GVZ Region Augsburg

GVZ: Ralf Schmidtmann im Interview

Ralf Schmidtmann, Geschäftsführer GVZ Entwicklungsmaßnahmen GmbH. Foto: GVZ
„Wir erfüllen unsere Vision“ - Geschäftsführer Ralf Schmidtmann zieht im B4B-Interview die Status-Quo-Bilanz des GVZ.

Herr Schmidtmann, wie anhängig ist die Wirtschaft – vor allem der Mit-telstand – in Bayerisch-Schwaben inzwischen von der Leistung(-sfähig-keit) des GVZ?
Ralf Schmidtmann: Aus unserer Erfahrung folgt die Logistik sowohl der Entwicklung der produzierenden Unternehmen am Standort als auch andersherum. Das heißt, mit der Ansiedlung starker Logistikunternehmen steigt die Attraktivität als Standort für Industrie und Handel.

Wie zufrieden sind Sie mit der Auslastung, der Struktur der angesiedelten Unternehmen und der bisherigen Entwicklung? 
Momentan sind 70 Prozent der Flächen im Güterverkehrszentrum Region Augsburg verkauft. Unser Ziel ist ein ausgewogener Mix im Verhältnis von 50-30-20. Das heißt, auf rund 60 Hektar Nutzfläche sollen 50 Prozent der Betriebe Kontraktlogistiker oder Kurier-, Paket- beziehungsweise Expressdienstlogistiker (KEP) sein, 30 Prozent Dienstleister im kombinierten Verkehr und 20 Prozent Serviceunternehmen vom Nutzfahrzeughändler über Nahversorgung bis zum Hotelbetrieb. Generell suchen wir Unternehmen, die als langfristige Eigentümer Verantwortung für unser GVZ und damit auch für unsere Region übernehmen.

Wo wollen Sie als Nächstes hin? 
Die nächsten relevanten Schritte sind mit Ausblick auf den Bau des Terminals die Ansiedlung von Dienstleistern im sogenannten kombinierten Verkehr. Damit erfüllen wir die Vision, mit der wir angetreten sind, nämlich Verkehre von der Straße auf die Schiene zu bringen. Und mit dem aktuellen Vertriebsstart für unser Sondergebiet 10 suchen wir Investoren aus den Bereichen Büro, Handel und Gastronomie.

Wie steht es um die Verfügbarkeit von qualifiziertem Personal für wei-teres Wachstum? 
Aus Sicht der angesiedelten Arbeitgeber muss der Arbeitsmarkt mit den Entwicklungen in der Logistiklandschaft Schritt halten. Mit den Ansiedlungen im Süden von Augsburg weist der Arbeitsmarkt momentan einen Nachfrageüberhang auf. Qualifizierte Arbeitskräfte sind derzeit auf allen Ebenen eher knapp. Auf lange Sicht zieht dieser temporäre Engpass den weiteren Ausbau der bereits sehr guten Aus- und Weiterbildungslandschaft in der Region Augsburg nach sich.

Was fällt hierbei für Sie ins Gewicht? 
Heute schon ist die Logistik an den Lehrstühlen unserer Universität und Hochschulen vertreten. Mit einer Zunahme an Logistik nehmen auch sichtbar die Kooperationen zwischen Hochschulen und Wirtschaft zu. Im gewerblichen Bereich besitzt die Region mit dem Kompetenzzentrum Verkehr- und Logistik (KVL) der IHK Schwaben in Kooperation mit Ulm bereits ein einzigartiges Weiterbildungsangebot. Das kann sich durch die verstärkte Nachfrage ebenso weiterentwickeln wie das der anderen Weiterbildungsträger in der Region.

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