Digitalisierungspartner explido»iProspect

Digitalisierung: Ohne Plan geht es nicht

Bild: explido»iProspect

Digitale Maßnahmen gibt es viele. Ron Warncke von der Performance-Marketing-Agentur explido»iProspect weiß aus seinen Beratungs­projekten, wie schwer es für Mittelstand und Großunternehmen ist, sich auf den Transformationsweg zu begeben. Sich dabei auf das ­Wesentliche zu konzentrieren, ist das A und O für den Erfolg.

Im Grunde ist Digitalisierung für die deutsche Wirtschaft kein neues Phänomen. Abläufe im Bereich Administration und Datenhaltung sind früh umgestellt worden. Auch in der Automatisierung der Produktion ist der deutsche Mittelstand weit vorne. Es überrascht also nicht, dass eines der innovativsten Unternehmen der Welt, Tesla, auf deutsche Ingenieurkunst setzt und zur Optimierung seiner Produktion den rheinland-pfälzischen Anlagenbauer Grohmann Engineering kaufte.

Digitalisierung bedeutet aber auch den Abbau von Zugangsbeschränkungen. Populärste und meist zitierte Beispiele sind Uber und AirBnB. Sowohl der Markt für Personenbeförderung als auch das Hotelbusiness gehörten zu Bereichen mit hohen Zugangsbeschränkungen. Um den Markteinstieg zu schaffen und eine relevante Größe zu erreichen, musste bisher in physische Güter investiert werden. Mit allen Kosten, die zum Erwerb und Unterhalt gehören. Die Digitalisierung ermöglichte es den beiden Unternehmen, ohne diese kapitalbindenden Faktoren in den Markt einzusteigen. Nun besteht das Rückgrat der deutschen Wirtschaft nicht aus Unternehmen wie Uber oder AirBnB. Es ist vielmehr der Mittelstand, die hochinnovativen Unternehmen aus dem Bereich B2C und insbesondere B2B, die in ihrem Gebiet, teilweise auch Nischen, zu den Marktführern gehören. Sie sind die Hidden Champions! Für diese Unternehmen sind die Digitalisierung und der Abbau von Zugangsbeschränkungen gleichzeitig Motor und Chance.

Denn nicht nur Produktion und Administration profitieren von der Digitalisierung, sondern auch das Marketing. Unternehmen jeglicher Größe haben die Möglichkeit erhalten, sich zu präsentieren und in Kontakt mit ihrer Zielgruppe zu treten. ­Gerade Massenmedien waren bisher eine Domäne der Konsumgüterbranche, der Finanzdienstleister und der Automobilkonzerne. Für Spezialanbieter und B2B-Unternehmen waren die Streuverluste bisher einfach zu groß und so beschränkte sich bisweilen die Auswahl an Kanälen zur Kommunikation.

Unter neuen Massenmedien versteht man insbesondere das Internet und als Untergruppe die sozialen Kanäle. Dabei gibt es neben der gesamten Reichweite besonders folgende Punkte, welche die digitalen Medien attraktiv für Unternehmen machen:

  • Durch das zunehmende Verschwimmen von privatem und beruflichen Leben steigert sich die Aufnahmebereitschaft der Zielgruppen auch im privaten Umfeld und somit den originär privat ­genutzten Medien, wie den sozialen Kanälen.
  • Besonders viele Mittelständler und Familienunternehmen haben eine Geschichte zu erzählen. Ob es die Geschichte des Gründers oder der Gründerin ist, die besonderen Fertigungsmethoden, herausragende Mitarbeiter oder das soziale und regionale Engagement des Unternehmens. Diese Geschichten sind wichtig und den potenziellen Kunden näher zu bringen. Die Inhalte der Webseite, ein eigenes Online-Magazin oder Videos in den sozialen Kanälen stehen hier zur Verfügung.
  • Es war selten so preiswert, hochwertige Inhalte zu produzieren. Der positive Effekt der sozialen ­Medien ist insbesondere, dass Authentizität eine entscheidende Rolle spielt und somit auch aufwendig produzierte Hochglanzinhalte nicht zwingend sind.
  • Die deutsche Wirtschaft zeichnet sich durch einen hohen Internationalisierungsgrad aus. Beschränkungen zu ausländischen Werbemärkten hat die Digitalisierung ebenfalls abgebaut. Nie war es so einfach über Ländergrenzen hinweg mit seiner Zielgruppe in Kontakt zu treten.
  • Der Austausch von Daten spielt eine entscheidende Rolle. Mit jeder Aktion im Internet gibt ein User Informationen über seine Interessen und auch seinen beruflichen Background weiter. Targeting ist hier das Schlagwort. Eine Botschaft wird nicht an alle Nutzer ausgespielt, sondern auf das für den Werbetreibenden relevante Segment. Die Digitalisierung bringt im Prinzip also die Reichweite und Gestaltungsfreiheit von TV-Werbung mit der ­Selektionsfähigkeit von Fachanzeigen zusammen.

Bei all den genannten Vorteilen und der Vielzahl an digitalen Kanälen, stellt sich immer die Frage nach dem Startpunkt.

Wo und wie startet man die digitale Marketingtransformation? Was mache ich wann?

Die Frage nach dem wo, wie und wann ist der entscheidende Punkt einer erfolgreichen Digitalisierung der Kommunikation. Ohne einen klaren Fokus auf die momentan relevantesten und gewinnbringenden Bereiche verliert man sich schnell im Transformationsdschungel. Um nachhaltig Erfolge in der Digitalisierung der Kommunikationsmaßnahmen zu erreichen und seine Ressourcen zu bündeln, ist die Entwicklung einer Roadmap relevant. Dies kann beispielsweise in Form einer ­Analyse des Ist-Zustands erfolgen, bei dem der ­aktuelle Stand der Marketingaktivitäten auf strategischer, taktischer und operativer Ebene ermittelt wird. Die Analyse zeigt Lücken im Vergleich zu einer „State-of-the-Art“-Kommunikation auf und legt erste Empfehlungen für die Leistungssteigerung des digitalen Marketings sowie Potenziale auf Ebene der strategischen Entwicklungsfelder offen. ­Dieser grundlegende erste Schritt liefert somit den Status Quo des digitalen Marketings, der digitalen und personellen Infrastruktur, um weiterführende Maßnahmen umzusetzen.

Digitales Marketing muss nicht kompliziert sein und es ist nicht immer ratsam, sich von Beginn an die komplexesten Fragen zu stellen. Bei allem Hype um Themen wie Big Data gilt es, ein starkes Fundament für die digitale Kommunikation zu bilden. Themen wie die Responsivität der eigenen Website, kundenorientierte Inhalte und eine hohe SEO-Tauglichkeit dominieren weiterhin die digitale Agenda der meisten Unternehmen. Erst wenn eine ausreichende Reife mit businessrelevanten Ergebnisse in diesen Bereichen realisiert wurde, kann man die nächsten Schritte der definierten Roadmap angehen. Die größte Hürde auf dem Weg zur digitalen Transformation ist am Ende weniger technologischer als psychologischer Natur. Genügend Raum für kleine und auch größere Erfolge helfen dabei sehr, die Transformation zu beschleunigen und eine breite, interne Unterstützung für die anstehenden Aufgaben zu bilden.

Digital Marketing Health Check:

Als Ausgangspunkt für die Transformations-Roadmap hat explido»iProspect ein Reifegradmodell entwickelt, welches den Status Quo auf verschiedenen Ebenen der Digitalisierung bestimmt. Der „Digital Marketing Health Check“ ist in Zusammenarbeit mit dem globalen Netzwerk von iProspect entstanden und steht interessierten Unternehmen kostenlos zur Verfügung.

INFO
Weitere Informationen zum Thema Digital Marketing Health Check finden Sie im Internet unter www.explido.de

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