Bergbahnen: Das Allgäu rüstet auf

Auf den Pisten tut sich was

Die neue Ossi-Reichert 8-er Kabinenbahn. Foto: Siegfried Bruckmeier
Begeisterte Wintersportler sind in Bayerisch-Schwaben bestens aufgehoben. Mit zahlreichen Skigebieten, die weit über die deutschen Grenzen hinaus bekannt sind, zählt die Region zu einer der beliebtesten Destinationen weltweit. Damit dies auch so bleibt, gehen die Betreiber engagiert fortschrittliche Wege - und stoßen dabei bisweilen auch auf Gegenwind.

von Kathrin Hansel

Der weite Blick über Berg und Tal, die frische Gebirgsluft auf den Wangen, das Knirschen von Schnee unter den Skiern und die Freude an der Geschwindigkeit, wenn es die Piste hinuntergeht – all dies macht den winterlichen Bergsport zu einem Genuss für alle Sinne. Bayerisch- Schwaben ist mit dem Allgäu und der Lage am Rande der Alpen die perfekte Region, um dem Skisport nach Herzenslust zu frönen. Für die zahlreichen renommierten Skigebiete und Pisten, die Jahr für Jahr Tausende aus der ganzen Welt locken, investieren deren Betreiber immer wieder Millionenbeträge – und lassen so Wintersportlerherzen höher schlagen. In der Bergwelt Oberjoch beispielsweise findet sich ein einzigartiges Pistenjuwel mit exzellenten Wetter-, Schnee- und Pistenverhältnissen. Acht Bergbahnen und über 20 Pisten in sämtlichen Schwierigkeitsstufen bieten alles, von der Anfängerebene bis zu Freestyle-Buckelpiste oder Funpark.

Bergbahnen Bad Hindelang rüsten sich für die Zukunft

Um auch weiterhin attraktiv für Winter- und Bergsportler zu bleiben, muss ein Skigebiet jedoch kontinuierlich auf den neuesten Stand gebracht und ausgebaut werden. Erst im Juni 2015 fiel der Startschuss für eine grundlegende, 23 Millionen Euro teure Modernisierung der Bergbahnen in Bad Hindelang. Den alten Schwandenlift ersetzt ab der diesjährigen Saison eine neue Achtersesselbahn – der erste wettergeschützte „Achtersessel“ in ganz Deutschland. Am Wiedhag sowie Grenzwies entsteht jeweils ein moderner Sechsersessel. Auch die Beschneiungsanlage wird bezüglich Energieeffizienz und Qualität weiter optimiert. Im Fokus jedes Umbaus stehen selbstverständlich die Gäste: „Neben Attraktivität und Qualität verbessern wir den Service und reduzieren die Wartezeiten an den Liften“, freut sich Eric Enders, Vorstand der Bergbahnen Hindelang-Oberjoch AG.

Ofterschwang-Gunzesried und Hörnerbahn investieren gemeinsam

Bad Hindelang/Oberjoch/Unterjoch gilt während der Wintermonate längst nicht als einziger Besuchermagnet innerhalb Bayerisch-Schwabens. Insbesondere Ofterschwang-Gunzesried ist in der Sportlerszene eine namhafte Destination: Im Januar 2016 findet der alpine Damen-Skiweltcup hier bereits zum achten Mal statt. Erst 2013 investierten die Skigebiete Ofterschwang-Gunzesried und die Hörnerbahn gemeinsam 24,5 Millionen Euro in neue Bahnen und Schneekanonen. „Zur neuen Achterkabinenbahn, der Ossi-Reichert-Bahn, kam noch ein Sechsersessel hinzu“, berichtet Hanspeter Schratt, einer der Geschäftsführer der Bergbahnen Ofterschwang- Gunzesried. Zusätzlich wurden neue Parkmöglichkeiten geschaffen, Pisten optimiert und die Infrastruktur weiter verbessert. Im nahen Skigebiet Bolsterlang-Hörnerbahn ersetzt heute ein moderner Sechsersessel am Weiherkopf den einstigen Schlepplift. Außerdem gab es einen neuen Tellerlift, eine optimierte Beschneiungsanlage und größere Parkplätze. Die Investition zahlte sich in Ofterschwang- Gunzesried bereits in der ersten Wintersaison aus: Trotz allgemein schwieriger Lage konnten 2013/14 rund 10 Prozent mehr Gäste begrüßt werden. „Auch in der Wintersaison 2014/15 erzielten wir trotz schwieriger Umstände ein ähnlich positives Ergebnis“, berichtet Schratts Geschäftsführerpartner Rainer Hartmann. Überlegungen, das Angebot im Sommer auszubauen, sind momentan ebenfalls im Gespräch. Die Amortisationszeit der Investitionskosten von rund 16,5 Millionen Euro schätzt Hartmann allein in Ofterschwang-Gunzesried auf etwa 15 bis 20 Jahre „je nach Wetter und Schneeverhältnissen“.

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