Rasantes Wachstum

Immobilien: Milliarden-Investitionen in Augsburg erwartet

Stephan Deurer, Rolf Settelmeier, Michael Thiede und Andreas Thiel. Foto: B4B WIRTSCHAFTSLEBEN SCHWABEN
Bei der Vorstellung des A3 Immobilienmarktreports. Foto: B4B WIRTSCHAFTSLEBEN SCHWABEN
Bei der Vorstellung des A3 Immobilienmarktreports. Foto: B4B WIRTSCHAFTSLEBEN SCHWABEN
Bei der Vorstellung des A3 Immobilienmarktreports. Foto: B4B WIRTSCHAFTSLEBEN SCHWABEN
Bei der Vorstellung des A3 Immobilienmarktreports. Foto: B4B WIRTSCHAFTSLEBEN SCHWABEN
Bei der Vorstellung des A3 Immobilienmarktreports. Foto: B4B WIRTSCHAFTSLEBEN SCHWABEN
Bei der Vorstellung des A3 Immobilienmarktreports. Foto: B4B WIRTSCHAFTSLEBEN SCHWABEN
Der Wirtschaftsraum Augsburg wächst rasant: Im Westen durch die Uniklinik, im Süden entlang der B17 und im Osten Richtung München. Dieses Wachstum und vor allem seine Geschwindigkeit verändern den Immobilien-Markt grundlegend.

„In den letzten Jahrzehnten hat Augsburg eine dramatische, positive Entwicklung durchgemacht“, so der Augsburger Bauunternehmer Stephan Deurer, „mit einhergegangen sind jedoch auch große Herausforderungen. Diese gilt es, gemeinsam anzugehen. Es muss ein Ruck durch unsere Reihen gehen, der Wille, gemeinsam die Zukunft dieser Stadt zu gestalten. Wenn sich hier nicht etwas ändert und wir so weitermachen wie bisher, werden wir auf der Standspur überholt.“ Diese deutlichen Worte fand der Geschäftsführer der asset bauen wohnen gmbh am 20. Januar bei der Vorstellung des Immobilien-Markt-Reports in Augsburg in der Stadtsparkasse Augsburg.

Starke Wirtschaft und hohe Lebensqualität verändern den Immobilien-Markt

Herausgeber des Reports ist die Regio Augsburg Wirtschaft GmbH. Erstellt wurde er gemeinsam mit der RES Reals Estate Solutions GmbH. Ziel des Reports ist es, einen wachsenden Markt transparenter zu machen. Denn Experten gehen bis mindestens 2030 von einer positiven Bevölkerungs-Entwicklung im Großraum Augsburg aus. Die 300.000 Einwohner-Marke wird die Fuggerstadt voraussichtlich 2019 knacken. Zahlreiche „weiche“ Standortfaktoren tragen dazu bei, dass immer mehr Menschen in den Wirtschaftsraum Augsburg ziehen. Hinzu kommen starke Tourismus-Zahlen. Augsburg wächst als Logistik-, Forschungs- und Produktions-Standort. „In den letzten Jahren siedelten rund 100 Unternehmen aus München in die Region Augsburg um“, so Andreas Thiel, Geschäftsführer der Regio Augsburg Wirtschaft GmbH. Auch die starken Pendler-Verflechtungen zwischen der Stadt Augsburg, den Landkreise Augsburg und Aichach-Friedberg sowie der Landes-Hauptstadt München bergen Herausforderungen.

Wirtschaftliches Wachstum durch gute Infrastruktur

„Entlang der B17 steigen die Preise für Büromieten derzeit stark an“, so Michael Thiede, Geschäftsführer RES Reals Estate Solutions GmbH. Die Netto-Miete liegt derzeit bei bis zu 14 Euro pro Quadratmeter. „Die Nachfrage ist da. Der Hauptgrund dafür ist die extrem gute Infrastruktur hier.“ Im Gegenzug wird jedoch ein modernster Standard erwartet. Der Trend geht immer mehr zur Hightech-Immobilie – zumindest für die, die es sich leisten können. „Was wir derzeit erleben ist, dass sich der Markt innerhalb von zwei, drei Jahren völlig verändert“, so Michael Thiede. Für die Zukunft wird noch mehr Wandel erwartet. „Sowohl die Uniklinik als auch der Augsburg Innovationspark bringen künftig Milliarden-Investitionen im Immobilien-Bereich nach Augsburg“, ist sich Stephan Deurer sicher, „künftig wird zudem das Thema ‚nach oben wachsen‘ zunehmend wichtig werden. Denn einen Mangel an Flächen gibt es bereits heute.“

Auch Wohnraum wird rarer und teurer

„Die steigenden Mieten sind ein Thema, das ganz Deutschland bewegt“, so Michael Thiede, „in Augsburg sind diese in den letzen Jahren um durchschnittlich 20 Prozent gestiegen.“ Dabei entspringt die hohe Nachfrage aus dem Eigenbedarf der Stadt. „Augsburg ist mitnichten eine ‚Schlafstadt‘ für München-Pendler“, betont Thiede, „so weit sind wir hier noch nicht.“ Allerdings kosten Einfamilien-Häuser heute so viel, wir vor sieben oder acht Jahren in München bezahlt wurde. „Das Dramatische ist die Zeitspanne, in der sich der Markt so rapide geändert hat“, so Stephan Deurer, „gleichzeitig sind die Löhne kaum gestiegen. Deshalb wird nicht nur mehr, sondern vor allem auch mehr sozialer Wohnraum gebraucht.“ Deurer sprach sich dafür aus, dass Unternehmen diese Herausforderungen gemeinsam mit der Politik angehen: „Die Frage, um die es geht, ist doch: Was können wir beitragen, um die Zukunft Augsburgs gemeinsam zu gestalten und zu lenken?“

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