Lager- und Flurfördertechnik

Im Lager regieren Bits & Bytes

Im Lager regieren Bits & Bytes. Foto: Toyota Material Handling Deutschland GmbH
Die Digitalisierung verändert Produkte und Prozesse in der Lager- und Fördertechnik massiv. Wie sich Anbieter auf die neuen Herausforderungen einstellen und welche Innovationen hier Massstäbe setzen, zeigt ein Blick zu Spezialisten in Bayerisch-Schwaben.

von Bert Röge

Die Digitalisierung verändert derzeit das Wirtschaftsleben dramatisch. In der Logistik wandeln sich dadurch zahlreiche Prozesse. Dass diese Veränderung massiv inzwischen auch auf die Hersteller und Systemanbieter in der Lagertechnik durchschlägt, überrascht kaum. „Die Vernetzung, Digitalisierung, Individualisierung und Automatisierung spielen für die Entwicklung in Richtung Logistik 4.0 eine entscheidende Rolle. Mit diesem Trend beschäftigen wir uns mit unseren Kunden und wir befinden uns hier im Dialog“, berichtet Benjamin Brandl, Verkaufsleiter bei Gruma Fördertechnik in Friedberg. „Durch diese Veränderungen und Optimierungen werden aus meiner Sicht die Unternehmen in Zukunft optimaler, besser aufgestellt und für die Zukunft gerüstet sein.“

Auch die Auftragsbücher der Franz X. Rauscher KG spiegeln diese Entwicklung wider, wie Geschäftsführer Stefan Rauscher im Gespräch mit unserer Redaktion bestätigt: „In den letzten Jahren ist die Zahl der Kunden aus dem Internethandel stark gewachsen. Leuchttürme wie Zalando, reBuy oder eBay zählen zu den jüngsten Referenzen.“ Für sie löst der schwäbische Lagertechnikspezialist mit mehrstöckigen Regalanlagen die Herausforderungen aktueller Trends. 

Hintergrund: Die Internethändler sind durch knappere Logistikflächen und fehlende Arbeitskräfte oder Themen wie Same-Day-Delivery und Retourenmanagement zu effizienteren Abläufen gezwungen. Intelligent konzipierte Regalanlagen bieten dafür kurze Wege für den schnellen Griff ins Fach und gute Arbeitsbedingungen für Menschen. Aus Rauschers Sicht sind „Faktoren wie Luft, Licht, Ergonomie und nicht zuletzt Sicherheit in logistikintensiven Regionen ein Vorteil im Wettbewerb um Fachkräfte“. Hier seien Systemanbieter gefordert, ihre Kunden stark zu machen.

Hochmoderne Anlagen für die Industrie 4.0

Bei der Günzburger Steigtechnik wirken sich Digitalisierung und Automatisierung besonders im Bereich komplexer Sonderkonstruktionen aus, die entsprechend auf die Anforderungen der Kunden zugeschnitten sind. Dazu zählen Arbeitsbühnen mit verschiedenen Arbeitsebenen, Plattformausschüben, millimetergenau höhenverstellbaren Plattformen zur individuellen und konturgenauen Anpassung an unterschiedliche Werkstücke – mit Spaltmaß null – oder auch selbstfahrende Arbeitsplattformen. „Diese Anlagen kommen in hochmodernen Fertigungsanlagen und -straßen zum Einsatz, wo Industrie 4.0 bereits Einzug gehalten hat“, berichtet Bettina Sauter aus der Presseabteilung des Unternehmens: „Dementsprechend müssen sie diesen Anforderungen genügen und in die Prozesse reibungslos integrierbar sein. Neue Funktionen mit noch präziseren Mechanismen bei unseren Steigtechniklösungen sind das Resultat.“ Die damit steigenden Arbeitssicherheitsanforderungen führen zu immer noch ausgereifteren und funktionsreicheren Lösungen.

Digitalisierung treibt die Entwicklung

Auch bei den Spezialisten selbst zeigt die Digitalisierung Folgen. „Wir sind Teil der Veränderung“, sagt Sascha Christ, Vertriebsleiter Süd bei Toyota Material Handling Deutschland GmbH und Toyota Stapler Center Süd in Derching, „die Digitalisierung treibt auch Entwicklungen in unserem Hause voran. Unser preisgekröntes Flottenmanagementsystem I_Site ist dafür die Basis. Hiermit sind Stapler online über Telekommunikationsnetze verbunden, übermitteln geräte- und fahrerbezogene Daten direkt ins Internet und sind dadurch auf jedem Endgerät abrufbar.“

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