Premiere in Kempten

Über 160 Teilnehmer beim ersten Fachkräftekongress im Allgäu

Auf dem 1. Fachkräftekongress Allgäu. Foto: Allgäu GmbH
Immer mehr Unternehmen sehen sich mit der Schwierigkeit konfrontiert, geeignete Fachkräfte zu finden – auch im Allgäu. Wie die Region dieser Herausforderung begegnet, wurde auf dem 1. Fachkräftekongress Allgäu der Industrie- und Handelskammer Schwaben und der Allgäu GmbH deutlich.

Gut ausgebildete Bewerber können bei der Jobsuche heute oft zwischen mehreren Angeboten wählen. In diesem Zuge steigt die Bedeutung weicher Faktoren für die Arbeitgeberwahl. Generation Y, Wertewandel, Arbeitgebermarketing – im Kampf um Fachkräfte sind Allgäuer Unternehmen gefordert, innovative Wege einzuschlagen.

1. Fachkräftekongress Allgäu im bigBOX Hotel Kempten

Im Mittelpunkt des 1. Fachkräftekongress Allgäu stand daher die Frage, wie Klein- und Mittelständische Unternehmen auf sich aufmerksam machen und auf neuen Wegen Fachkräfte gewinnen können. Über 160 Personaler und Unternehmer aus den Bereichen Hotellerie, Pflege und Gewerbe folgten daher der Einladung in das bigBOX Hotel Kempten. Beim Kongress hatten sie die Gelegenheit, neue Formen und Best Practices der Fachkräftegewinnung kennenzulernen und sich über Trends im Personalmarketing auszutauschen.

Zielgruppengerechte und individuelle Ansprache der Bewerber

Als zunehmend wichtigster Kanal zur Bewerberansprache erwiesen sich dabei die digitalen Medien und sozialen Netzwerke. Wichtig sei dabei die zielgruppengerechte und individuelle Ansprache der Bewerber. Das sei laut Referenten gerade im digitalen Raum von Bedeutung, um den Bewerber auch hier in den Mittelpunkt zu stellen. Lutz Leichsenring, Geschäftsführer der young targets, brachte deshalb entsprechende Tipps für die Kongressteilnehmer mit. Personaler sollen sich demnach die Frage stellen, was sie als Arbeitgeber ausmacht. Aus dieser entwickelten Arbeitgebermarke sollten dann drei Schwerpunktthemen herausgearbeitet werden, die in der Zielgruppenansprache eingesetzt werden. Darauf aufbauend sind Formate, Medien und Netzwerke zu entwickeln, in denen sich der Arbeitgeber authentisch einbringen und darstellen kann.

Fachkräftegewinnung sei keine Frage des Budgets

Darüber hinaus wurden Fachkräfteevents mit Unterhaltungsfaktor vorgestellt. Dieses sogenannte „Recrutainment“ dient der zielgruppengerechten Ansprache, des Matchings sowie des Kennenlernens der Bewerber. Als Beispiele werden Selbsttests, Assessments, Berufsorientierungsspiele oder auch Events wie ein Hackathon aufgeführt. Die Dozenten waren sich einig: Fachkräftegewinnung ist keine Frage des Budgets, sondern der Innovation und Zielgruppenansprache. In vier Foren wurden anschließend Instrumente des Personalmarketings, Social Media, Open Innovation und Arbeitgebermarke der Zukunft beleuchtet.

Weitere Artikel zum Gleichen Thema
nach oben