Wichtige Verkehrsachse durch Schwaben

Dobrindt auf B16-Konferenz: „Es wurde lange zu wenig investiert“

Die B16-Konferenz fand mit Bundesverkehrsminsiter Alexander Dobrindt in Rain am Lech statt. Foto: B4B WIRTSCHAFTSLEBEN SCHWABEN
Das Geld für den Ausbau der Infrastruktur ist da. Doch wie können wichtige Projekte wie der Ausbau der B16 am besten umgesetzt werden? Dies diskutierten Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt, MdB Ulrich Lange und Dr. Andreas Kopton, Präsident der IHK Schwaben gemeinsam mit Vertretern aus Wirtschaft und Politik.

„Das Geld ist da – trotzdem wird nicht gebaut. Woran liegt das?“ Diese Frage stellte Dr. Andreas Kopton, Präsident der IHK Schwaben, den zahlreichen Teilnehmern der gestrigen B16-Konferenz bei 4SELLERS in Rain am Lech. „Der Hauptgrund dafür ist“, so Kopton weiter, „dass es häufig kleinen Gruppen gelingt, mit Bürgerentscheiden das zu verhindern, was die Mehrheit will. Dadurch werden für unsere Region wichtige Bauprojekte verzögert.“

B16-Konferenz in Rain mit Bundesminister Alexander Dobrindt

B16-Ausbau von Günzburg bis Ingolstadt geplant

Geschlossenheit demonstrieren, gemeinsam an einem Strang ziehen, um die Bundestraße als Ganzes weiterzuentwickeln und die Wirtschaft zu stärken: Das war der Fokus der B16-Konferenz am 4. Mai 2017 in Rain. „Die B16 ist eine wichtige Verkehrsachse durch eines der wirtschaftlich stärksten Gebiete Bayerns“, erklärte MdB Ulrich Lange. Schritt für Schritt sollen wichtige Projekte entlang dieser Achse nun bis 2030 verwirklicht werden. Auch Lange betonte: „Das Geld für wichtige Bauprojekte ist da.“

Dobrindt: „B16-Ausbau entscheidet über die Zukunft des Wirtschaftsstandorts“

Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt erklärte: „Es wurde viel zu lange viel zu wenig in die Infrastruktur investiert. Dies muss sich ändern.“ Dobrindt betonte: „Das Geld ist da.“ Der Bundesminister sieht die B16-Konferenz als wichtiges Signal für die Öffentlichkeit. „Diese Investition entscheidet über die Zukunft des Wirtschaftsstandorts“, so Dobrindt. Es sei wichtig, den erheblichen volkswirtschaftlichen Schaden, der tagtäglich durch Stau entstehe, zu verhindern. „Es geht darum, eine wirtschaftliche Dynamik und somit neue Perspektiven in der Region zu schaffen“, erklärte Dobrindt, „eine schnelle, leistungsfähige B16 gehört unbedingt dazu.“

Hohes Kosten-Nutzen-Verhältnis erwartet

Die Weiterentwicklung der B16 als Querverbindung zwischen der A8 bei Günzburg und der A9 bei Ingolstadt gilt als für die Wirtschaft enorm wichtig. Denn täglich nutzen nicht nur viele tausend Pendler sondern auch viele Unternehmen die Bundesstraße als Verbindung zwischen beiden Autobahnen. Nun soll die B16 ausgebaut werden. Dazu sind gleich mehrere Bauvorhaben geplant. Diese sind von West nach Ost:

  • Ortsumfahrung Höchstädt
  • Orstumfahrung Schwenningen/Tapfheim
  • Orstumfahrung Neuburg-Süd
  • Verlegung der B16 bei Marienheim
  • Vierstreifiger Neu- und Ausbau von Heinrichtsheim zur B13 bei Ingolstadt
  • Vierstreifiger Ausbau zwischen dem Knoten der B13/B16 und der Anschlussstelle Manching an der A9

Das Kosten-Nutzen-Verhältnis gilt als außergewöhnlich hoch. Konkret bedeutet das: Der Bund sieht einen enormen wirtschaftlichen Vorteil, vor allem im Ausbau der verschiedenen Abschnitte zwischen Günzburg und Donauwörth.

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