm wirtschaftsverlag. Foto: Bernd Jaufmann / B4B WIRTSCHAFTSLEBEN SCHWABEN
Andres Santiago, vmm wirtschaftsverlag: „Den Unternehmern aus den USA würde ich in einem Gespräch mit Firmeninhabern aus dem Allgäu einmal nahebringen, was Verantwortung für Unternehmen, Mitarbeiter und Standort wirklich bedeutet. Und ich zeige ihnen einen deutschen Steuerbescheid.“
Kathrin Menig, Allgäu GmbH. Foto: Bernd Jaufmann / B4B WIRTSCHAFTSLEBEN SCHWABEN
Kathrin Menig, Allgäu GmbH: „Vermutlich wird meine Reisegruppe schon auf dem Weg zur sonnen GmbH darüber staunen, wie sich ein Zukunftsunternehmen seine Zufahrtsstraße mit einem Landwirt teilt. Beim anschließenden Besuch des Festivals in Willofs werden sie dann eine Atmosphäre mitbekommen, die es mit dem ‚Burning Man‘ aufnehmen kann.“
Klaus Fischer, Allgäu GmbH. Foto: Bernd Jaufmann / B4B WIRTSCHAFTSLEBEN SCHWABEN
Klaus Fischer, Allgäu GmbH: „Schauen wir doch bei Abt und Alpina vorbei, um zu sehen, wie man selbst Autos in Top-Qualität noch besser machen kann. Oder bei Grob, um vom stetigen Streben nach Hightech zu erfahren, die das Level immer noch höher setzt. Für den Einblick ins intelligente Mit- und Nebeneinander von Unternehmen geht’s dann zum Testzentrum für autonomes Fahren am Allgäu Airport. Und schließlich ins Allgäu Resort, wo man sieht, welche Vielfalt sich aus einer Ressource entwickeln lässt.“
Christian Dosch, Allgäu Digital. Foto: Bernd Jaufmann / B4B WIRTSCHAFTSLEBEN SCHWABEN
Christian Dosch, Allgäu Digital: „Wir schlagen ein Basislager an einem Ort auf, der Vergangenheit hat und noch seine Zukunft sucht – so, wie es hier in der Textilfabrik einmal war. Dort richten wir einen gemeinsamen Workspace mit Allgäuer Unternehmern ein, vor allem mit solchen, die im B2B-Bereich unterwegs sind; denn damit haben es die Amerikaner noch nicht so. Und dann lassen wir sie gemeinsam 48 Stunden lang an der Aufgabe arbeiten, diesen Ort perspektivisch mit Leben zu füllen.“
Christian Skala, SCALTEL AG. Foto: Bernd Jaufmann / B4B WIRTSCHAFTSLEBEN SCHWABEN
Christian Skala, SCALTEL AG: „Natürlich fahren wir nach Neuschwanstein. Dort lassen wir die Besucher den Unterschied kennenlernen zwischen der Besucherschlange einst und der intelligenten Steuerung für den minutengenauen Zutritt jetzt. Bei der Gelegenheit steigen wir auch auf den Turm und schauen uns dort an, wie man mit klassischer Funktechnik etwas erreicht, wenn man mit Glasfaser nicht hinkommt. Da sieht man dann schön, dass selbst die modernsten Produkte aus dem Silicon Valley nur im Verbund mit anderen Techniken ihre Nützlichkeit entfalten. Danach besuchen wir dann noch ein paar Firmen, die Produkte nicht nur herstellen, sondern sie so weit veredeln, dass ihre Kunden einen wirklichen Mehrwert haben.“
Joachim Keck, ATM Training GmbH. Foto: Bernd Jaufmann / B4B WIRTSCHAFTSLEBEN SCHWABEN
Joachim Keck, ATM Training GmbH: „Amerikaner sind schnell zu begeistern, aber auch schnell gelangweilt. Also fliegen wir sie mit dem Heli übers Allgäu, damit sie sehen, wie viel Vielfalt in diesem Land steckt. Den zweiten Tag widmen wir dann ganz dem Vernetzen mit den Menschen in diesem Land, bevor wir am dritten Tag dann die hervorragende Infrastruktur auf dem Boden erleben.“
Ulrich Pfaffenberger, vmm wirtschaftsverlag. Foto: Bernd Jaufmann / B4B WIRTSCHAFTSLEBEN SCHWABEN
Ulrich Pfaffenberger, vmm wirtschaftsverlag: „Natürlich geht’s zum Katzbrui. Nicht nur wegen des außergewöhnlichen Namens, sondern wegen der Konzentration klassischer Allgäuer Assets auf einem Punkt: technisches Können, Gesundheitsquellen, Kulturschätze und Freude an der Natur. Später dann darf die Gruppe an einem steilen Hang zur Sense greifen und die Mahd auf die Huanza verteilen, damit sie ein Verständnis dafür erlangt, welchen Wert das traditionelle Wissen und Können auch heute noch besitzt – und wie dessen Nutzen viel mehr Spaß macht als das Spinning im Fitness Center.“
B4B WIRTSCHAFTSLEBEN SCHWABEN Round Table

Blaichach, Bus und Burning Man: Exklusive Einblicke ins Allgäu

Reisen deutscher Wirtschaftsdelegationen an die Hightech-Brennpunkte dieser Welt sind nach wie vor beliebt – von Singapur bis San Jose. Beim Round Table von B4B WIRTSCHAFTSLEBEN SCHWABEN in Kempten haben wir die Perspektive umgedreht: An welche Plätze in ihrer Region würden Allgäuer Unternehmer die Teilnehmer eine Delegationsreise aus dem Silicon Valley führen? Und was könnten diese dort lernen? 

Fotos: Bernd Jaufmann / B4B WIRTSCHAFTSLEBEN SCHWABEN