Veränderungsprozesse

Die Reibung muss raus

Gemeinsame Erfahrung beflügelt. Foto: faszinatour

Widerstände gegen Veränderungen lassen sich nicht per Dienstanweisung entfernen. Wenn bei den Beteiligten der Boden bereitet ist, verwandeln sie sich in Kräfte, die nützliche Erfahrungen nutzen.

von Werner Vetter

Die Zahl der Veränderungen, mit denen sich Organisationen und ihre Mitarbeiter befassen müssen, hat sich erhöht. Der zeitliche Abstand zwischen zwei Veränderungen hat sich verkürzt. Die äußeren Einflüsse, die auf Unternehmen, Geschäftsbereiche, Teams und Einzelpersonen wirken werden größer und intensiver. Die Betroffenen sehen sich vom Handelnden zum Getriebenen gemacht – und vermissen ein grundlegendes Instrumentarium, um mit diesen Veränderungen gut umzugehen, sie zu beherrschen. Dies betrifft Unternehmen aller Größen und Branchen.

Soweit der Ist-Zustand. Ihn untätig hinzunehmen, ist keine Lösung. Die Hoffnung trügt, dass sich das irgendwie schon von selbst wieder einrenken wird, wie in der Vergangenheit auch. Wie erfolgreich eine Organisation morgen ist, hängt entscheidend davon ab, wie die Verantwortlichen dort heute mit Veränderungsprozessen umgehen – und ob es ihnen gelingt, alle Menschen im Unternehmen dabei mitzunehmen. Denn egal, wohin der Veränderungsprozess führen soll, wie tief er geht und wie umfassend er ist: Das Unternehmen und seine Führung werden ihre Ziele nur dann erreichen, wenn diese von allen mitgetragen werden. Denn es ist der „menschliche Faktor“, der über das Scheitern oder Gelingen von Veränderungen entscheidet. Es ist nicht das Geld, es sind nicht die Business-Charts, es sind nicht die Powerpoint-Präsentationen und die Prämien.

Bei faszinatour begleiten wir Entwicklungs- und Veränderungsprozesse seit langer Zeit und auf vielen Ebenen. Wir beraten und begleiten Unternehmen, Verbände und Institutionen in ihrem Prozess der Veränderung und unterstützen Menschen in ihrer Entwicklung durch nachhaltige Erfahrungen. Im Mittelpunkt unserer Arbeit steht dabei der Mensch – als Team oder Gruppe, als Mitarbeiter oder als Einzelperson.

Aus Wissen wird Veränderung

Jeder Auftrag bei faszinatour beginnt deshalb mit einer umfassenden Beratung. Gemeinsam schaffen wir Klarheit, vor welchen Herausforderungen Sie stehen. Wir definieren, was Sie brauchen, um diese zu meistern. Schließlich erarbeiten wir dann unter Einbeziehung aller definierten Faktoren den Weg, auf dem Sie die Menschen, mit denen Sie zusammenarbeiten, am besten für die anstehenden Veränderungen gewinnen, motivieren und qualifizieren. Dabei kommt es besonders darauf an, dass wir unser Wissen einbringen, wie sich verändern lässt, was verändert werden muss – und wann es an der Zeit ist, die Betroffenen anzusprechen.

Dabei verlassen wir uns nicht auf Beratungslösungen von der Stange, sondern auf unsere Kompetenz aus bald 30 Jahren Arbeit mit Firmen, Verbänden und Institutionen sowie auf neueste Erkenntnisse in der Personal- und Organisationsentwicklung. Genauso vertrauen wir auf viel Fingerspitzengefühl und Gespür für Ihr Unternehmen und die Menschen, die dort arbeiten.

Dazu arbeiten wir in den faszinatour Trainings auf Basis dessen, was uns an Wissen aus Hirnforschung, Evolutionsbiologie und Psychologie zur Verfügung steht. Gemeinsam mit dem Institut für Erfahrungslernen (infer:) befassen wir uns seit Jahren auf wissenschaftlicher Ebene mit Glück, Lernen, Prävention und Gesundheit. Das führt zum Beispiel dazu, dass wir uns Gedanken machen, wie wir den Menschen, mit denen wir arbeiten, eine positive Einstellung zu ihrer Aufgabe vermitteln. Oder wie wir dem „Aber“, das diese Menschen aus natürlichem Schutzreflex jeder Veränderung entgegenbringen, seinen Reibungswiderstand nehmen.

Herz und Verstand „Hand in Hand“

Es liegt auf der Hand: Menschen lassen sich nur dann wirklich auf Neues ein, wenn sie nicht nur mit dem Kopf, sondern auch mit dem Herzen bei der Sache sind. Mit Zahlen, Fakten und rationalem Lernen allein ist das nicht zu schaffen. Deshalb gehen bei unseren Trainings Herz und Verstand Hand in Hand und sorgen dafür, dass die „emotionale Betriebstemperatur“ stimmt. Das funktioniert draußen in der Natur besonders effizient, weil die Teilnehmer außerhalb ihres gewohnten Umfelds offen für neue Erfahrungen sind und mit allen Sinnen intensive Eindrücke erleben. Der Schritt ins Freie ist der Schritt in die Freiheit von Dienstvorschriften und Technokratie. Die Arbeit in der Natur ist einfach, geradlinig, bodenständig. Die dabei gemachten Erfahrungen sind es auch.

Da konnte es sogar gelingen, eine ganze Generation Meister aus der Automobilbranche dazu zu bringen, ein Umweltbildungszentrum für einen Naturpark zu bauen – aus Holz! Womit sie anschließend in der Lage waren, in der Produktion der Fahrzeuge von morgen neue Wege zu gehen.

Artikel teilen
nach oben