Franz Josef Pschierer in Oberstaufen

Wirtschaftsgipfel beleuchtet Potenziale im Allgäu-Tourismus

Staatssekretär Franz Josef Pschierer (mitte) in einem nostalgischen Elektrofahrzeug. Foto: Abgeordnetenbüro Eric Beißwenger
Rund 40 geladene Gäste kamen kürzlich in Buflings bei Oberstaufen zusammen, um Staatssekretär Franz Josef Pschierer ihre Anliegen zu schildern. Der Fokus lag dabei auf Themen wie der Digitalisierung, der Elektromobilität oder auch der Fachkräftemangel im Bereich der Hotellerie.

Den Dialog zwischen Franz Josef Pschierer, Staatssekretär im Bayerischen Staatsministerium für Wirtschaft und Medien, Energie und Technologie, und den Gästen hatte der Landtagsabgeordnete Eric Beißwenger ermöglicht. Er verfolgt damit das Ziel, die Menschen vor Ort näher an die Entscheidungs-Träger in München heranzubringen und die Landespolitik damit ein Stück regionaler zu gestalten.

Elektromobilität soll im Allgäu aktiv gelebt werden

„Wir in der Politik müssen die Rahmenbedingungen schaffen, um die Arbeitsplätze in der Tourismusbranche weiter zu erhalten und zu fördern“, so Beißwenger, Mitglied in der AG Tourismus, „ob Landwirtschaft, Hotel- und Gaststättengewerbe, Handwerk und letztlich auch unsere Industrie, wir alle profitieren davon.“ Die Digitalisierung macht auch vor dem Tourismus im Allgäu nicht halt, so der Staatssekretär bei dem Gespräch im Vier-Sterne-Hotel „Dein Engel“ in Buflings bei Oberstaufen. Darüber hinaus machte er sich dafür stark, dass die Zukunft der Elektromobilität im Allgäu nicht nur mitgestaltet, sondern auch aktiv gelebt werden müsse.

Staatssekretär Franz Josef Pschierer in einem nostalgischen Elektrofahrzeug. Foto: Abgeordnetenbüro Eric Beißwenger

Digitalisierung im Tourismusbereich

Gleich zu Beginn ging Pschierer auf den Prozess der Digitalisierung im Tourismusbereich ein. Nur wenn diese angenommen und entsprechend umgesetzt werde, können die Gästezahlen und Übernachtungen gehalten oder sogar ausgebaut werden, so der Staatssekretär. Beispielsweise sei WLAN im Hotel heute ein absolutes Muss für Urlauber und ein Qualitätsnachteil, wenn es nicht vorhanden sei. Hinzu komme, dass das Angebot vor Ort stimmen müsse. Er sicherte seine Unterstützung zu, wenn Interessenten Hotelprojekte im gehobenen Segment in der Region umsetzen wollen. Dieses Angebot im Vier- oder Fünf-Sterne-Sektor sei in der Allgäu-Bodenseeregion noch zu gering.

Elektromobilität gewinnt im Allgäu an Bedeutung

Auch im Bereich der Elektromobilität will das Allgäu weiter aufstocken. Bis in das Jahr 2020 soll die Zahl der E-Ladestellen in Bayern von derzeit rund 1.600 auf 7.000 anwachsen. Strom-Tankstellen müssten dabei nicht an herkömmlichen Standorten stehen, sondern gerade dort, wo die Leute sich auch tatsächlich aufhalten.

Fachkräftemangel in der Hotellerie bleibt problematisch

Daneben waren der Mangel an Fachkräften und die Probleme der Hotellerie, geeignetes Personal zu halten, ein großes Thema. Bei den günstigen Personal-Wohnungen hinke die Region den österreichischen Nachbarn deutlich hinterher, so die einstimmige Meinung. Zwar seien beispielsweise in Balderschwang, Oberstaufen und Oberjoch entsprechende Projekte umgesetzt worden oder noch in der Umsetzung, allerdings reichen diese längst nicht aus.

Weitere Artikel zum Gleichen Thema
nach oben