IHK-Regionalversammlung Kempten bei der IDKOM AG

Allgäu: Wirtschaft 4.0 braucht digitale und Verkehrs-Infrastruktur

Blick auf die A96 im Allgäu. Foto: Rebecca Weingarten/B4B WIRTSCHAFTSLEBEN SCHWABEN
Die IHK- Regionalversammlung Kempten und Oberallgäu fokussierte sich bei ihrem Treffen am 13. Juli auf die Digitalisierung und die damit verbundenen Chancen für die Region. Trotz einer guten Ist-Situation werden seitens der Wirtschaft noch weitere Ausbauten im digitalen wie verherrlichen Bereich gefordert.

„Die Wirtschaft im Allgäu ist sehr gut aufgestellt. Das zeigt die aktuelle IHK-Konjunkturumfrage sehr deutlich. Aus dieser starken Position heraus müssen wir uns auf die Veränderungen einstellen, die mit der zunehmenden Digitalisierung einhergehen, und die Chancen ergreifen“, machte Markus Brehm, der Vorsitzende der IHK-Regionalversammlung Kempten und Oberallgäu, zu Beginn des Treffens der Unternehmens-Vertreter bei der IDKOM AG in Kempten deutlich.

Digitale Netzwerke schon jetzt sehr ausgeprägt

Schon jetzt besteht ein breites Angebot, dass auf positive Resonanz aus den Unternehmen stößt. „Lokale Initiativen wie das von der Stadt Sonthofen mit Unterstützung der IHK initiierte Netzwerk Industrie 4.0 sind dabei ebenso wichtig wie schwabenweite Kreise, die Zusammenarbeit mit den Hochschulen oder passgenaue Weiterbildungs-Angebote. Auch Veranstaltungen wie der IT-Sicherheitstag in Kempten und die Vernetzung von etablierten Unternehmen mit jungen digitalen Startups im neuen digitalen Gründerzentrum können uns voranbringen“, so Brehm weiter. Das Zentrum wurde erst vor wenigen Wochen feierlich eröffnet. Es gastiert in einer Interims-Lösung, bis der Neubau nahe der Hochschule Kempten fertiggestellt wird.

Handlungsbedarf für Pendler, Versorgungs-Verkehr und Gäste des Tourismus

Neben den digitalen Themen beschäftigen die Unternehmer aber auch weiterhin die Infrastruktur wie beispielsweise die Verkehrsanbindung des Allgäus. „Wir freuen uns sehr, dass der vierspurige Ausbau der B12 kommen wird. Aber im Oberallgäu gibt es mit der B19-Ortsdurchfahrt in Fischen und Langenwang ein weiteres Nadelöhr, das uns Sorgen bereitet und das es leider ‚nur‘ in den ‚weiteren Bedarf mit Planungsrecht‘ im Bundesverkehrswegeplan geschafft hat. Wir unterstützen daher die Forderungen aus der Politik, mit den zur Verfügung stehenden Finanzmitteln schnell und umfassend eine Planung zur Entlastung der beiden Orte aufzusetzen“, fasst Brehm das Meinungsbild zusammen. „Hier sehen wir Handlungsbedarf – und zwar sowohl für die Pendler und den Versorgungs-Verkehr im südlichen Oberallgäu als auch mit Blick auf unsere Gäste im Tourismus und die Besucher der vielen sportlichen Großveranstaltungen wie zum Beispiel der Vier-Schanzen-Tournee oder Nordischen Ski-WM 2021.“

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