Regio A³

Immobilienkongress Augsburg: „Der Weg vom C- zum B-Standort bahnt sich an“

Andreas Thiel beim Immobilienkongress von Regio A³. Foto: Iris Zeilnhofer/B4B WIRTSCHAFTSLEBEN SCHWABEN
Rund 180 Anmeldungen zum Immobilienkongress von Regio A³ unterstreichen das Interesse von Bauherren und Investoren in der Fuggerstadt deutlich. Die Nachfrage ist da, doch auch der Platz?

„Aus Immobiliensicht war Augsburg bis vor kurzem noch langweilig“, lies Alexander Heintze, Ressort Bayern bei der Immobilien Zeitung, verlauten. Doch seit der Moderator als Student in der Fuggerstadt gelebt hat, ist einiges passiert. Das weiß auch Heintze. „Investoren sehen sich immer wieder Augsburg an“, erklärte er weiter. „Der Weg vom C-Standort zum B-Standort bahnt sich an.“

Augsburg verstärkt Bautätigkeiten

Letzteres ist auch das Motto des 4. Immobilienkongress Wirtschaftsraum Augsburg. Definitionen was als C und was als B-Standort zu werten ist, gibt es jedoch viele. Einige Kriterien erfüllt Augsburg bereits, bei anderen hinkt die Stadt noch hinterher. Doch Oberbürgermeister Dr. Kurt Gribl zeigte sich optimistisch. „Unsere Bautätigkeit in den letzten Jahren ist stark gestiegen“, erzählte der OB. Damit wuchs auch die Lebensqualität. 2010 bis 2016 stieg deshalb – so Gribl – auch die Bevölkerung in Augsburg um rund 8,4 Prozent an. „Das muss eine Kommune erst einmal verkraften.“

180 Gäste auf dem Immobilienkongress in Augsburg

Daran arbeitet Augsburg heute noch und das mit den nächsten Großprojekten in der Pipeline. Der Ausbau des Öffentlichen Personennahverkehrs, die Umgestaltung der Innenstadt und die Gründung des Innovationsparks waren nur der Anfang. Am Hauptbahnhof laufen noch immer ausführliche Arbeiten, die Universitätsklinik kommt und das Technologiezentrum Augsburg (TZA) lockt weitere Arbeitgeber in die Stadt. Mehr Wachstum und mehr Menschen werden die Folge sein.

Stadt sucht nach Platz für Wohnraum

Das stellt die Stadt vor die Herausforderung, genügend Wohnraum bereitzustellen. Der Markt ist bereits jetzt angespannt. Die Einführung eines Mietspiegels und die „Offensive Wohnraum“ sind einige Instrumente, mit denen Augsburg daran arbeiten möchte. Doch um Wohnraum zu schaffen, braucht es Platz. Die Gebiete der ehemaligen Kasernen sind beispielsweise bereits ausgelastet. Das Gaswerk Areal wird zum Zentrum für die Kreativwirtschaft und Künstler und nicht zu Wohnraum. Nun will die Stadt Leerstände ausmachen und Potenziale in Bestandsgebäuden suchen. Doch auch das Thema „Urbane Gebiete“ scheint von der Stadtregierung nicht ganz ausgeschlossen zu werden.

Verknüpfung zwischen Wohnen und Arbeiten

Unter dem Begriff „Urbane Gebiete“ steckt eine Initiative der Bundesregierung Deutschland. Diese ermöglicht den Bau von Wohnraum in Gewerbegebieten oder in stark verdichteten städtischen Gebieten. So soll das Zusammenspiel von Wohnen und Arbeiten in den Innenstädten vereinfacht werden. Der Bundesrat hat die entsprechenden Änderungen des Bauplanungsrechts bereits verabschiedet. Doch macht auch Augsburg davon Gebrauch? Auf Nachfrage zeigte sich Oberbürgermeister Gribl beim Immobilienkongress verhalten. Mögliche Standorte nannte er ebenfalls nicht. Ein klares Nein war auf der anderen Seite aber auch nicht zu hören. Was Gribl bestätigen konnte, war, dass die Suche nach Flächen weiter schwierig ist.

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