SÄBU Holzbau

Christine Machacek: „Holzbau zieht viele  Bauherren an“

Christine Machacek, Geschäftsführerin der SÄBU Holzbau GmbH. Foto: SÄBU Holzbau
Kluge Köpfe aus der Welt des Bauens und der Architektur in Bayerisch-Schwaben stellen sich der Herausforderung unseres Fragebogens, der Ein- und Ausblicke in eine ebenso bodenständige wie kreative Branche liefert. Folge 2: Christine Machacek, Geschäftsführerin der SÄBU Holzbau GmbH in Biessenhofen.

B4B WIRTSCHAFTSLEBEN SCHWABEN: Wenn Sie heute aus dem Fenster schauen: Welches „Wetter“ sehen Sie über der schwäbischen Baukonjunktur?
Christine Machacek: Sonnig – versuchen Sie einmal, einen guten Handwerker kurzfristig zu bekommen.

Erwarten Sie in nächster Zeit größere Veränderungen?

Wir erwarten keine große Veränderung, zumindest nicht in den Geschäftsfeldern, in denen unser Unternehmen tätig ist. Gerade für den Bereich der Bildungsbauten und insbesondere Schulen laufen umfangreiche Förderprogramme und es besteht zusätzlicher Raumbedarf.

Was ist Ihr persönliches Vorzeige-Objekt – und warum?

Das neueste Vorzeigeprojekt ist der Neubau einer Grundschule mit Mensa in Holz-Hybridbauweise. Das zweigeschossige Gebäude mit einer Brutto-Geschossfläche von fast 2.400 Quadratmetern wurde in nur 22 Wochen schlüsselfertig erstellt. Das Gebäude wurde aufgrund der kurzen Bauzeitvorgaben ursprünglich in Stahlmodul-Bauweise geplant. Der Holz-Hybridbau zeigt somit, dass er eine hoch wettbewerbsfähige Technologie gegenüber industriell gefertigter Stahl-Raummodule ist.

Von welchem Baustoff oder -material geht gerade die größte Anziehungskraft oder Begeisterung aus?

Der Holzbau zieht eine Vielzahl von öffentlichen Bauherren aufgrund seiner Ökologie an. Holz-Hybridbau, also Baustoff-Kombinationen aus Holz, Beton und Stahl, löst dort wo er sinnvoll eingesetzt werden kann, bei Bauherren durchgängig Begeisterung aus.

Welche Rolle spielt die Digitalisierung für die Branche und für Ihr Unternehmen?

Die Digitalisierung geht auch nicht an der Baubranche vorbei. Impulsgeber in der Baubranche ist BIM, also Building Information Modeling. Softwaregestützte Lösungen alleine sind jedoch nicht das Maß aller Dinge. Unternehmen in der Baubranche müssen in allen Geschäftsbereichen strukturierte Prozesse generieren, um die Vorteile dieser Lösungen effizient zu nutzen.

Strukturierte Prozesse sind in unserem Unternehmen aufgrund der komplexen Bauprojekte von hoher Wichtigkeit. Auch die Digitalisierung spielt durchaus eine Rolle. Wir arbeiten daran, digitale Lösungen sinnvoll in diese Prozesse zu implementieren – step by step.

Berührt Sie der Fachkräftemangel oder die Zurückhaltung bei den Azubis?

Die optimale Stellenbesetzung in den technischen Berufen „Bautechniker/-in“ oder „Ingenieur/-in“ ist eine Herausforderung. Auszubildende im Fachbereich „Zimmerer“ gewinnen wir über das Angebot von Schülerpraktika in unserer Fertigung. Hier haben wir bereits einen Azubi für den Ausbildungsbeginn in 2018 gewinnen können.

Weitere Artikel zum Gleichen Thema
nach oben