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Peering Points – Tore zum Internet

Expertentipps | 25.11.2015

Bildquelle: M-net / Fotolia © lumen-digital
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Wie bei jedem Netz sind auch beim Internet die Knoten entscheidend. Sie heißen Peering Points und verknüpfen die vielen regionalen und dezentralen Netze zum World Wide Web.

Ob Webshop, digitale Tageszeitung oder Behördengang per Mausklick: Die digitale Transformation unserer geschäftlichen und privaten Tätigkeiten ist in vollem Gange. Basis dieser Transformation ist das Internet, beziehungsweise das Zusammenspiel von lokaler und globaler Kommunikations- Infrastruktur. Dieses Zusammenspiel ist entscheidend, denn auch ein optimal ausgestattetes Rechenzentrum vor Ort ist nur so gut wie die Anbindungen in die Welt oder in die Cloud, in der zunehmend mehr Daten gespeichert und verarbeitet werden. Peering Points (engl. peer = gleichrangig) oder Internet Exchange Point (IXP) nennt man die Andockpunkte, die die Verbindungen zwischen zwei oder mehreren Netzbetreibern herstellen. Fällt ein Knoten aus, besteht immer noch eine Verbindung über einen anderen Knoten. Die Verständigung ist über das Internet Protokoll IP geregelt. Solche Knoten bestehen aus großen und redundant ausgelegten Switches, mit denen sich Internet- Dienstleister oder auch große Unternehmen über Zugangsrouter verbinden können. Der vom Datendurchsatz weltweit größte Internet-Knoten ist DE-CIX in Frankfurt am Main, der kürzlich mit einem Durchsatz mit vier Terabit pro Sekunde (Tbps) einen neuen Spitzenwert erreichte. Für die Zukunft erwartet die Betreibergesellschaft DE-CIX Management GmbH eine Steigerung des Datenverkehrs von etwa 20 Prozent pro Jahr. Mit ALP-IX betreibt DE-CIX auch einen kleineren Knoten in München. Ebenfalls in München unterhält Vodafone den Peering Point INXS. Der Knoten existiert seit 1994 und war seinerzeit der erste Peering Point in Deutschland. In Nürnberg betreibt die Firma Teamix den regionalen Knoten N-IX. Die Deutsche Telekom bietet IP-Transit-Dienste unter dem Label ICSS weltweit an. Weitere internationale Anbieter sind TeliaSonera mit Sitz in Stockholm oder Level3 in Broomfield/Colorado und deutscher Niederlassung in Frankfurt am Main.

Zuverlässig angedockt

Aufgabe des Internet-Knotens ist es, Netzbetreiber und Kommunikationsdienstleister möglichst schnell, ausfallsicher und kostengünstig mit anderen Netzen zu koppeln. Das kann auf Basis eines monatlichen Festpreises geschehen. Häufig vereinbaren die Netzbetreiber aber auch wechselseitig eine kostenlose Durchleitung des jeweiligen  Verkehrsaufkommens Kleinere Netzbetreiber oder Firmen, die mit einem größeren Dienstleister ein Durchleitungsabkommen schließen, rechnen den Transit nach Werten wie Volumen und Bandbreite ab. Das „Wie“ der Durchleitung wird in Routing-Richtlinien festgehalten. Ein Verbot der Durchleitung durch Rechtsräume, die als nicht sicher gelten, lässt sich ebenfalls vereinbaren – soweit das technisch  machbar ist.

Unterschiedliche Konstellationen

Datenschutz, Rechtssicherheit, Kosten und Übertragungsgüte sind wesentliche Kriterien für Netzbetreiber oder Unternehmen. Danach entscheiden sie, ob sie an einem öffentlichen Peering Point teilnehmen oder individuelle Transitabkommen abschließen. Der wichtigste Parameter ist jedoch das eigene Datenaufkommen beziehungsweise die Quantität und Qualität der Endkundenbasis: Reicht der eigene Traffic aus, sodass sich ein Peering- Abkommen ohne wechselseitige Abrechnung anbietet? Ist die Endkundenbasis ausreichend groß und interessant, dass auch ein weit größerer Partner zu einem Peering-Vertrag ohne wechselseitige Verrechnung bereit ist? Ist ein Festbetrag für einen öffentlichen Peering Point-Betreiber günstiger als mehrere Transit-Abkommen mit größeren Netzbetreibern? Hier ist der Preis eine wichtige, aber nicht allein entscheidende Größe. Zu klären sind auch die Länge der Wege sowie die Wartung an den Netzübergabepunkten.

Sicherheit geht vor

Die Frage der Sicherheit ist im Netz immer virulent. Das gilt auch für die Peering Points, insbesondere da hier riesige Datenmengen zusammenlaufen. Einen vollkommenen Schutz gibt es sicherlich auch in diesem Fall nicht. Das wurde kürzlich auf der BlackHat-Konferenz in Las Vegas deutlich. Wirksame Abwehrmechanismen gegen diese Attacke stehen zwar in Form eines zusätzlichen „Trust  Anchor“ im Rahmen der Resource Public Key Infrastructure (RPKI) zur Verfügung, aber die Peering Point-Betreiber müssen diese Möglichkeit auch nutzen, mahnte der IT-Sicherheits-Experte Wim Remes auf der Blackhat-Konferenz an.

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